Jenas Trainer Lukas Kwasniok spricht zur Mannschaft
Bildrechte: imago images / Christoph Worsch

Fußball | 3. Liga Alarmstufe Rot bei Carl Zeiss Jena

Historischer Fehlstart

Nach der fünften Niederlage in Serie schlagen Jenas Verantwortliche Alarm. Kwasniok strich den trainingsfreien Tag und redete Klartext. Geschäftsführer Förster erwartet nach der "sehr schlechten Leistung" eine Reaktion.

Jenas Trainer Lukas Kwasniok spricht zur Mannschaft
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Historischer Fehlstart in Liga drei

Mit einer Bilanz von fünf Niederlagen aus fünf Spielen hat Carl Zeiss Jena einen historischen Fehlstart hingelegt. Schlechter begann noch kein Team seit Einführung der dritten Liga. Was den Verantwortlichen und Fans Sorge bereiten dürfte, sind jedoch nicht nur die Ergebnisse, sondern vor allem die trostlosen Auftritte der Thüringer. Das 1:2 gegen Mannheim am Sonntag hätte auch höher ausfallen können.

Kwasniok: "Das hat heute alles getoppt"

Trainer Lukas Kwasniok, der sein Team bisher immer in Schutz nahm, redete anschließend Klartext. Laut liga3-online.de sagte er auf der Pressekonferenz: "Ich hatte eigentlich nicht gedacht, dass ich mich, wie nach der Niederlage gegen Braunschweig nochmal entschuldigen muss. Aber das hat heute alles getoppt. Es fällt mir schwer, Worte zu finden. Vor allem, weil ich mich nach der Halbzeitansprache sehr allein gelassen gefühlt habe. Ich trage die Verantwortung. Aber alleine werde ich das nicht schaffen."

Kwasniok auf der Pressekonferenz

"Jungs schaden dem Verein und ihrer Laufbahn"

Und Kwasniok wurde noch deutlicher: "Wenn die Jungs nicht aufwachen, dann schaden sie dem Verein und auch ihrer Laufbahn. Das war heute das Spiel einer Männermannschaft gegen eine Schülermannschaft in reinster Form", sagte er laut liga3-online.de weiter. Als Konsequenz soll es die Streichung des trainingsfreien Tages gegeben haben.

Geschäftsführer Förster: "Erwarte Reaktion"

Unmittelbar nach dem Schlusspfiff stand lediglich Geschäftsführer Chris Förster bei Magenta Sport Rede und Antwort. Er sprach von einer "sehr schlechten Leistung" und gab zu, dass die Stimmung beschissen sei. Zugleich nahm er die Mannschaft in die Pflicht: "Es fehlt der Leader auf dem Platz. Wir brauchen ein Erfolgserlebnis".

Nächste Aufgaben Meppen und Magdeburg

Nächste Woche geht es am Sonnabend zum SV Meppen. Die Norddeutschen sind mit einem Sieg auf Rang 15 und hoffen selbst auf einen Befreiungsschlag. Die Woche darauf gastiert der 1. FC Magdeburg im Abbe-Sportfeld. Anschließend stehen Aufgaben bei 1860 München sowie dem Chemitzer FC an.

Letzte Saison als Mutmacher?

Wie soll es also weitergehen? Und woher könnte der Glaube daran kommen? Es könnte sich ein Blick auf die letzte Saison lohnen. Dort rief der unter Beschuss stehende Coach Kwasniok seine Mannen zum Endspurt auf und forderte den Sieg in einer imaginären Tabelle, welche die letzten sieben Spiele beinhaltet. Der Plan ging auf - Mit sechs Siegen aus sieben Spielen holte sich Jena in dieser Tabelle Rang eins und sicherte sich doch noch den Klassenerhalt.

Lukas Kwasniok
Ein Bild aus glücklichen Tagen: Kwasniok präsentiert stolz seine "Kwasniok-Tabelle". In den letzten sieben Spielen feierte der FCC im Endspurt noch den Klassenerhalt. Bildrechte: imago images / Matthias Koch

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 18. August 2019 | 16:25 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. August 2019, 21:33 Uhr

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Gian-Luca Korte (SVW 17) mit der Chance auf den erneuten Fuerungstreffer. 1 min
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1:2 hieß es nach 90 Minuten. Die Gäste aus Mannheim vergaben dabei noch einige Hochkaräter. Sehen sie hier die drei Tore. Es lohnt sich!

So 18.08.2019 18:05Uhr 01:00 min

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