Fußball | 2. Bundesliga Dynamo siegt dank Schmidt-Traumtor gegen Erzgebirge Aue

25. Spieltag

Befreiungsschlag für die SG Dynamo Dresden: Das Team von Markus Kauczinski hat sich auch von einem zwischenzeitlichen Rückstand gegen den FC Erzgebirge Aue nicht einschüchtern lassen und die Partie letztlich mit 2:1 (1:1) gewonnen. Die Gäste aus Aue machten vor allem in den ersten 40 Spielminuten ordentlich Dampf und führten verdient. Danach kam die SGD immer besser ins Rollen und hatte mit Patrick Schmidt den entscheidenden Mann auf dem Platz.

Dresdens Patrick Schmidt erzielt mit einem Fallrückzieher das 2:1
Bildrechte: imago images/Matthias Rietschel

Aue lange Zeit überlegen - Dynamo schlägt zurück

Im Rudolf-Harbig-Stadion erwischten die Erzgebirger den deutlich besseren Start und gingen durch ein Tor von Jan Hochscheidt in Führung (5.). Dabei kam der Jubel bei den mitgereisten FCE-Fans erst deutlich später zu Stande, da der Videobeweis den Treffer erst drei Minuten später bestätigte. Bis zur 40. Spielminute zeigten sich die Hausherren mit dem körperbetonten Spiel der Gäste überfordert und fanden offensiv keine Mittel gegen die kompakte Abwehr der Auer. Erst in den letzten fünf Minuten kam die SGD ins Rollen und glich nach einem starken Konter über Dzenis Burnic, Godsway Donyoh und letztendlich Patrick Schmidt zum 1:1 aus (44.). Aue-Keeper Männel und kurz darauf die Latte retteten den "Veilchen" kurz vor dem Halbzeitpfiff sogar noch vor dem Rückstand durch Sturm-Kante Simon Makienok (45./45.+2).

Jan Hochscheidt (7, Aue) jubelt mit den Teamkollegen.
Lange hat es gedauert. Doch nach gut drei Minuten durften die Auer doch noch durch den Videobeweis jubeln. Jan Hochscheidt erzielte das zwischenzeitlich 1:0 (5.). Bildrechte: Picture Point

SGD mit ordentlich Schwung

Patrick Schmidt von Dresden, jubelt ueber das Tor
Jubeltraube nach dem 2:1-Siegtreffer durch Patrick Schmidt (60.). Bildrechte: imago images/Jan Huebner

Das Kauczinski-Team nahm den Schwung aus der ersten Hälfte mit und hatte mit Donyoh und Makienok zwei Unruheherde auf dem Feld. Die Abwehr der Gäste aus dem Erzgebirge bröckelte zusehends und Torschütze Schmidt nutzte das erneut eiskalt aus - und wie! Der 26-Jährige nahm im Strafraum eine Flanke von Brian Hamalainen an und vollendete mit einem spektakulären Fallrückzieher zur 2:1-Führung (60.).

Aue versuchte sich danach noch einmal in die Partie zu kämpfen. Jedoch ohne Erfolg. Bitter ebenso, dass kurz vor Schluss auch noch Calogero Rizzuto nach einem Gerangel mit Gelb-Rot vom Platz musste (90.+2). Gebrauchter Tag für die "Veilchen", für Dynamo jedoch ein wahrer Mutmacher im Abstiegskampf der 2. Bundesliga.

Das sagten die Trainer

Dirk Schuster (Aue): "Wir haben heute ein sehr intensives und kampfbetontes Spiel gesehen. Wir wussten, dass Dynamo ein starkes Kombinationsspiel anbieten kann. Das wollten wir mit starkem Pressing verhindern. Das ist uns auch in den ersten 30 Minuten gut gelungen. Danach kam die SGD aber mächtig auf und wir agierten mit zu vielen leichten Aufbaufehlern. Nach dem Rückstand haben wir noch einmal alles versucht. Beide Fanlager haben heute alles rausgehauen - es war eine tolle Stimmung. Gratulation an Markus und sein Team."

Markus Kauczinski (Dresden): "Ich glaube, dass wir heute unterm Strich verdient gewonnen haben. Aue mit dem besseren Start, aber wir haben heute erneut starke Comebackqualitäten gezeigt und unser Herz auf dem Platz gelassen. Martin Männel hat heute überragend gehalten. den Deckel hätten wir sehr gerne viel früher auf die Partie gemacht. Patrick Schmidt heute mit einem überragenden Tag bzw. Treffer. Am Ende ein verdienter Sieg und ich freue mich wahnsinnig für den Verein und das Umfeld. Der Fokus wandert jetzt aber auf Hannover, wir haben hier noch etwas vor."

