Fußball | 2. Bundesliga Sachsen-Derby als Formtest für Dynamo vor K'lautern

34. Spieltag

Die Konstellation hätte einen packenden Saisonabschluss in der 2. Fußball-Bundesliga bilden können. Nun aber ist das Sachsen-Derby Dresden gegen Aue vor allem Dynamos Vorbereitung auf die Relegation.

Dynamo Dresden - Erzgebirge Aue im März 2020: Einlauf der beiden Teams
Kurz vor der ersten Corona-Pause trafen sich beide zuletzt in Dresden. Bildrechte: imago images/Picture Point

Dynamo Dresden will das Fußball-Zweitliga-Finale am Sonntag (15:30 Uhr/Audiostream und Live-Ticker in der SpiO-App) gegen Absteiger FC Erzgebirge Aue nutzen, um sich für die anschließenden Relegationsspiele um den Zweitliga-Verbleib gegen den 1. FC Kaiserslautern in Topform zu bringen. Dazu will Trainer Guerino Capretti auch den Spielern längere Einsatzzeiten geben, die jüngst erst nach langen Verletzungspausen wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen sind.

"Es kann in der Relegation entscheidend sein, dass wir personelle Alternativen haben", sagte Capretti. Die Spiele gegen Kaiserslautern am 20. und 24. Mai stehen aber erstmal im Hintergrund. "Wir fokussieren uns auf das Derby und freuen uns auf das, was da kommt. Die Jungs sind voller positiver Energie, die sie gegen Aue rauslassen sollen und werden. Obwohl es sportlich um nichts mehr geht, wird es trotzdem zur Sache gehen", sagte Capretti. Der erste Sieg in der Rückrunde, den letzten Dreier gab es ausgerechnet im Vorrundenspiel in Aue (1:0), wäre auf jeden Fall gut für die Köpfe.

Ransford Königsdörffer trifft gegen Torwart Martin Männel
Goldenes Tor: Ransford Königsdörffer (2. v. li.) traf in der Vorrunde für Dynamo in Aue. Bildrechte: Picture Point

Siegtorschütze Königsdörffer gesperrt

Verzichten muss der Trainer auf damaligen Torschützen Ransford-Yeboah Königsdörffer, der gesperrt ist. "Ich habe zwei Varianten im Kopf, wie wir ohne ihn spielen können", sagte Capretti. Vom Gegner erwartet er, dass dieser im letzten Zweitliga-Spiel "alles reinhauen" wird. "Sie werden nichts verschenken", sagte Capretti.

Aue hofft auf Abschied mit Anstand

Der FC Erzgebirge Aue will sich mit Anstand und einem Erfolgserlebnis aus der 2. Liga verabschieden. Die Begegnung bei Dynamo, das 544. Zweitliga-Spiel der Veilchen, ist zwar aus rein sportlicher Sicht für beide Teams wertlos, dennoch werden noch einmal Punkte vergeben. "Es geht in diesem Spiel um noch mehr als drei Punkte. Wir können in dem einen Spiel zwar nichts mehr gutmachen, was in diesem Jahr passiert ist, aber gerade im Hinblick auf das nächste Jahr kann man sich mit einem Erfolgserlebnis aus der Saison verabschieden, was auch Balsam auf die Fan-Seele wäre", sagte Abwehrspieler Sören Gonther am Freitag.

Pavel Dotchev 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Pavel Dotchev 2 min
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Alle in Aue weisen auf den Derby-Charakter der Partie hin. "Das wird eine hitzige Atmosphäre. Wir haben nichts zu verschenken und ich bin mir sicher, dass wir Dresden schlagen werden", sagte Dimtrij Nazarov. Ben Zolinski betonte, dass das Spiel für die Fans, für die gesamte Erzgebirgsregion wichtig ist. "Man muss da nicht großartig über Motivation reden", sagte der Angreifer. Die Reaktion, die man trotz des besiegelten Abstiegs in der Partie gegen Werder Bremen (0:3) gezeigt habe, wolle man in das Sachsen-Duell mitnehmen.

