Fußball | 2. Bundesliga Aue-Trainer Shpileuski vor Paderborn: "Verspüre keinen Druck"

7. Spieltag

Es ist für den FC Erzgebirge Aue das zweite Fußball-Zweitliga-Heimspiel in Folge: Nach der Niederlage gegen Düsseldorf kommt nun Überraschungsteam Paderborn. Gibt es am Sonntag endlich den ersten Sieg unter Coach Shpileuski?

Aue-PK: Trainer Aliaksei Shpileuski 4 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Sechs Partien ohne Sieg: So schlecht startete der FC Erzgebirge noch nie in die 2. Fußball-Bundesliga. Vor dem Spiel am Sonntag (13:30 Uhr/Audiostream und Live-Ticker in der App) gegen den SC Paderborn verspürt Aues neuer Trainer Aliaksei Shpileuski aber dennoch keinen Druck.

"Ich empfinde keinen Druck. Ich brauche immer Zeit. Ich wusste auch, dass es eine Mammutaufgabe wird. Ich wollte unbedingt diese Herausforderung in Aue", so der 33-Jährige, der bei den Veilchen seine erste Aufgabe auf der größeren Fußballbühne angenommen hat. Zuvor war der frühere Jugend-Trainer von RB Leipzig Meister in Kasachstan mit FK Quairat Almaty.

Dass seine Mannschaften Zeit brauchen, das würde er auch sagen, wenn es mit mehr "Matchglück" (Shpileuski) mehr Punkte oder auch schon den einen oder anderen Sieg für Aue gegeben hätte. Die "sehr gute" Trainingsarbeit in dieser Woche habe das Team wieder weiter gebracht. Mit negativen Dingen wie dem nach dem 0:1-Rückstand weitgehend harmlosen Vorstellung zuletzt gegen Fortuna Düsseldorf will er sich nicht beschäftigen, es gelte über das Gute zu sprechen.

3:8-Heimdebakel im Mai

Entsprechend gab es auch keine Wiederaufbereitung des 3:8-Debakels in der vergangenen Saison gegen den SC Paderborn, als Aue nach einer 2:0-Führung in ein Desaster rannte - und anschließend die Zeit von Trainer Dirk Schuster zuende ging: "Es macht keinen Sinn, die Jungs mit Sachen aus der Vergangenheit zu konfrontieren."

Paderborn gehört zu den Überraschungsteam

Beim Gegner, bei dem der Ex-Jenaer Trainer Lukas Kwasniok auf den Ex-Magdeburger Steffen Baumgart (jetzt 1. FC Köln) folgte, sei das ein bisschen anders: "Man sieht nach wie vor viel Intensität, wie auch schon unter Steffen Baumgart. Dazu kommt taktische Variabilität unter Lukas Kwasniok." Paderborn gehört zu den Überraschungsteam der Liga und liegt auf Rang zwei. Unter anderem gelang bei Dynamo Dresden ein 3:0. Erst am vergangenen Sonntag gegen Bundesliga-Aufsteiger Schalke 04 kassierten die Ostwestfalen beim 0:1 ihre erste Niederlage.

Grünes Behördenlicht gab es für den am vergangenen Sonntag noch nicht spielberechtigten serbischen Offensivmann Nikola Trujic. Auch Innenverteidiger Florian Ballas ist nach einer Knieverletzung "wieder eine Option".

Vorbild Thomas Müller und Bayern

Thomas Müller im Zweikampf mit Julian Draxler
Thomas Müller (li.) im CL-Finale gegen Paris Bildrechte: IMAGO / Poolfoto UCL

Als Beispiel für "Team Spirit" nannte Shpileuski Nationalspieler Thomas Müller und Bayern München. Der hätte nach dem gewonnenen Champions-League-Finale 2020 gegen Paris St. Germain erzählt, dass sich "die Mannschaft förmlich gestritten hat, wer den Fehler des Mitspielers gut machen kann". Über diese Gier würde sich der Auer Trainer am Sonntag auch freuen.

Christian Kerber

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Vorschaubild Alexander Schmidt
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 19. September 2021 | 15:30 Uhr

22 Kommentare

Aldi1 vor 9 Wochen

Tabellenletzter sind wir erst durch diesen Trainer, welcher uns ein Spielsystem überstülpen will, für was wir gar keine Spieler besitzen. Nichts zu danken für den Hinweis...

Steffen1978 vor 9 Wochen

Klugscheißer Aldi & Co gönn ich Leidenszeit. Erinnere nur an Erfolgstrainer Dirk Schuster als sich dieser it seinem Trainerteam wegen ständiger Häme krank meldete.

Hoyamambayawacka vor 9 Wochen

Schicht im Schacht?

Wenn Aue Trainer als seit Wochen Tabellenletzter KEINEN DRUCK verspürt läuft es zwischen Vereinsführung und Trainerstab rund.
Wann erwachen Aue-Fans um nicht nur bei Bayern (7:0) torreiche und technisch brillante Spielzüge zu sehen? Sachsen selbst bietet ja mit RB aktuell eher das Gegenteil an.