Fußball | 2. Bundesliga Abstiegsknaller im Erzgebirge: Aue empfängt Ingolstadt zu "richtungsweisendem Spiel"

11. Spieltag

Erzgebirge Aue und der FC Ingolstadt stehen in der 2. Liga mit dem Rücken zur Wand. Beide stehen am Tabellenende und brauchen dringend einen Sieg. Beide Klubs haben neue Trainer und treffen sich Freitag unter Flutlicht.

Flutlicht an zum Kellerduell in der 2. Bundesliga: Wenn am Freitagabend (22.10.2021, 18.30 Uhr) der FC Erzgebirge Aue den FC Ingolstadt empfängt, dann treffen der Tabellenletzte und der –vorletzte der der 2. Liga aufeinander.

Hensel: "Es ist Lieferzeit"

Ben Zolinski (31, Aue), Nico Antonitsch (5, Ingolstadt)
Szene aus dem Pokalspiel im August: Damals siegte Ingolstadt gegen Aue. Bildrechte: Picture Point

Der Druck ist bei beiden Teams immens hoch: Aue hat in dieser Saison noch kein Spiel gewonnen, Ingolstadt hat von den zehn Saisonspielen sieben verloren und nur einen Sieg eingefahren. "Wir wissen, dass wir ein richtungsweisendes Spiel haben. Wir wissen, dass jetzt Lieferzeit ist, was die Punkte betrifft", sagte Aue-Teamchef Marc Hensel vor der Partie. Und Ingolstadts Angreifer Christian Gebauer sagt: "Es wird ein sehr schwieriges Spiel. Es ist ein sehr wichtiges Spiel."

Trainerwechsel bei Aue und Ingolstadt

Trainer Andre Schubert (Eintracht Braunschweig)
Neuer Coach beim FCI: André Schubert übernahm Ende September. Bildrechte: imago

Beide Teams haben sich in dieser Saison bereits einmal getroffen: Anfang August im DFB-Pokal gewann der FCI 2:1. Von der damaligen Partie Rückschlüsse zu ziehen wird aber schwierig: Denn sowohl bei Aue als auch bei den Ingolstädtern gab es zwischenzeitlich einen Trainerwechsel. Bei Aue ist Hensel der Nachfolger des am 19.09. entlassenen Aliaksei Shpileuski, beim FCI übernahm André Schubert am 27.09. für den zuvor entlassenen Roberto Pätzold.

Hensel: "Mein schwerstes Spiel"

"Wir müssen mutig bleiben, wir müssen die Bälle fordern. Wir müssen aber auch in jeder Sekunde des Spiels bei gegnerischen Angriffen die Zweikämpfe gewinnen", fordert Hensel, der vom schwersten Spiel in seiner bisher kurzen Amtszeit spricht, von seinem Team. Um sich mit dem ersten Saisonsieg zu belohnen, will er "den Druck in die richtigen Bahnen lenken, dass er beflügelt. Die Spieler wollen den Bock umstoßen."

Aue setzt auf Freitagabend-Statistik

Zuletzt hat Aue gegen Ingolstadt viermal in Serie nicht gewinnen können. Mut macht Hensel und seinem Team aber die Freitagabend-Statistik: Neun Freitagabend-Heimspiele in Folge haben die "Veilchen" zu Hause nicht verloren, von den letzten 18 Freitagabend-Heimspielen gingen nur zwei verloren.

Aue - Stadionansicht bei Flutlicht
Unter Flutlicht ist der FC Erzgebirge aine Macht. Bildrechte: imago images / Picture Point

Dirk Hofmeister

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 23. Oktober 2021 | 16:00 Uhr

29 Kommentare

Rychlik vor 6 Wochen

"Bei der momentanen Lage muss heute Abend ein Dreier her. Alles andere ist Augenwischerei! Gegen wen sollen sonst noch Punkte geholt werden, wenn nicht zu Hause gegen einen Abstiegskandidaten?"

Ich wünsche FC Ingolstadt 04 gleiches Spielergebnis wie am 08.10.21 mit 1.FC Nürnberg!

Aldi1 vor 6 Wochen

Kannst du dich nicht einfach ins Forum der Amateure begeben? Hier geht es um Profifußball. Schau du deiner himmelgrauen Herde vor 2000 Zuschauern zu und freu dich, wenn ihr gegen Meuselwitz gewinnt. Grüße aus dem Schacht. ⚒️

Barrackler vor 6 Wochen

Nun, mal abgesehen davon, dass HL nicht während all dieser 16 Jahre (offiziell) in Amt und Würden gewesen ist, vielleicht ein paar Gedanken zur generellen Struktur in Aue. Die kann immer mal paar Jahre funktionieren, ist aber ebenso alle paar Jahre zum Scheitern verurteilt. Der Grundstein für erfolgreiche Jahre war immer eine Expertise von außen (Schädlich, Heidrich, sogar Weber, Dotchev und Ziffert), die mit gewisser Erfahrung im Rücken erfolgversprechende Kader für angemessene Ziele baute. Die Gremien haben ihrer Aufgabe entsprechend die Mittel beschafft. Seit der Ära HL und MV ist man der Meinung, ausreichend sportliche Kompetenz in den eigenen Reihen zu haben...eine fatale Fehleinschätzung, wie nicht zuletzt die Verpflichtung des Meistertrainers eines von Oligarchen finanzierten Vereins für den Abstiegskampf in Liga 2 zeigt. Zu nennen ist da auch das gut gemeinte Projekt 2023, was einem jetzt das Genick bricht, weil darüber ein maß- und planvoller Kaderumbau verpasst wurde.