Fußball | 2. Bundesliga Turbulente Niederlage für Dynamo Dresden

9. Spieltag

Dynamo Dresden hat die zweite Niederlage in Folge kassiert und zu Hause mit 0:2 gegen Hannover 96 verloren. Während sich der Bundesliga-Absteiger aus der Krise schoss, muss die SGD aufpassen, nicht in selbige hineinzuschlittern. In der Tabelle ist Hannover an Dynamo vorbeigezogen. Die Sachsen sind aktuell mit neun Punkten aus neun Spielen 13., könnten aber am Sonntag noch von Regensburg und Kiel überholt werden.

von Sanny Stephan

Bildershow: Dynamo Dresden - Hannover 96

 Dresdens Cheftrainer Cristian Fiel
Skeptischer Blick vor dem Anpfiff bei Dynamo-Trainer Cristian Fiel. Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold
 Dresdens Cheftrainer Cristian Fiel
Skeptischer Blick vor dem Anpfiff bei Dynamo-Trainer Cristian Fiel. Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold
Dresdens Torwart Kevin Broll SG Dynamo Dresden
Hannover begann schwungvoll, SGD-Keeper Kevin Broll stand schon nach sechs Minuten im Brennpunkt und bewahrte sein Team mit einer Glanztat vor dem Rückstand. Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold
Dresdens Moussa Kone rechts im Kopfballduell mit Marc Stendera links SG Dynamo Dresden
Dresden kam offensiv nicht zur Entfaltung. Torjäger Moussa Kone "genoss" Sonderbewachung. Hier ist Marc Stendera ganz dicht dran. Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold
Dresdens Baris Atik vor M. Albornoz Inola SG Dynamo Dresden
Intensive Zweikämpfe prägten das Spiel über weite Strecken. Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold
Dresdens Jannis Nikolaou und Brian Hamalainen fliegen am Ball vorbei.
Eine der wenigen Offensivszenen der Dynamos: Jannis Nikolaou und Brian Hamalainen behinderten sich am langen Pfosten gegenseitig. Den Ball traf keiner. Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold
Dresdens Baris Atik wird von Marc Stendera gefoult.
Flugshow Atik: Nach dem Wechsel wurde das Spiel ruppiger. Stendera sah in dieser Szene Gelb. Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold
Schiedsrichter Christian Dingert (3.v.l.) zeigt Dynamos Niklas Kreuzer (r) die Rote Karte.
Das Spiel wurde ruppiger und ging nach dieser Szene mit 10 gegen 10 weiter. Als sich Niklas Kreuzer und Albornoz rauften, flogen beide vom Platz. Bildrechte: dpa
Hannovers Julian Korb (4.v.l.) jubelt nach seinem Tor zum 0:1 mit seinen Mitspielern Waldemar Anton (l-r), Genki Haraguchi, Edgar Prib, Cedric Teuchert und Marvin Ducksch.
Kurz danach traf Hannover. Julian Korb (4.v.l.) erzielte das 1:0 und jubelte mit Waldemar Anton, Genki Haraguchi, Edgar Prib, Cedric Teuchert und Marvin Ducksch. Bildrechte: dpa
Dresdens Torwart Kevin Broll, Kevin Ehlers und Florian Ballas v.l.n.r. nach dem Gegentor zum 0:2
Eine Minute vor Schluss fiel das 0:2 - die Entscheidung! Kevin Broll, Kevin Ehlers und Florian Ballas sind bedient. Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold
Kurz vor Schluss fällt das 2:0 für Hannover, die Dresdner Fans verlassen daraufhin die Ränge SG Dynamo Dresden
Schwarz auf weiß: Das war die Entscheidung in Dresden. Viele Fans verließen danach das Stadion. Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold
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Beide Mannschaften standen vor dem Duell gehörig unter Druck. Doch davon ließen sich weder die Dynamos noch Hannover etwas anmerken. Beide verteidigten rustikal, waren hellwach – nur leider spielerisch nicht gerade auf höchstem Niveau. Die 29.000 Fans sahen ein intensives Spiel und einen gut aufgelegten Kevin Broll im Tor von Dynamo Dresden.

Der Schlussmann stand in der sechsten Minuten goldrichtig und verhinderte bei einem Schuss aus Nahidstanz den frühen Rückstand. Überhaupt musste Broll deutlich öfter zupacken, als sein Gegenüber Ron-Robert Zieler. Der frühere Torwart der deutschen Nationalmannschaft war lange Zeit beschäftigungslos, verlor aber bei hohen Bällen nicht nur einmal die Orientierung und durfte nur beim Drehschuss von Florian Ballas zeigen, was ihn ihm steckt. Hannover hatte gut zehn Minuten vor der Pause seine stärkste Phase. Waldemar Anton und Emil Hansson verfehlten aber den Broll-Kasten.

