Fußball | 3. Liga Carl Zeiss Jena macht den Klassenerhalt perfekt

34. Spieltag

Der FC Carl Zeiss Jena spielt auch in der Saison 2018/2019 in der 3. Liga. Mit einem 3:2-(1:0)-Sieg gegen den VfR Aalen sammelte die Elf von Mark Zimmermann die nötigen Punkte, um den Klassenerhalt vor 4.080 Fans im Ernst-Abbe-Sportfeld perfekt zu machen.

Jena muss auf Thiele verzichten

Im Vergleich zur 0:6-Pleite gegen Tabellenführer Paderborn veränderte Mark Zimmermann seine Startelf auf einer Position. So stand Timmy Thiele gegen Aalen gar nicht erst im Kader. Der Grund: Seine Frau erwartet Nachwuchs. Thieles Ausfall bedeutete einen Startelfeinsatz für Firat Sucsuz.

Jena begann das Spiel mit viel Ballbesitz. Der rechnerisch mögliche Klassenerhalt schien die Thüringer zu beflügeln. Auch Chancen ergaben sich. So hätte Julian Günther-Schmidt schon früh das 1:0 erzielen können, doch bei seinem Abschluss aus Nahdistanz zögerte er zu lang (8.). Vor allem wenn Kapitän René Eckardt den Ball nach vorn brachte, wurde es gefährlich. So leitete er die Großchance für Sucsuz ein (24.) und bereitete das 1:0 von Günther-Schmidt mit vor (32.).

Aalen fand in der ersten Halbzeit offensiv kaum statt. Lediglich ein Patzer von Jena-Torwart Jo Coppens bescherte den Gästen so etwas wie Torgefahr. Marcel Bär schien vom plötzlichen Ballgewinn allerdings so überrascht gewesen zu sein, dass ein präziser Torschuss offenbar nicht mehr möglich war (31.).

Mit 1:0 ging es in die Pause.

Rene Eckardt am Ball
Bildrechte: IMAGO

Vier Tore und viel Jena-Jubel

Nach dem Seitenwechsel waren die Mannschaften gerade erst auf den Platz gekommen, da zappelte der Ball schon im Jena-Tor. Luca Schnellbacher hatte einen Ballverlust von Günther-Schmidt ausgenutzt, um das Spielgerät am Jena-Torwart vorbeizuspitzeln (48.). Der Ausgleich schmerzte Jena, doch auch die fünfte gelbe Karte für Innenverteidiger Dennis Slamar, der damit gegen Magdeburg am kommenden Dienstag fehlt, sorgte nicht für Jubelstürme (52.).

Der FC Carl Zeiss rappelte sich jedoch wieder auf und ging durch zwei tolle Tore von Günther-Schmidt, der damit seinen Doppelpack perfekt machte, und "Thiele-Ersatz" Sucsuz mit 3:1 in Führung (60./70.). Der Sieg schien damit besiegelt, doch aus dem Nichts staubte Sebastian Vasiliadis vor dem Tor ab und erzielte das 2:3 (72.). Beinahe hätte Maximilian Welzmüller Jena noch ins Tal der Tränen gestürzt, doch sein Abschluss nach einem toll ausgespielten Konter ging um Zentimeter am linken Pfosten vorbei (75.).

Jena brachte den knappen Vorsprung über die Zeit und hätte am Ende sogar noch erhöhen können. Dennoch: Der Klassenerhalt ist perfekt.

Luca Schnellbacher bejubelt sein Tor.
Bildrechte: IMAGO

Stimmen nach dem Spiel:

Peter Vollmann (Aalen): "Wir haben heute mit offenen Karten gespielt. Beide Mannschaften wollten gewinnen. Wir machen einfach zu viele Fehler, um bei zwei Auswärtstoren etwas mit nach Hause zu nehmen. Zwei der drei Gegentore haben wir uns selbst vorbereitet. Nach dem 2:3 hatten wir nicht mehr so viel Substanz, um das Spiel noch zu drehen. Wer drei Tore schießt, der hat den Sieg letztlich auch verdient."

