Fußball | 2. Bundesliga Dynamo Dresden verpasst nächsten Sieg

4. Spieltag

Da war mehr drin: Trotz einiger guter Chancen hat Dynamo Dresden am Freitag (23.08.2019) den zweiten Liga-Sieg in Folge verpasst. Nach 90 Minuten wurde mit dem SV Darmstadt beim 0:0 die Punkte geteilt. Ein Novum in der noch jungen Geschichte dieses Duells. In den bisherigen vier Ligabegegnungen waren im Schnitt 3,75 Tore pro Partie gefallen.

Dresdens Linus Wahlquist bringt Darmstadts Serdar Dursun zu Fall 1 min
Bildrechte: imago images/Hartenfelser

Beide Trainer starten trotz der unterschiedlichen Ergebnisse in der Vorwoche – Dynamo feierte gegen Heidenheim seinen ersten Saisonsieg, Darmstadt verlor 0:4 bei Aufsteiger VfL Osnabrück – mit den gleichen Startformationen. Von Beginn an war die Partie intensiv, während Dynamo um einen gesicherten Spielaufbau bemüht war, standen die Gastgeber tief und versuchten über Konter zu ihren Chancen zu kommen.

Ebert verucht wieder den Beckham

Dabei hatte Dynamo zunächst Probleme sich gegen die tiefstehenden Darmstädter gut Abschlüsse zu erarbeiten - Kevin Ehlers (9. Minute/Fernschuss) und Alexander Jeremejeff (11./Kopfball) scheitertern mit ihren ersten Versuchen klar. In der 14. Minute war dann SGD-Schlussmann Kevin Broll zur Stelle. Nach einem Blitzkonter des SVD legte Marvin Mehlem auf Serdar Dursun, der aber aus sechs Metern am glänzend reagierenden Dresdner Keeper scheiterte. Es war die beste Möglichkeit der ersten Hälfte der Darmstädter. Dynamo blieb danach das aktivere Team, mehr als Distanzschüsse kamen aber erstmal nicht zu Stande. Die beste Dynamo-Gelegenheit hatte schließlich Patrick Ebert nach 39 Minuten. Bei einem Freistoß aus 25 Metern flog der Ball nur wenige Zentimeter am linken Pfosten vorbei. Vor einer Woche gegen Heidenheim war ihm so noch ein Treffer der Marke "David Beckham" gelungen. Im direkten Gegenzug schoss der Darmstädter Dursun den Ball aus 16 Metern einen Meter neben das Gehäuse (40.). Auch Baris Atik durfte nochmal, aber auch scheiterte aus Nahdistanz an Darmstadt Torwart Florian Stritzel.

Torwart Florian Stritzel
SVD-Torwart Florian Stritzel streckt sich beim Freistoß von Patrick Ebert. Bildrechte: imago images/Jan Huebner

Jeremejeff trifft den Pfosten

Nach der Pause machte Darmstadt dann etwas mehr für die Offensive, Dynamo konnte das Mehr an Raum aber nicht entscheiden nutzen. Nach einer Ecke und einer Kopfballverlängerung von Kapitän Jannik Müller stand Abwehrmann Linus Wahlquist am langen Pfosten frei, vergab aber die Möglichkeit (56.). Die Hausherren hatten vor 14.610 Zuschauern  durch einen Schuss von Mehlem ihre beste Gelegenheit im zweiten Durchgang. Sein Schuss aus 17 Metern aus dem linken Halbfeld zischte am langen Pfosten vorbei (76.). Wenige Augenblicke zuvor hatte Dynamo gejubelt, als der Ball im gegnerischen Tor lag, Jeremejeff aber aus Abseitsposition getroffen hatte. Er hatte schließlich auch die beste Gelegenheit für Dynamo. Doch in der 82. Minute fehlten nur Zentimeter zum Glück. Sein Rechtsschuss klatsche an den Innenpfosten und von da zurück in die Arme des Darmstädter Keepers Stritzel. Am Ende holte Dynamo einen Punkt, angesichts der Chancen war mehr drin gewesen.

Fan stürzt in die Tiefe

Wie die Polizei Südhessen über Twitter mitteilte, hat sich ein Fan von Dynamo Dresden gegen Ende der Partie schwer verletzt. Er soll von einer Mauer des im Umbau befindlichen Gästeblocks etwa sechs Meter in die Tiefe gestürzt sein und sich dabei schwere Verletzungen zugezogen haben. Rund 15 Minuten nach Spielschluss landete ein Helikopter auf dem Spielfeld, um den verletzten SGD-Anhänger ins Krankenhaus zu transportieren.

