Ernst-Abbe-Sportfeld in Jena.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Fußball | 3. Liga Jenaer Stadtrat entscheidet über neues Stadion

Das altehrwürdige Jenaer Ernst-Abbe-Sportfeld ist in die Jahre gekommen. Ein Neubau ist bereits beschlossen. Doch wer wird die Arena bauen? Am Mittwoch will der Stadtrat entscheiden, welcher Investor den Zuschlag erhält. Wie die Ostthüringer Zeitung (OTZ) am Dienstag berichtete, will der Stadtrat am Mittwoch entscheiden, welcher Investor den Zuschlag erhält.

Ernst-Abbe-Sportfeld in Jena.
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Demnach hat ein Konsortium um FCC-Investor Roland Duchatelet, zu dem ein regionaler Bauunternehmer und ein Jenaer Unternehmer, der sich bereits im Basketball engagiert, bereits Interesse bekundet. Informationen über einen angeblichen zweiten Investor sind allerdings nicht bekannt. „Zu Details des Ausschreibungsverfahrens äußern wir uns nicht“, wurde Martin Berger von der Stadtverwaltung in der OTZ zitiert.

Arena könnte 2023 fertig sein

Wer den Zuschlag erhält, soll künftig die Arena betreiben, dabei wird die Stadt als Minderheitsgesellschafter fungieren. Wenn der Stadtrat am Mittwoch grünes Licht erteilt,  muss die Europäische Union den Beschluss noch bestätigen. Frühestens im Februar könnte Oberbürgermeister Thomas Nietzsche die Verträge unterzeichnen und den Zuschlag erteilen. Die Abrissarbeiten könnten dann im kommenden Sommer beginnen – die Fertigstellung 2023 realisiert werden.

Zuschauerkapazität wird auf 15.000 erhöht

Da es ein nicht-öffentliches Entscheidungsverfahren im Stadtrat geben wird, sind noch keine konkreten Baupläne bekannt. Fakt ist jedoch, dass die künftige Arena den Anforderungen der 2. Bundesliga entsprechen soll. Somit muss die Zuschauerkapazität von bisher 10.000 Plätzen (Bedingungen der 3. Liga) auf 15.000 erhöht werden. Zudem ist das gesamte Stadion überdacht. Die Tartanbahn, die bisher für die Leichtathletik genutzt wurde, soll entfernt werden, um die neuen Tribünen näher an das Spielfeld zu rücken. Die Haupttribüne mit ihren bisherigen 4.020 Sitzplätzen soll allerdings erhalten und modernisiert werden. Ebenfalls bestehen bleibt die LED-Flutlichtanlage, die erst im Februar 2018 installiert wurde.

Gesamtkosten von 52 Millionen Euro

Für das gesamte Bauvorhaben ist laut OTZ ein Gesamtbudget von 52 Millionen Euro vorgesehen. Dabei beteiligen sich der Bund und die Stadt mit 15 Millionen Euro. Ein Betreiberzuschuss der Stadt Jena ist auf die Dauer von 25 Jahren mit einem jährlichen Zuschuss in Höhe von 1,75 Millionen Euro (bisher 900.000 Euro) geplant. Die Spielbetriebsgesellschaft des FCC, die derzeit 212.000 Euro pro Saison zahlt, soll beim Verbleib in der 3. Liga künftig 500.000 Euro beisteuern.      

red/OTZ

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 04. Dezember 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 04. Dezember 2019, 12:01 Uhr

7 Kommentare

siri vor 6 Tagen

Hier geben doch wieder nur Menschen die nicht zum Fußball gehen.Haben sie sich mal informiert wie es zu diesen 52 Millionen kommt?Ne Haben Sie nicht !Leichtathletikhalle+ Infrastruktur +Parkplätze incl.....Jena braucht dieses Stadion egal welche Liga. ..Zustand nicht mehr tragbar...und Fußball ist und bleibt ein ZuschauerMagnet .Viele Menschen vor allem auch sozial schwache finden dort ihre Familie. ...

Heinz K. vor 6 Tagen

Visionen waren schon immer die Grundlage jeglicher Entwicklung, zu allen Zeiten. Visionäre , zu ihrer Zeit oft belächelt, werden noch heute verehrt. Visionen haben aber nichts mit Spinnerei zu tun und sollten auch nicht zur Begründung von Geldgier oder Selbstsucht dienen.
Nichts gegen die Stadt Jena und auch absolut nichts gegen den FC Carl Zeiss: Aber , einmal ganz ehrlich, was will man mit einer 15000 Zuschauer- Arena und das zu diesem Preis. Selbst, wenn der Verein irgendwann mal in die 2. Liga aufsteigen würde, wären nur ganz selten alle Plätze in der neuen Arena besetzt.
Die Verantwortlichen täten gut daran, ein Konzept zu entwickeln,.welches den wahren Anspruch von Stadt und Verein gerecht wird. Manchmal ist weniger auch mal mehr und auch für alle Beteiligten finanziell auf Dauer und ohne unkalkulierbare Risiken stemmbar. Der Investor baut und greift die Kohle ab. Stadt und Nutzer der Arena müssen anschließend die Zeche zahlen , wenn Visionen sich in Luftblasen verwandeln.

Peter Riesler vor 6 Tagen

Gerald, ich kann mich Ihnen anschließen. Voraussetzung sollte wohl der Verbleib in Liga 3 sein.

In Liga 4 können die paar Gästefans durch über Schlammwege zum Eingang geleitet werden. Wenn nicht, kann Jena doch nach Gera ausweichen. Oder noch besser nach Erfurt, um die Fanfreundschaft zu stärken. Wobei, falls Erfurt bald in der Oberliga spielt ... einfach Stadion tauschen.