Fußball | 2. Bundesliga Erzgebirge Aue: Trainer-Roulette unter Helge Leonhardt

Vereinspräsident Helge Leonhardt (li.) und Tomislav Stipic.
Vereinspräsident Helge Leonhardt (li.) präsentierte Tomislav Stipic als Götz-Nachfolger. Sportlich lief es nicht rund, Aue stieg ab und verlor den Trainer, der noch Vertrag bis 2017 hatte. Stipic bat Ende der Saison 2015 um die Auflösung. Bildrechte: imago/Picture Point
Vereinspräsident Helge Leonhardt (li.) und Tomislav Stipic.
Vereinspräsident Helge Leonhardt (li.) präsentierte Tomislav Stipic als Götz-Nachfolger. Sportlich lief es nicht rund, Aue stieg ab und verlor den Trainer, der noch Vertrag bis 2017 hatte. Stipic bat Ende der Saison 2015 um die Auflösung. Bildrechte: imago/Picture Point
Aue-Trainer Pavel Dotchev und Präsident Helge Leonhardt (r.),
Aue befand sich nach dem Abstieg und ohne Trainer nur kurz im Schockzustand. Mit Pavel Dotchev gelang den Veilchen um Boss Leonhardt ein Glücksgriff. Der Bulgare unterschrieb bis 2017, führte Aue zurück in die 2. Bundesliga. Nach dem 1:4 gegen Dynamo Dresden (2/2017) und in extremer Abstiegsnot trennte man sich "einvernehmlich". Bildrechte: imago/Picture Point
Helge Leonhardt und Domenico Tedesco
Diesmal zauberte Leonhardt Domenico Tedesco aus dem Ärmel. Das war mehr als mutig. Tedesco hatte keinerlei Profierfahrung, trainierte bisdato nur den Nachwuchs und führte den Verein überragend zum Klassenerhalt. Danach rief im Sommer Schalke 04, Tedesco folgte... Bildrechte: imago/Picture Point
Thomas Letsch
Als Blitzrauswurf geht Thomas Letsch in die Trainergeschichte der Veilchen ein. Letsch kam im Sommer 2017, wurde mit einem Dreijahresvertrag ausgestattet und nach drei Niederlagen zu Saisonbehinn wieder entlassen. 44 Tage nachdem er seinen Vertrag unterschrieben hatte... Bildrechte: IMAGO
Trainer Hannes Drews, Erzgebirge Aue
Nach kurzer Suche machte mit Hannes Drews wieder einer das Rennen, der wie Tedesco nur im Nachwuchs Erfahrung gesammelt hatte. Aue wollte Kontinuität auf der Trainerbank, stattete Drews mit einem Vertrag bis 2019 aus, doch der Coach ging nach erfolgreicher Rettung (Relegation) nur einem Jahr aus "persönlichen Gründen" freiwillig. Bildrechte: IMAGO
Daniel Meyer (Trainer Erzgebirge Aue ) Andre Meyer (Co-Trainer FC Erzgebirge Aue, rechts
Nach dem Abschied von Drews fand Aue mit Daniel Meyer den nächsten Youngster. Erneut setzte Leonhardt auf einen jungen Trainer, der von der U19 des 1. FC Köln kam, einen Zweijahresvertrag serviert bekam und Ja sagte. Das erste Jahr lief verheißungsvoll, im Zweiten sorgte die überraschende Trennung nach zwei Siegen und einer Niederlage für Verwunderung. Leonhardt sagte damals: Er wolle sich unter Verweis auf den Datenschutz nicht näher zu den Gründen äußern. Bildrechte: imago images / Zink
Trainer Dirk Schuster
Von den jungen "Laptop"-Trainern hatte Aue aber erst einmal genug. Mit Dirk Schuster wurde im August 2019 ein gestandener Coach präsentiert. Er blieb 641 Tage und damit solange wie seit Rico Schmitt (1401 Tage/2008 - 2012) kein Trainer mehr. Das Ende war mehr als kurios. Aue -- bereits gerettet - verlor 3:8 gegen Paderborn - danach verschwand Schuster (Vertrag bis 2022), meldete sich krank und kehrte nicht mehr auf die Trainerbank zurück. Bildrechte: imago images/Picture Point
Aleksey Shpilevski
Mit dem 33-jährigen Aleksey Shpilevski zauberte Leonhardt wieder einen "No Name"-Trainer heraus. Der gebürtige Weißrusse war einige Jahre im Nachwuchs bei RB Leipzig aktiv und führte zuletzt Kairat Almaty zum kasachischen Meistertitel. Die 2. Liga kennt er nur aus dem Fernsehen, aber das hat er mit vielen seiner Vorgänger gemeinsam. Einen Dreijahresvertrag haben dagegen nicht so viele bekommen. Nach sieben Punktspielen einem Pokal-Aus und keinem Sieg war das "Projekt" gescheitert. Bildrechte: FC Kairat
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