Fußball | 2. Bundesliga Erzgebirge Aue vor St. Pauli – beim Lieblingsgegner den Druck hochhalten

31. Spieltag

Erzgebirge Aue könnte mit dem Klassenerhalt in der Tasche entspannt Richtung Saisonende schippern. "Nichts da", sagt der Trainer. Die "Veilchen" haben noch einige Ziele. Da passt es gut, dass es am Sonntag zu St. Pauli geht.

Florian KRUEGER Aue schiesst das Tor zum 1-0 gegen Ersin ZEHIR St.Pauli und Robin HIMMELMANN Torwart St.Pauli.
Bildrechte: imago images/Sven Simon

Der Jubel war groß im Erzgebirge nach dem 1:0-Sieg am vergangenen Wochenende gegen Karlsruhe: Der Klassenerhalt praktisch perfekt, erstmals seit neun Jahren schon am 30. Spieltag die 40-Punkte-Marke geknackt. Da machte sich nicht nur FCE-Boss Helge Leonhardt am Sonntagabend ein hopfenhaltiges alkoholisches Kaltgetränk auf.

Bock umstoßen, 50-Punkte-Marke, Fernsehgelder

"Wir haben uns Druck gemacht, durch diese Schallmauer zu gehen", blickt Aue-Coach Dirk Schuster zurück. Nun will der Trainer der "Veilchen" im kommenden Spiel am Sonntag (13.30 Uhr) bei St. Pauli und generell in den restlichen vier Saisonspielen die Spannung hochhalten. Denn Schuster hat weitere Ziele im Blick: Die Rote Laterne in der Auswärtstabelle wollen die Erzgebirgler endlich abgeben ("Wir wollen ausäwrts endlich den Bock umstoßen"), außerdem könne erstmals seit 2011 auch die 50-Punkte-Marke geknackt werden. Und, so Schuster, es gebe auch ganz konkrete finanzielle Anreize: "Für unseren Verein geht es ja auch noch um Fernsehgelder, die ansteigen könnten, je weiter man in der Tabelle nach oben blickt."

Dirk Schuster
Schuster: "Konkurrenzfähig bleiben" Bildrechte: Picture Point

"Nicht sorglos werden"

"Ich erwarte, dass die Jungs jetzt nicht sorglos und nachlässig werden. Wir sind uns schuldig, dass wir konkurrenzfähig bleiben", erklärt Schuster. Als Zeichen an die Konkurrenz und sein Team will Schuster am Sonntag in Hamburg mit seiner bestmöglichen Elf auflaufen. "Wir wollen einen gesunden Wettbewerb gestalten", verspricht der Coach.

Letzte Aue-Niederlage bei St. Pauli 2008

Beim Gastspiel auf St. Pauli treffen die Westsachsen auf ein ausgesprochenes Lieblingsteam. Die letzte Niederlage der "Veilchen" beim Kiezklub liegt zwölf Jahre zurück. In Schusters persönlicher Bilanz stehen fünf Siege in sechs Partien zu Buche. Zudem kämpfen die Hamburger im Moment gegen eine sportliche Krise. Vier Spiele ist das Team von Jos Luhuaky nun schon in Serie ohne Sieg, die Hamburger sind auf Rang 14 abgerutscht und stehen nur noch fünf Punkte vor den Abstiegsrängen.

Pauli-Coach Luhukay: Geburtstag am Samstag

"Die Hamburger haben Druck auf dem Kessel. Sie wollen und müssen gewinnen", weiß Schuster und erwartet eine kampfbetonte Partie: "Da treffen zwei Mannschaften aufeinander, die viel in die Spielkultur investieren. Das wird ein sehr intensives Spiel." Sein Gegenüber Luhukay feiert am Tag vor dem Spiel seinen 57. Geburtstag und wünscht sich als Geschenk von seiner Mannschaft: "Am schönsten wären drei Punkte."

Personell haben beide Trainer fast die volle Auswahl. Bei Aue stehen Fragezeichen hinter Tom Baumgart und Marko Mihojevic Fragezeichen. Bei St. Pauli könnten die zuletzt angeschlagenen Daniel Buballa und James Lawrence wieder ins Team zurückkehren.

Jos Luhukay, Trainer FC St. Pauli
Luhukay: "Am schönsten wären drei Punkte." Bildrechte: imago images/Sven Simon

dh

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 14. Juni 2020 | 15:30 Uhr

7 Kommentare

Mustermann vor 18 Wochen

Die Auer werden schon machen dass das nichts wird mit einem Sieg...oder jeder Serie (positive Bilanz gegen Pauli) hat einmal ein Ende. Warum soll also Aue gerade in HH (steht für Hamburg!) gewinnen? Der Verbleibt in BL 2 ist gesichert - warum als noch ein Bein rausreisen?

dr schorsch vor 18 Wochen

Kann mich noch gut an die Relegation damals gegen den KSC erinnern, damals haben uns die Fans aus Pauli den Klassenerhalt gewünscht. Und kein Dynamo, wirklich keiner, hat uns etwas Gutes gewünscht. Somit ist ein unentschieden und der Klassenerhalt für Pauli wünschenswert.
Glück Auf

Schachter vor 18 Wochen

Gefährlich!
Auch wenn unsere Bilanz gegen Pauli hervorragend ist, wird es kein Selbstläufer. Pauli kann mit einem Sieg den Klassenerhalt zuhause eintüten. Verständlicherweise werden die das auch tun wollen.
Unsere Auswärtsbilanz ist makaber - die eines Absteigers. Und genau das darf nicht so bleiben.
Hiermit sollte der Kampf um einen einstelligen Tabellenplatz ausgerufen werden!
Glück auf!

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