Dzenis Burnic (5, Dresden), Kenny Prince Redondo (27, Fuerth), Jannis Nikolaou (4, Dresden) und Sebastian Ernst (15, Fuerth).
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Fußball | 2. Bundesliga Dynamo Dresden hofft auf Wende in Fürth

10. Spieltag

Die beiden letzten Auftritte von Dynamo Dresden vor der Länderspielpause endeten jeweils mit Niederlagen und sorgten für Unmut bei den Fans. Am Freitag (18:30 Uhr) wollen die Sachsen bei Greuther Fürth in die Erfolgsspur zurück. Doch auch die Franken stehen nach drei Pleiten unter Druck.

Dzenis Burnic (5, Dresden), Kenny Prince Redondo (27, Fuerth), Jannis Nikolaou (4, Dresden) und Sebastian Ernst (15, Fuerth).
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"Natürlich sind die Fans enttäuscht, wir Spieler aber auch", sagte Mittelfeldspieler Baris Atik am Mittwoch bei der Pressekonferenz im Rudolf-Harbig-Stadion. Dresdens Fans fielen beim vergangenen Auftritt ihres Teams vor der Länderspielpause (0:2 gegen Hannover 96) mit lauten Pfiffen und wütenden Rufen wie "Wir wollen euch kämpfen sehen!" auf. Atik forderte deswegen etwas mehr Verständnis. "Wir sind eine Junge Mannschaft und lernen noch", sagte der 24-Jährige.

Dresdens Baris Atik vor M. Albornoz Inola SG Dynamo Dresden
Dresdens Baris Atik: "Sind eine Junge Mannschaft und lernen noch" Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold

Dynamo-Trio fehlt - Hauptmann fraglich

Als Tabellen-14. sind die Sachsen nur einen Punkt vor den Abstiegsrängen entfernt, Gegner Fürth hat als Elfter aber nur zwei Zähler mehr. Gegen die Franken muss Trainer Cristian Fiel auf die verletzten Alexander Jeremejeff (Faserriss in der Wade und Anriss eines Außenbandes im Sprunggelenk) und Tim Boss (Faserriss und Innenbanddehnung im rechten Knie) sowie den rotgesperrten Niklas Kreuzer verzichten.

Zurück im Kader ist dagegen wieder Kapitän Marco Hartmann, der zuletzt über Schwindelgefühle geklagt hatte und nicht trainieren konnte. Ob es am Freitag bereits für einen Einsatz reicht, will Fiel noch in einem persönlichen Gespräch herausfinden.

Auch Fürth unter Druck - Bilanz spricht für SpVgg

Greuther Fürth hatte in den vergangenen Wochen ebenfalls nicht überzeugen können. Gegen Stuttgart, Holstein Kiel und den Hamburger SV gab es klare Niederlagen und keinen Torerfolg. Allerdings spricht die Bilanz gegen Dynamo für die SpVgg: In den vergangenen sechs Duellen konnte Dresden lediglich eine Partie für sich entscheiden (2:1 Heimspielsieg im November der Saison 2016/17). Dagegen gab es drei Siege für Greuther Fürth. Im letzten Aufeinandertreffen im April diesen Jahres trennten sich beide Teams im Sportpark Ronhof torlos.

Patrick Möschl Moeschl (22, SG Dynamo Dresden / SGD ) im Kopfballduell mit Daniel Keita-Ruel (10. SpVgg Greuther Fürth)
Kopfballduell zwischen Patrick Möschl Moeschl (22, SG Dynamo Dresden) und Daniel Keita-Ruel. Im April trennten sich beide Teams torlos. Bildrechte: imago images / Zink

Fiel hofft auf motiviertes Team

In der Vorbereitung auf die Partie hat das Dresdner Trainerteam mit der Mannschaft vor allem am defensiven Zweikampfverhalten und Umschaltspiel gearbeitet. Zudem standen Torabschlüsse und Flanken auf der Agenda. Chevoach Fiel hofft nun auf einen engagierten Einsatz seiner Schützlinge: "Nach den letzten beiden Spielen geht es für mich jetzt darum, dass die Jungs sich jetzt in der Länderspielpause wieder das Selbstvertrauen geholt haben. Ich will nicht mit 20 Mann dorhin fahren und 15 davon zweifeln, ob wir da gewinnen können."

red/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 19. Oktober 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. Oktober 2019, 15:22 Uhr

22 Kommentare

Dynamo vor 4 Wochen

Und ich dachte schon, wie hat Dynamo das gemacht, das Transferfenster ist doch geschlossen. Neuzugang Hauptmann ist fraglich, hmm, welcher Hauptmann, Ralf (im Dynamo-Nachwuchsleistungszentrum) oder Niklas (z.Z. beim 1.FC Köln), oder dessen jüngere Bruder Marvin (?, bei Oberlausitz Neugersdorf ?). Ach nein, Pechvogel und Kapitän Marco Hartmann ist gemeint. Passieren auch Profis von MDR kleine Fehler, beruhigend für uns alle. Wenn in Fürth dann noch drei Punkte auf's Dynamo Konto gutgeschrieben werden, ist alles gut. 18.10.2019, 15:31

Bockwurst-Willi vor 4 Wochen

"Wir sind eine junge Mannschaft und lernen noch" schreibt Baris Atik. Soweit, so gut. Aber soll das jetzt eine Ausrede für Fußballerisches Black-Out sein. Bei Dynamo kommen und gehen Spieler schneller wie manch einer seine U-Hosen wechselt.
Ist einmal eine halbwegs gute Mannschaft auf den Platz, verlassen Spieler den Verein, werden ausgemustert oder sind Dauerkrank. Dann ist auch klar das man Jahr für Jahr immer wieder bei Null anfängt und LERNEN muß.
Trotzdem hoffe und wünsche ich Dynamo gegen Führt einen Dreier.

harald Notzel vor 4 Wochen

Hallo Rainer,
da bin ich von Dir falsch verstanden worden.Die vier Nationalspieler sind erst am Mittwoch mehr oder wenig übermüdet in Dresden angekommen.Konnten so erst wieder am Donnerstag in das Abschlusstraining einsteigen um dann am Nachmittag nach Fürth zu fahren.Da wäre doch der Anstoss zum Zweitliga-Spiel am Sonntag günstiger gewesen,da viele andere Mannschaften gar keine Abstellungen hatten.Das meine ich mit Wettbewerbsverzerrung.Leider habe ich bei der Einschätzung der Erfolgskultur keine besonderen Einflüsse der jeweils abgestellten Nachwuchsnationalspieler vor und nach Länderspielreisen feststellen können.Andere Mannschaften beachten auch diesen Fakt bei Ihrer "Einkaufspolitik"(siehe Aue,Bielefeld,Pauli,Heidenheim)

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