Mark Zimmermann (Jena): Es war unser erklärtes Ziel, die heutige Chance gegen Aalen zu nutzen, um den Klassenerhalt perfekt zu machen. In der ersten Halbzeit haben wir viel getan und viele Chancen heraus gespielt. Nach dem 1:0 war das Spiel trotzdem weiter eng. Nach dem 1:1 haben wir etwas gebraucht, um uns zu erholen. Es war dann unheimlich wichtig, dass wir das dritte Tor gemacht haben, weil wir noch nicht in der Lage sind, solch ein Spiel ruhig über die Zeit zu bringen. Bis zum Ende haben wir die Führung leidenschaftlich verteidigt und wollten den Sieg heute unbedingt."

ten/fh

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 14. April 2018 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. April 2018, 19:24 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

25 Kommentare

16.04.2018 13:08 Jenaer 25

Glückwunsch ins Paradies und danke für ein unterhaltsam schönes Spiel gegen Aalen. Nach den Hiobsbotschaften im mitteldeutschen Drittligafußball in den vergangenen Wochen ist der gelungene Klassenerhalt endlich mal ein Grund zum Feiern. Trotzdem schade, dass RWE und CFC in der nächsten Saison nicht mehr an Bord sind. Alles Gute diesen beiden Vereinen auf dem schweren Weg zurück.

16.04.2018 06:23 Spooky1983 24

Danke Svenner, euch viel Erfolg.beim harten Weg zurück.

16.04.2018 04:24 Marina Menzer 23

Herzlichen Glückwunsch!
Jena kann mehr. Das Ziel muß daher sein: Aufstieg in die 2.Liga!
Alles Gute für die Zukunft von einer ehemaligen Zeissianerin (z.Zt. in Potsdam).

15.04.2018 22:38 ALLE für ZEISS 22

Klassenerhalt 2018, Glückwunsch an den Club!

15.04.2018 16:09 Magdeburg blau-weiß 21

Ich hoffe doch sehr, dass der Zuschauerschnitt bei Jena steigt. So eine Traditionsmannachaft hat es einfach verdient.
Wir sehen uns am Dienstag, liebe Freunde.

15.04.2018 15:41 Rasenschach 20

Der FCC hat Jahre lang in der Regionalliga gespielt. Und abgesehen vom letzten Jahr war das oft auch ein ziemliches Gerumpel. So ist der Zuschauerschnitt nach und nach gesunken. Mit dem jetzigen, für die 3. Liga sehr ansehnlichen Fußball unter Zimme holt man sich wieder Zuschauer zurück, das dauert allerdings. Dazu kommt noch, dass viele Fans von außerhalb kommen, mit einer oft recht weiten Anfahrt. Also bleibt der FCC bei seiner derzeitigen Entwicklung, dann wird der Schnitt auch noch steigen.

15.04.2018 13:50 Svenner 19

Glückwunsch auch von mir, ich werde die Derbys gegen Euch vermissen, ehrlich gemeinte, sportliche RWE-Grüße !

15.04.2018 13:30 Westthüringen 18

@15
Dann reicht ja ein Fassungsvermögen von 7.000 Zuschauern im neuen Stadion aus.
Fünf Reihen ringsrum, ein Dach und fertig.

15.04.2018 13:27 Sektion Ost 17

Zuschauerschnitt aus den 80ern hin oder her.
Eine Stadt wie Jena, mit über 100.000 Einwohnern, sollte dennoch in der Lage sein, ein kleines Stadion zu füllen.....
Der Vergleich mit MD oder HRO hinkt.

15.04.2018 11:29 unfassbar 16

Die Zuschauerzahlen erklären sich teilweise über die doch hohen Eintrittspreise für die Tribüne. Viele Spiele konnte man im TV oder bei der Telekom verfolgen. Ich selber, habe andere Jahre fast kein Spiel verpasst, aber es gibt neben der schönsten Nebensache der Welt auch noch andere Wichtigkeiten im Leben. Nicht jeder kann sich wie gegen Magdeburg 29€ für die Tribüne leisten. Das ist einfach überteuert für 3. Liga.6

Spielerzeugnis

Tabelle und Ansetzungen