Fußball | 2. Bundesliga Dynamo: Zustimmung für Löwe-Ärger - letzte Ausfahrt Sandhausen?

33. Spieltag

Am Sonntag könnte es für Dynamo Dresden vorerst vorbei sein mit der 2. Liga. Vor dem Auftritt beim SV Sandhausen ging es aber vor allem um den riesigen Ärger von Chris Löwe nach dem Spiel bei Holstein Kiel.

Markus Kauczinski (Dynamo Dresden) 1 min
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Vor dem wohl vorerst letzten Zweitliga-Auswärtsauftritt am Sonntag (15:30 Uhr/live in der SpiO-App) beim SV Sandhausen geht es bei Schlusslicht Dynamo Dresden vor allem um die Aussagen von Chris Löwe.

Kauczinski: Er hat aus unseren Herzen gesprochen

Angesichts von acht Partien in 22 Tagen war dem Routinier nach dem 0:2 am Donnerstag (18.06.2020) bei Holstein Kiel und dem sehr wahrscheinlichen Abstieg der Kragen geplatzt: "Wir sind die einzigen Idioten, die alle drei Tage spielen müssen! Glauben Sie, dass einer in der DFL sich nur eine Sekunde Gedanken macht, was bei uns in den Köpfen vorgeht? Das ist denen alles scheißegal. Die Leute sitzen in ihren 5.000 Euro teuren Bürostühlen und entscheiden etwas über unsere Köpfe hinweg!" Auf der Presskonferenz vor Sandhausen verteidigte Trainer Markus Kauczinski die Kritik: "Er hat das gesagt, was wir alle in unserem Herzen und Köpfen haben. Mit Sicherheit hätte ich es anders formuliert und wahrscheinlich zwei Sätze weggelassen. Aber in der Botschaft denken wir das Gleiche", sagte der Coach auf der Video-Pressekonferenz.

Kauczinksi würde sogar klagen

Aufgrund mehrfacher positiver Corona-Tests und nur einer Woche Training hinkte Dynamo dem normalen Spielplan lange hinterher. Deshalb gibt es in dieser Woche gleich drei Auswärtspartien. "Auch ich habe daran zu knabbern. Der Spielplan ist für uns schwerer als für andere. Ich bin vielleicht altmodisch, aber Wettkampf und Chancengleichheit sind für mich das A und O, weil ich mich mit dem, was ich trainiere, auch vergleichen will", so Kauczinski weiter. Er sieht "keinen fairen Wettkampf" mehr gegeben und veranschaulichte: "Wenn der eine Tank halbleer ist und der andere Tank voll, dann braucht man kein Rennen zu fahren." Deshalb würde der 50-Jährige sogar rechtliche Schritte einleiten: "Ich würde es tun. Einfach um zu zeigen, dass man sich wehrt, dass man nicht alles über sich ergehen lässt. Um zu zeigen, dass das, was hier passiert ist, nicht richtig war."

am Boden zerstört ist nach dem Schlusspfiff der Dresdner Spieler Niklas Kreuzer hier umarmt von Trainer Kauczinski
Derzeit ist Kauczinki (re.) vor allem mit mentaler Aufbauarbeit, wie hier bei Niklas Kreuzer, beschäftigt. Bildrechte: imago images / Claus Bergmann

Fünf Zähler Rückstand auf Karlsruhe

In Sandhausen braucht das Liga-Schlusslicht dringend einen Sieg, denn mit 28 Punkten und bei noch zwei ausstehenden Spielen hat Dynamo fünf Zähler Rückstand auf und das deutlich schlechtere Torverhältnis gegenüber dem Karlsruher SC auf dem Relegationsrang. Karlsruhe tritt gegen die bereits als Bundesliga-Aufsteiger fest stehenden Arminen aus Bielefeld an. Ein Punkt würde dem ehemaligen Verein von Kauczinski praktisch reichen, um vor Dynamo zu landen. Das Torverhältnis beträgt bei Dresden "-27", bei Karlsruhe nur "-12".

