Fußball | 2. Bundesliga Erzgebirge Aue zurück auf dem Trainingsplatz - Test gegen HFC vereinbart

Nach nur zehn Tagen Pause ist Erzgebirge Aue wieder ins Training eingestiegen. Auf die abstiegsbedrohten "Veilchen" wartet jede Menge Arbeit. Teamchef Marc Hensel blickte optimistisch voraus – auch weil die Rückkehr einiger Leistungsträger erwartet wird. Zudem vereinbarte Aue ein weiteres Testspiel.

Teamchef Marc Hensel, während des Trainings
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Die Winterpause währte für die Profis des FC Erzgebirge Aue nur kurz. Nach zehn Tagen bat Teamchef Marc Hensel seine Schützlinge bereits wieder auf den Trainingsplatz - und das aus gutem Grund.

Nach einer Hinrunde zum Vergessen steht Aue mit 14 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Zwar hat es Hensel geschafft, die Mannschaft nach dem kurzen und unglücklichen Intermezzo von Aliaksei Shpileuski zu stabilisieren, vier Niederlagen in Serie zum Jahres-Abschluss, darunter die bittere Pleite im Sachsen-Derby, haben der Stimmung im Lößnitztal aber erneut einen herben Dämpfer verpasst.

Aue zum Jahres-Auftakt gegen St. Pauli

Auch für die erste Pflichtspiel-Partie im neuen Jahr stehen die Vorzeichen schlecht – am 15. Januar steht die Auswärtspartie beim Spitzenreiter FC St. Pauli an. Hensel gab sich trotz der negativen Vorzeichen kämpferisch. "Aufgeben gibt es nicht", sagte der 35-jährige verantwortliche Übungsleiter zum Trainingsstart am Dienstag (28. Dezember). "Wir können nur weiterkämpfen. Auch wenn es ein schwerer Weg wird."

Verstärkungen im Winter nicht ausgeschlossen

Dabei drückt der Schuh sowohl in der Offensive als auch in der Defensive. Während die Abwehr den Gegner im bisherigen Saisonverlauf immer wieder zum Toreschießen einlud (30 Gegentreffer), konnte man an vorderster Front zu selten Durchschlagskraft entwickeln. Die Sommer-Abgänge von Pascal Testroet und Florian Krüger könnten nicht annähernd kompensiert werden. Gut möglich, dass im Winter noch einmal nachgerüstet wird. Philipp Hosiner gilt offenbar als Kandidat für die Offensive.

Martin Maennel (Torwart, FC Erzgebirge Aue, v.l.) und Dirk Carlson (FC Erzgebirge Aue) sind frustriert.
Frustration im Erzgebirge: Martin Männel (li.) und Dirk Carlson hatten in der Hinserie nicht viel Grund zum Lachen. Bildrechte: IMAGO / Eibner

Leistungsträger kehren zurück

Die kurze Winterpause soll nun vor allem genutzt werden, um das Ballbesitzspiel zu verbessern. "Wir haben genug zu tun", unterstrich Hensel, der seinen Optimismus nicht verloren hat: "Wir sind konkurrenzfähig". Hoffnung macht zudem die im Laufe der Rückrunde erwartete Rückkehr einiger Stammspieler.

Zum Trainingsauftakt fehlten mit Florian Ballas, Gaetan Bussmann, Ognjen Gnjatic und Ramzi Ferjani vier Leistungsträger. Auch Sam Schreck und Omar Sijaric konnten krankheitsbedingt noch nicht mitwirken. Einen personellen Lichtblick gab es dann aber doch. Clemens Fandrich, der seine sieben Spiele andauernde Sperre abgesessen hat, ist zum Auftakt ins neue Jahr wieder spielberechtigt.

Testspiele gegen Dynamo und HFC

Am 8. Januar könnte er bereits wieder auf dem Platz stehen, wenn Aue im Testspiel gegen Dynamo Dresden (im Livestream auf sport-im-osten.de und in der "SpiO"-App) die Chance zur Revanche bekommt. Zudem haben die Erzgebirger einen Testkick am 5. Januar beim Halleschen FC vereinbart. Ende Januar testen die "Veilchen" noch gegen Bundesligist 1. FC Union Berlin. Die Konzentration soll über die nächsten Wochen weiter hochgehalten werden, um nach sechs Jahren Zweitliga-Zugehörigkeit nicht den Gang in die 3. Liga anzutreten.

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jsc/dpa

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Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Sportblock | 29. Dezember 2021 | 11:40 Uhr

6 Kommentare

ReneMD vor 48 Wochen

Den Glauben dürft ihr nicht verlieren, ich hoffe das ihr den Klassenerhalt schafft, ich würde nächstes Jahr gerne wieder in den Schacht fahren , aber am liebsten in der 2. Liga , BWG

Zwickauer1 vor 48 Wochen

Es wird halt immer mehr zur Kopfsache.
35 Punkte sollten diese Saison für einen Nichtabstiegsplatz reichen.
Das heißt mindestens 7 Siege müssen noch folgen.
Mit jeder Niederlage und Unentschieden schwinden die Chancen.
Es kommen jetzt zwei Spiele gegen Topfavoriten. Dann bald gegen Sandhausen.
Dieses Spiel wird wohl Richtungsweisend sein.
Aber ganz ohne Häme. Aue wird wohl den Gang in Liga 3 antreten.
Leonhardt und sein Gremium haben lange Zeit viel Richtig gemacht.
Was aber Leonhardt mit der Verpflichtung des Weißrussen getrieben hat wird sein Geheimnis bleiben.
Die Folgen muss jetzt Hensel und Dotchev ausbaden.

Gernot vor 48 Wochen

Ich glaube, der Verein sollte den Präsidenten jetzt endlich mal nach seinen wirklichen sportlichen Vorstellungen, Möglichkeiten und Zielen ernsthaft befragen.

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