2. Bundesliga Hier gibt es die Bilder zur Partie Darmstadt gegen Dresden

Choreografie von Fans des SV Darmstadt 98 und Einlauf der Spieler
Mit einer Choreografie begrüßten die Darmstädter Fans die beiden Mannschaften. Bildrechte: imago images/Jan Huebner
Choreografie von Fans des SV Darmstadt 98 und Einlauf der Spieler
Mit einer Choreografie begrüßten die Darmstädter Fans die beiden Mannschaften. Bildrechte: imago images/Jan Huebner
Torwart Florian Stritzel
Die beste Chance der Schwarz-Gelben hatte Patrick Ebert mit einem Freistoß, der nur knapp am Tor vorbeisegelte. Bildrechte: imago images/Jan Huebner
Dimitrios Grammozis
Rumpelstilzchen an der Linie: Dimitrios Grammozis war mit der Leistung seines Teams nicht immer einverstanden. Bildrechte: imago images/Jan Huebner
Dresdens Alexander Jeremejeff nach dem Abpfiff beim Spiel gegen den SV Darmstadt
Enttäuschung auf beiden Seiten nach dem Abpfiff. Ob Alexander Jeremejeff da mit seiner vergebenen Chance haderte? Bildrechte: imago images/Eibner
Dresdener Fans stehen auf der Tribüne des Gästeblocks.
Schlechte Nachrichten nach dem Ende des Spiels: Wie die Polizei mitteilte, war ein Dynamo-Fan von einer Mauer im Gästeblock gestürzt und hatte sich dabei schwere Verletzungen zugezogen. Der Stadionsprecher hatte bereits während der Partie auf die Gefahren hingewiesen und die Fans aufgefordert nicht auf die Mauern zu klettern. Beide Trainer wünschten dem Fan in der Pressekonferenz nach dem Spielende eine schnellstmögliche Genesung. Bildrechte: dpa
Marvin Mehlem im Zweikampf mit Kevin Ehlers
Darmstadt stand ziemlich kompakt und versuchte es zumeist mit Kontern. Aber die Dynamo-Dreierkette um Kevin Ehlers stand zumeist sehr sicher und ließ nur wenig zu. Bildrechte: imago images/Eibner
Serdar Dursun scheitert an Torwart Kevin Broll
Kevin Broll stand im ersten Durchgang nicht häufig im Scheinwerferlicht, war aber stets zur Stelle, wenn er gebraucht wurde. Bildrechte: imago images/Hartenfelser
Dresdens Linus Wahlquist bringt Darmstadts Serdar Dursun zu Fall
Zeitweise hatte das Duell von SVD gegen SGD etwas von einem Ringerkampf. Bildrechte: imago images/Hartenfelser
Torwart Florian Stritzel und Alexander Jeremejeff
Alexander Jeremejeff vergab zehn Minute vor dem Ende den Hochkaräter und traf nur den Pfosten. Bildrechte: imago images/Hartenfelser
Cristian Fiel und Dzenis Burnic
Aufbauarbeit direkt nach dem Schlusspfiff: Cristian Fiel mit Dzenis Burnic. Bildrechte: imago images/Eibner
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Das sagten die Trainer

Cristian Fiel (Dresden): "Zunächst einmal Gute Besserung an den Fan, der auf den Weg ins Krankenhaus ist. Ich hoffe, es ist nicht zu schlimm. Zum Spiel: Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, hatten am Anfang keine Kontrolle und haben viele Fehler gemacht. Vor allem der erste Kontakt war nicht gut. Da können wir uns bei unserem Torhüter bedanken. Ab der 25. Minute waren wir da und wurden gefährlicher nach vorne. Ein ähnliches Gefühl hatte ich auch in der zweiten Hälfte. Aber auch da hatte Darmstadt immer wieder Möglichkeiten. Wir nehmen den Punkt mit und werden weiter hart arbeiten. "

Dimitrios Grammozis (Darmstadt): "Auch ich will dem Fan von Dynamo Dresden zunächst einmal alles Gute wünschen und hoffe, dass alles gut verläuft. Heute bin ich absolut zufrieden mit dem Ergebnis. Ich weiß, wie es ist nach so einer Klatsche wieder spielen zu müssen. Zumal gegen so eine spielstarke Mannschaft wie Dresden. Meine Jungs haben alles reingeworfen und haben versucht über Konter zum Erfolg zu kommen. Wir hatten uns im Vorfeld darauf eingestellt, dem Gegner den Ball zu überlassen. Das haben wir auch bis zum Sechzehner sehr gut gemacht. Mit etwas Glück geht dann auch mal so ein Konter für uns rein."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 24. August 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. August 2019, 22:56 Uhr

8 Kommentare

Bockwurst-Willi vor 11 Wochen

Ja, einen Punkt mit nach Dresden gebracht. Nach dem Spielverlauf hätten es sogar drei sein können. Aber besser wie nichts, am Ende wird abgerechnet. Man sieht jedenfalls das sich die Mannschaft entwickelt hat und irgendwann fällt der Groschen. Wenn man sich zusätzlich in der Liga umschaut, wie viele ehem. Erst-Liga-Klubs sich in der 2. Bundesliga rumtummeln, wird es auch nicht einfacher. Ich finde die 2.Bundesliga sogar viel interessanter als die 1.Bundesliga, wo man schon von Anfang weiß wer Meister wird.

alter MBlock vor 11 Wochen

Das man das Spiel hätte gewinnen können wenn nicht sogar müssen wäre nur gerecht gewesen.
Aber dafür das wir die ersten beiden verloren haben, kann ich gerade so damit leben.
Aber in Zukunft sollten sie wirklich ihre klaren Möglichkeiten nutzen.
Wir werden uns mit dem Ballbesitz Fussball anfreunden müssen den Fiel spielen lässt. Er wird davon nicht wegrücken. Das heißt also alles nutzen was sich vor dem Tor bietet.
Alles gute unserem verletzte namofan.

Was hattest der eigentlich dort oben zu suchen?
Ganz schlechte Sicherheitsabsperrung.

Omsewitzerin vor 11 Wochen

Sagen Sie HFC1966...was für ein
" Sportsfreund " sind Sie denn?
Sie sind mir hier im Forum schon aufgefallen, eher unangenehm...und unfair. Wer sich wirklich für Sport / Fussball interessiert, wünscht keiner Mannschaft den Abstieg. Im Gegenteil man wünscht anderen Klubs Erfolg und gutes Gelingen. Ich wünschte mir, dass auch andere Ostklubs aufsteigen, auch dem HFC wünsche ich das.
Dem verunglückten Fan wünsche ich gute Besserung und baldige Genesung. Zu Dynamo ...weiter so Jungs ..ihr seid auf dem richtigen Weg. Sport frei !!!?