Bildershow SG Dynamo Dresden - FC Erzgebirge Aue

Dirk Schuster und Markus Kauczinski
Feiertag für alle Fußball-Liebhaber und freundliche Begrüßung der Derby-Trainer Dirk Schuster (Aue/links) und Markus Kauczinski (Dresden/rechts). Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold
Dirk Schuster und Markus Kauczinski
Feiertag für alle Fußball-Liebhaber und freundliche Begrüßung der Derby-Trainer Dirk Schuster (Aue/links) und Markus Kauczinski (Dresden/rechts). Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold
Markus Kauczinski
Dynamo-Trainer Markus Kauczinski gefiel die Spielausrichtung seines Teams gar. Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold
Torwart Martin Männel Mitte fängt den Ball SG Dynamo Dresden - FC Erzgebirge Aue
Aue-Keeper Martin Männel hatte nun alle Hände voll zu tun und zeigte gegen Simon Makienok und Godsway Donyoh einige Paraden. Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold
 Die Dresdner Mannschaft lässt sich nach Abpfiff von den Fans feiern
Für Dynamo Dresden ein wichtiger Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Die SGD-Kicker ließen sich vor beeindruckender Kulisse (30.753 Zuschauer) für den Derbysieg abfeiern. Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold
Tor für Erzgebirge Aue. Jan Hochscheidt trifft zum 0:1. Schiedsrichter Manuel Gräfe entscheidet per Videobeweis auf Tor.
Und die Partie begann gleich fulminant. Der erst von Schiedsrichter Manuel Gräfe aberkannte Treffer von Jan Hochscheidt wurde nach Videobeweis letztlich doch gegeben (5.). Bildrechte: Picture Point
Jan Hochscheidt (7, Aue) jubelt mit den Teamkollegen.
Die Freude bei Jan Hochscheidt und seinen Teamkollegen war natürlich enorm. Ein Start nach Maß. Bildrechte: Picture Point
Simon Makienok, Philipp Riese, Patrick Schmidt und Jacob Rasmussen
Mit Erfolg: Simon Makienok und seine Teamkollegen erhöhten merklich die offensive Schlagzahl. Bildrechte: imago images/Eibner
Patrick Schmidt, Godsway Donyoh und Simon Makienok
Kurz vor der Halbzeit dann der Ausgleich für die Hausherren. Nach einem feinen Konter stand Patrick Schmidt im FCE-Zentrum goldrichtig und netzte zum 1:1 ein (44./Mitte). Bildrechte: imago images/Matthias Rietschel
Dresdens Patrick Schmidt erzielt mit einem Fallrückzieher das 2:1
Im zweiten Abschnitt hielt Dynamo weiterhin das Tempo oben und ließ Aue gar nicht erst zu Luft kommen. Der "doppelte" Patrick Schmidt erzielte mit einem Traum-Fallrückzieher die 2:1-Führung für die Schwarz-Gelben. Bildrechte: imago images/Matthias Rietschel
Das Endergebnis auf der Anzeigetafel
Aue versuchte in den letzten Spielminuten noch einmal Alles. Jedoch ohne Erfolg. Dynamo schaukelte den Dreier über die Ziellinie. Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold
SG Dynamo Dresden - FC Erzgebirge Aue emspor,  v.l. Dirk Schuster Erzgebirge Aue, Trainer nachdenklich
Große Enttäuschung nach dem Schlusspfiff bei den Auer Akteuren. Bildrechte: imago images/Jan Huebner
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Dirk Schuster
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 08. März 2020 | 16:30 Uhr

86 Kommentare

Udo841 vor 12 Wochen

Dein Beispiel hat nur einen Haken. Damals gab es 4 direkte Absteiger.
Aue schafft das (trotz Schuster) locker.
Mich ahjben die nur gegen Wehen arg enttäuscht.

Rino vor 12 Wochen

Es ist nicht nur die Gelegenheit, es ist ein Muss. Die Leistung gegen den Schacht reicht gegen Gegner wie Hannover, HSV, Bielefeld, VfB usw. nicht aus und auch gegen diese Gegner müssen wir was mitnehmen, um die Klasse zu halten. Wir werden auch mal wieder ein schlechtes Spiel erleben, doch die Fieberkurve sollte nach oben zeigen. Auf unserer Bank sehe ich hingegen wenig Potential. Chris wird nicht jünger und hat seinen Zenit überschritten. Alex ist ein Fehleinkauf und auch Klinge und Ebi bringen nicht die erhoffte Leistung. Marco wird uns helfen, wenn er wieder fit ist. Bei Sascha sehe ich Potential. Atik steht sich selbst im Weg. Unsere Nachwuchskicker würde ich gerne auf dem Platz sehen … schlechter kann es sicher nicht werden und für ihre Entwicklung sind Einsätze extrem wichtig.

Dynamokralle vor 12 Wochen

Hi lieber Reisender, bitte tu mir den Gefallen und gib Dich nicht mit 1 Punkt zufrieden. Das reicht nämlich leider nicht. Wir müssen einen Sieg heraufbeschwören, um wieder im Plan zu liegen, sollten den Rückstand aus Etappe 1, bei dem Restprogramm!, nicht weiter mit uns rumschleppen. 8 Spiele mit 14 Punkten müssen das Ziel sein (ermittelt ganz ohne Rechenschieber und Tafelwerk, lieber Bockwurst-Willi😉).

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