Tabelle nach dem 32. Spieltag
  Tore Differenz Punkte
16. Karlsruher SC 40:52 - 12 33
17. SV Wehen Wiesbaden 39:59 - 20 31
18. Dynamo Dresden 29:56 - 27 28
Restprogramm der Abstiegskandidaten
Dynamo: Sandhausen (A) Osnabrück (H)
Karlsruhe: Bielefeld (H) Fürth (A)
Wiesbaden: Darmstadt (A) St. Pauli (H)

cke/dpa

Videos und Audios zur 2. Fußball-Bundesliga

Steve Breitkreuz
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Über eineinhalb Jahre Leidenszeit mit einer Knieverletzung liegen hinter Steve Breitkreuz. Auswärts beim Hamburger SV gab Erzgebirge Aues Verteidiger nun endlich sein Comeback. Wie hat er die 90 Minuten erlebt?

Do 22.10.2020 15:06Uhr 02:36 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-erzgebirge-aue-steve-breitkreuz-unbeschreiblich-und-absolut-platt-100.html

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 21. Juni 2020 | 15:35 Uhr

32 Kommentare

Hubert vor 18 Wochen

Wollen wir auch noch positiv sehen, dass der Virus keinen gesundheitlichen Schaden bei denTeam's angerichtet hat. Das wäre das größere Übel. Die letzten beiden Spieltage nehmen, wie sie kommen und die Freude am Fußball aufrechterhalten, auch wenn die Emotionen von den Rängen fehlen und die anderen Ereignisse dies trüben.
Dynamische Grüße

Reisender vor 18 Wochen

Wenn alles klappt, spielt nächste Saison gar keiner mehr,Zuschauereinnahmen fallen weg und die Sponsoren müssen sehen, wie sie selber über die Runden kommen. Der geneigte TV-Bezahler kann sich die paar Knöppe für Pay-TV nicht mehr leisten und dann werden wir mal sehen, wer hier noch übrig bleibt.
Dass hier einige keine Sachdiskussion führen können, geschenkt. Nur manchmal frag ich mich, warum ich damals für Aue alle Daumen gedrückt habe. Aber wahrscheinlich hat man mir doch noch etwas Anstand beigebracht.
Werde mich heute für paar Tage an die Ostsee verziehen. Da bleibt das Telefon aus .
Dynamische Grüße an die Foristen mit Hirn,
dem Rest wünsche ich alles doppelt und dreifach zurück, was man der SGD wünscht.

Hubert vor 18 Wochen

Langsam wird wird jetzt alles zum Politikum.
Dass Dynamo eine ungenügende erste Halbserie abgeliefert hat, ist bekannt. Dann kam der Trainerwechsel und die Diskussionen
um Ralf Minge. Mit dem Sieg gegen Aue wurden
dann bessere Leistungen gezeigt, die Kurve ging nach oben. Dann hat das Gesundheitsamt
,aber NICHT der Verein, die Quarantäne für
die Mannschaft angeordnet. Diese Zwangspause hat sich dann negativ auf das Leistungsvermögen der Mannschaft ausgewirkt, Dynamo hatte somit die ungünstigsten Vorraussetzungen in der 2.Liga
für den weiteren Spielbetrieb. Ob bei Dynamo
die Quarantäneregeln nicht eingehalten worden sind, kann niemand behaupten.
Auf alle Fälle hat sich der Traingsrückstand
nachteilig ausgewirkt.
Warten wir es ab, wie sich alles weiter entwickelt.
Wenn Foristen sich über einen Abstieg von DD freuen,frage ich mich, was sie damit bezwecken. Sportlich fair sieht anders aus.
Herzl. Grüße an alle Dynamo's u.an alle anderen Sportsfreunden die der SGD positiv gegenüberstehen