Dresdens Baris Atik vor M. Albornoz Inola SG Dynamo Dresden
Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold

Doppel-Rot-Aufreger

Das 0:0 war aus Sicht von Dynamo zur Pause etwas schmeichelhaft. Nach dem Wechsel wurden die Dresdner stärker, hatten aber kurz nach Wiederanpfiff Glück, dass Waldemar Anton aus fünf Metern über das Tor schaufelte. Dynamo mühte sich, kämpfte um jeden Zentimeter, blieb allerdings offensiv blass. Torjäger Moussa Koné – der auf Schritt und Tritt verfolgt wurde – fehlte die Unterstützung. Je länger das Spiel dauerte, desto ruppiger wurde es. Als Niklas Kreuzer und M. Albornoz aneinandergerieten, schickte Referee Christian Dingert den einen (Kreuzer) wegen einer Kopfnuss mit Rot und den anderen (Albornoz) mit Gelb-Rot vom Platz.

Korb erlöst Hannover

Dresdens Torwart Kevin Broll SG Dynamo Dresden
Dresdens Torwart Kevin Broll war bei beiden Toren machtlos. Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold

Es ging mit Zehn gegen Zehn und der Frage: "Wer macht hier den entscheidenden Fehler?" weiter. In der 73. Minute war klar, dass Dynamo diesen entscheidenden Fehltritt haben sollte. Nach einem Lupfer von Marc Stendara spielte Dynamo auf Abseits, Julian Korb lief durch und überwand Broll mit einem Linksschuss aus Nahdistanz. Hannover wirkte auch nach der Führung defensiv stabil und ließ nichts anbrennen. Dresden fehlten in einem flotten Spiel auf einem tiefen Rasen nach vorn die Mittel. In der 89. Minute machte der eingewechselte Cedric Teuchert nach einem Konter den Deckel drauf. Für Hannover war es der dritte Sieg beim dritten Gastspiel in Dresden. Mirko Slomka kann nach dem Dreier durchatmen. Schwer vorstellbar, dass Hannover seinen umstrittener Trainer nach dieser Vorstellung entlässt.

Stimme zum Spiel

Cristian Fiel (Dresden): "Ich weiß, was es den Fans von Dynamo bedeutet und habe Verständnis für ihre Enttäuschung. Wir müssen und werden ab morgen weiter hart arbeiten und die Köpfe wieder hochbekommen, um nach der Länderspielpause wieder zu punkten."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 05. Oktober 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. Oktober 2019, 15:19 Uhr

73 Kommentare

MDR-Team vor 6 Wochen

Gute Tag, Dynamokralle! Das ist aktuell technisch nicht möglich. Nutzen Sie zur Orientierung gern die Webzeit "zuletzt aktualisiert" zur Orientierung. Gerade über Dynamo Dresden berichtet die Sportredaktion regelmäßig, sodass Themen in der nächsten Vorschau bzw. im nächsten Spielbericht wieder aufgegriffen werden können. Beste Grüße, Ihre MDR.de-Redaktion

Rino vor 6 Wochen

Sehr interessant … Bielefeld hatte allerdings nicht bei allen Spielen einen ehrten Ballbesitz. Kompaktheit ist das Zauberwort … bei Ballverlust geht es bei uns viel zu schnell Richtung eigenes Tor. Dies ist seit Jahren so und mich verwundert sehr, warum daran nicht gearbeitet wird. Das hat wenig mit Jung oder Alt zu tun, eher mit fähig oder unfähig. Zur Erinnerung … die Spiele gegen Köln, Paderborn nd St. Pauli haben wir Ende letzte Saison gewonnen. Woran lag dies? Fielo sollte die Jungs das spielt lassen, was sie können … denn Fußball bleibt ein Ergebnissport.

Dynamokralle vor 6 Wochen

Liebe MDR.de-Redaktion,

auf meine Anfrage teilten Sie mir mit, dass das Kommentarfenster unterschiedlich, d. h. zwischen 48 und 72 Stunden offen ist. Wäre es möglich, die Restzeit anzuzeigen, z.B. "Ablauf Kommentarmöglichkeit in ... Stunden" oder so ähnlich? Das würde das Nachrechnen oder die Überraschung ersparen. Wie gesagt, kommen kurz vor Schluss oft noch sehr interessante Beiträge.

Vielen Dank und freundliche Grüße!