Aue ohne Sieben

Die immer länger werdende Liste von Ausfällen will Trainer und Sportdirektor Pavel Dotchev nicht als Ausrede gelten lassen. Es fallen Kapitän Männel, Carlson, Jonjic, Hochscheidt, Messeguem, Gnjatic und Sijaric. "Wir wollen da hinfahren und endlich einen Sieg holen", sagte Dotchev. Er appellierte an die Eigen-Motivation seiner Spieler. "Wir müssen Männer sein, wir müssen Profis sein und wir müssen am Sonntag, 15:30 Uhr, auf dem Platz eine Einheit sein", forderte Dotchev. 1.300 Aue-Fans haben sich bisher ein Ticket gesichert, es wird noch eine Tageskasse für die Gäste-Anhänger geöffnet.

dpa/cke

Videos und Audios zur 2. Fußball-Bundesliga

Relegation: Dynamo Dresden - 1. FC Kaiserslautern 0:2
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
6 min

Dynamo Dresden ist nach einem 0:2 gegen Drittligist 1. FC Kaiserslautern aus der 2. Fußball-Bundesliga abgestiegen. Das Relegationshinspiel war torlos ausgegangen. Jeremias Diel berichtet.

Mi 25.05.2022 01:23Uhr 05:55 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-spielbericht-dynamo-dresden-fc-kaiserslautern-relegation-100.html

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Video
Dynamo - FCK PK
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
1 min

Di 24.05.2022 23:58Uhr 01:02 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/dynamo-fck-capretti-100.html

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Video
Dynamo - FCK PK
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1 min

Di 24.05.2022 23:58Uhr 01:11 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/dynamo-fck-schuster-100.html

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 15. Mai 2022 | 16:00 Uhr

13 Kommentare

Vollstrecker vor 1 Wochen

"Ich habe zwei Varianten im Kopf, wie wir ohne ihn spielen können", sagte Capretti.
Erste Deutung: in Liga Drei oder Liga Zwei.
Zweite Deutung: 🤔 Er spricht über sich? Capretti hat kaum Einfluß auf die Spieler. Es ist also egal ob er am Rand steht.
Dritte Deutung: Er meint "Vertragsverlängerer" und "Güldenes Händchen" Ralf Becker. Über den reicht es den Mantel des Schweigens überzuwerfen.

Man hätte sich auf dieses Spiel freuen können, aber beide sind eine Schande für Sachsen! So weit ist es gekommen! Schlimm, einfach schlimm.

70er vor 1 Wochen

...nur wird dann die Kehrtwende nicht kommen - jedenfalls solange die jetzt im Verein das Sagen habenden Leute weiter ihre Klüngelspielchen miteinander treiben dürfen. Dynamo war von Beginn an darauf ausgerichtet, den Ligaerhalt zu schaffen. Sollte er über die Relegation erreicht werden, hat man - aus deren Sicht - also nichts falsch gemacht. Oder?

harald Notzel vor 1 Wochen

Ich habe es immer SO gesagt.Lieber User vielleicht hast Du meine Fachkommentare während der Saison gar nicht oder nur oberflächlich wahrgenommen.Andere User wie Herr Muzzi oder Udo 841 haben meine Analysen als richtig eingeschätzt.Wären nur einige von Beginn der Saison nur ab und zu von Herrn Walter oder Becker begangene Anfängerfehler noch rechtzeitig korrigiert wurden so hätten wir nicht die furchtbare Relegation vor der Brust.Ich kann auch bis heute den Schuldanteil des AR an dieser für Dresden fürchterlichen Aussendarstellug nicht eindeutig ausmachen.Aber vielleicht gilt auch hier das Motto außerSpesen nichts gewesen.Ich wiederhole heute nicht die Fahrlässigkeiten dieses Sportvorstand und Aufsichtsrat während der gesamten Saison.Vielleicht kann Herr "Ich sage mal so" mich aufklären was den Unterschied zwischen Fachkritik und jammern ausmacht.Sollten wir die Relegation positiv überstehen so hat der Verein mehr Glück als Verstand gehabt.Dann erwarte ich eine Kehrtwende um 180 Grad.

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