Fußball | 3. Liga André Meyer wird neuer Trainer beim Halleschen FC

Kurz vor dem Jahreswechsel hat der Hallesche FC einen neuen Trainer gefunden. André Meyer wird den zuletzt ins Straucheln geratenen Drittligisten ab Januar übernehmen. Der 37-Jährige war zuletzt in der Regionalliga beim Berliner AK tätig.

André Meyer soll die anhaltende sportliche Talfahrt beim Halleschen FC stoppen. Wie der Drittligist am Montag (27. Dezember) mitteilte, tritt der 37 Jahre alte gebürtige Hallenser die Nachfolge von Florian Schnorrenberg an, der vergangene Woche von seinen Aufgaben entbunden wurde. Meyer erhält einen Vertrag bis Juni 2023 und wird zum Trainingsauftakt am 2. Januar die Mannschaft übernehmen.

Meyers "Gesamtpaket" überzeugt HFC-Verantwortliche

"Wir freuen uns, André Meyer beim Halleschen FC begrüßen zu können. Er hat in den Gesprächen mit den Gremien einen sehr engagierten, kommunikativen und ambitionierten Eindruck gemacht und sich mit seinem Gesamtpaket gegen andere Kandidaten durchgesetzt. Von uns erhält André Meyer die volle Rückendeckung zum Erreichen unserer sportlichen Ziele", erklärte HFC-Präsident Jens Rauschenbach in einer Pressemitteilung.

Vertrag beim BAK aufgelöst

Meyer war zuletzt beim Berliner AK in der Regionalliga Nordost tätig und mischte mit den Hauptstädtern um den Aufstieg in die 3. Liga mit. In 41 Pflichtspielen gelangen ihm 27 Siege mit den Berlinern. Sein Vertrag lief beim BAK noch bis Ende Juni 2022 und wurde nun vorzeitig aufgelöst. Über die Höhe einer möglichen Ablösesumme machte der HFC keine Angaben.

Andre Meyer
Mit dem Berliner AK stand Meyer zum Abschluss des Jahres auf Rang drei. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Minge: "Eine neue Zeitrechnung beginnen"

"Wir haben einen Trainer verpflichtet, der alle Voraussetzungen für erfolgreiche Arbeit mitbringt und sich Schritt für Schritt weiterentwickelt hat. Die Zusage beim HFC ist für ihn die logische Konsequenz, im Profifußball Fuß zu fassen und gemeinsam mit unserer Mannschaft eine neue Zeitrechnung zu beginnen", sagte HFC-Sportdirektor Ralf Minge und bedankte sich beim BAK für die Freistellung Meyers.

Erste Trainerstation für Meyer im Profi-Bereich

Vor seiner Zeit in Berlin war Meyer Co-Trainer unter seinem Bruder Daniel bei Zweitligist Erzgebirge Aue. Davor trainierte er unter anderem den FSV Union Fürstenwalde sowie die Nachwuchsmannschaften von Union Berlin, Hertha BSC, dem 1. FC Köln und dem FC Augsburg. Der HFC ist seine erste Trainerstation im Profi-Bereich. "Für mich ist es eine emotionale Geschichte, als Trainer in meine Heimatstadt zurückzukehren. Jetzt gilt es die kurze Vorbereitungszeit zu nutzen, um Potenziale auf und neben dem Platz auszuschöpfen", erklärte Meyer in einem ersten Statement.

Für mich ist es eine emotionale Geschichte, als Trainer in meine Heimatstadt zurückzukehren

André Meyer Trainer Hallescher FC

HFC startet am 15. Januar ins neue Punktspiel-Jahr

Meyers Vorgänger Schnorrenberg hatte den HFC in den vergangenen beiden Jahren zum Klassenerhalt geführt. Nach der jüngsten Niederlagenserie mit fünf Pleiten aus sechs Partien zogen die Verantwortlichen an der Saale aber die Reißleine. Aktuell ist der HFC mit 22 Punkten nur drei Zähler vom ersten Abstiegsplatz entfernt.

Nun soll Meyer das Ruder rumreißen. Bis zum 15. Januar hat er Zeit, das Team auf den Start ins neue Jahr vorzubereiten. Dann gastiert der HFC bei Türkgücü München. Eine Woche vorher steht ein Testspiel beim 1. FC Nürnberg auf dem Programm.

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red

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Joe Enochs
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR AKTUELL | 27. Dezember 2021 | 17:45 Uhr

37 Kommentare

Dirk Brockhaus vor 2 Wochen

... wenn er ihn denn abgeschleppt hat. Man müsste glauben ein Minge hätte gute Kontakte im Markt und wäre fähig gute und namenhafte Trainer zu locken. Deswegen fragte ich ja was er überhaupt macht. Vielleicht ist der Rauschebart der Hoeness im Hintergrund wo keiner eine Furz ohne vorherige Genehmigung lässt.
Wie auch immer, ich finde auch das es das Beste ist dem (M)eyermann jetzt alle Unterstützung zukommen zu lassen. Es gibt nichts Schlimmeres als von Beginn an nicht geschätztwert zu werden. Wenn es schief geht können wir die gesamte Regionalligasaison lamentieren.
Los geht's (M)eyermann ... Klingelingeling hier kommt der (M)eyermann der alles kann.

Lifad vor 2 Wochen

Es wäre schon ein Fortschritt, wenn in der IV auch nur Verteidiger spielen würden, ebenso auf der 6er Position die dafür vorgesehenen Akteure.
Damit hätte sich dieser Trainerwechsel schon ausgezahlt.

AufmerksamerBeobachter vor 2 Wochen

Ich teile ihre Skepsis bzgl. 3. Liga. Warum war RL-Erfahrung so wichtig? Man will ja wohl nicht in die RL, eher in die andere Richtung… und in Sachen 'namenlos': Der bekannteste Name im sportlichen Bereich ist Minge, aber der spielt nicht und scheint nichts zu sagen zu haben. Diesen Trainer hätte er in DD nicht anbringen dürfen.