Fußball | 3. Liga Carl Zeiss Jena bleibt auch in München im Negativ-Strudel

8. Spieltag

Tabellenschlusslicht Carl Zeiss Jena kommt in der Liga weiter nicht in Fahrt. Die Kwasniok-Elf ging beim TSV 1860 München durch ein 1:3 als verdienter Verlierer vom Platz. Für die Thüringer ist es die bislang siebte Pleite im achten Spiel.

Jubel nach dem Tor zum zwei zu null durch Felix Weber (1860).
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1860 dominiert - Weber mit Doppelpack

Die Gastgeber begannen mit viel Schwung und Zielstrebigkeit. Sascha Mölders, der während des gesamten Spiels viele Freiräume von den Jenaern bekam, hatte die erste gute Chance mit einem Schuss aus spitzem Winkel, den CZ-Keeper Jo Coppens klasse parierte (4.). In der 16. Minute belohnten sich die "Löwen" mit der verdienten Führung: Dabei köpfte Kapitän Felix Weber das Spielgerät sehenswert ins lange Eck. Auch im Anschluss dominierten die Platzherren gegen zweikampfschwache Gäste, während Coppens immer wieder mit starken Paraden glänzte. Das zweite Tor für die Münchner schien nur eine Frage der Zeit. In der 28. Minute rettete noch der Außenpfosten nach einem Schuss von Tim Rieder - kurz darauf war es dann doch passiert: Wieder war Weber zur Stelle, diesmal lenkte er die Kugel nach einem Freistoß direkt in die Maschen (35.).

Jo Coppens 22 (FC Carl Zeiss Jena), Sascha Moelders 9 (TSV 1860 Muenchen)
Das 2:0 für 1860 durch Felix Weber (l.). Jo Coppens 22 (FC Carl Zeiss Jena) kann nur noch hinterherschauen. Bildrechte: imago images / kolbert-press

Jena zu harmlos

Auch danach gab es weitere gute Gelegenheiten für die Sechziger. Von Jena, das immer wieder große Lücken in der Abwehr offenbarte, war dagegen kaum etwas zu sehen. Eine gute Chance hatte Anton Donkor mit einem Flachschuss, den TSV-Keeper Bonmann parierte (12.). Eine weitere Gelegenheit verbuchte Julian Günther-Schmidt mit einem Schuss aus der zweiten Reihe, den ebenfalls der Münchner Schlussmann entschärfte (24.).

Jena wird aktiver - Rohr verkürzt

Nach der Pause forcierte Jena seine Offensivbemühungen und erarbeitete sich phasenweise mehr Spielanteile. In der 68. Minute landete die Kugel schließlich im Tor der Gastgeber: Vorausgegangen war eine Eingabe von Raphael Obermair, die Bonmann nicht festhalten konnte – Maximilian Rohr musste aus fünf Metern nur noch einschieben. Für die Zeissstädter keimte nun wieder Hoffnung auf, doch noch etwas Zählbares mitzunehmen, aber bereits eine Minute später gab es die nächste dicke Chance für den TSV durch Markus Ziereis, der jedoch in Coppens seinen Meister fand.

Hoffnungstreffer zum 2:1 11 min
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Entscheidung durch Bekiroglu

In der 80. Minute zerplatzten die Jenaer Hoffnungen auf ein mögliches Remis wie eine Seifenblase: Nach einem Konter umkurvte Efkan Bekiroglu CZ-Keeper Coppens und netzte aus acht Metern zum 3:1 ein. Kurz vor dem Abpfiff wäre fast noch das 4:1 gefallen, doch Mölders scheiterte knapp am belgischen Schlussmann der Gäste, der in Giesing mit Abstand bester Jenaer Akteur war.  

1860 München - Carl Zeiss Jena
Efkan Bekiroglu machte mit seinem Treffer zum 3:1 alles für die Hausherren klar. Bildrechte: imago images / Nordphoto

Das sagten die Trainer

Lukas Kwasniok (Jena): "Fußball wird durch einzelne Situationen entschieden. Wenn man bei einem Standard nicht konsequent verteidigt, dann steht es eben 2:0. Die Reaktion in der zweiten Halbzeit war schon gut, aber dafür können wir uns nichts kaufen. Fakt ist, du musst 1:0 in Führung gehen. Das verändert das Spiel komplett. So rennst du halt nur hinterher. 1860 war jetzt nicht die Mannschaft, die brutal viel Körpergröße hatte. Es gilt halt immer, die Zuordnung zu behalten bis der Ball aus der Gefahrenzone ist. Das war leider nicht der Fall und dann läuft am langen Pfosten ein Gegenspieler ein und dann macht der das 1:0 und du hechelst hinterher und kassierst den zweiten Standard. Das war halt bitter. Ich hatte jetzt nicht so viele Aktionen gesehen, wo ich das Gefühl hatte, jetzt fällt das dritte Tor für Sechzig, doch dann haben wir es wieder schlecht verteidigt. So fährst du nach Hause und hast null Punkte, das ist halt Sch… Punkt, Punkt Punkt…"

Daniel Bierofka (München): "In der ersten Halbzeit haben wir es sehr gut gemacht, haben uns sehr viele Torchancen über die Außenbahnen herausgespielt. In der zweiten Halbzeit waren wir zu passiv, das hat mir gar nicht gepasst. Das geht einfach nicht. Dann kriegst du das 2:1 und es wird nochmal spannend. Gott sei Dank haben wir noch das 3:1 gemacht."

lta

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 14. September 2019 | 16:30 Uhr

14 Kommentare

Wolfgang vor 36 Wochen

Habe auf eine Reaktion der Vereinsführung gewartet. Aber die ist im Tiefschlaf. So darf Lukas weiter wurschteln. War ja auch eine tiefschürfende Analyse zum Spiel. Genau den Kern getroffen: erst hatten wir kein Glück, dann kam noch Pech dazu.
Aber mach dir nichts draus Lukas. Aus der von dir im SSV und in der Ramschkiste zusammengesuchten Truppe holt kein Trainer der Welt mehr heraus. Nur Coppens 3.Liga tauglich.
Was macht ihr eigentlich im Training? Macht ihr immer noch die schönen Abenteuer-Schlauchbootfahrten? Vielleicht doch mal etwas in Richtung Fußball tun. Z.B. den Jungs noch mal dad Ding mit dem "Ballbesitz" erklären. Offenbar haben die das falsch verstanden und glauben der Gegner soll den Ball besitzen. Auch noch mal durchsagen, daß bei Erwachsenen die Spieldauer 90 Minuten beträgt und nicht nach 70 Minuten Flasche leer.
Aber das eigentliche Problem ist die schlafende Vereinsführung. Eine einzige Schande! Unter diesen Bedingungen fährt der Zug in die 4. Liga.
Nur der FCC.

moritz10 vor 36 Wochen

Präsidium und Aufsichtsrat des FCC müssen sich alle geschlossen hinterfragen, da der Verein derzeit sein Gesicht verliert und jeglichen Restkredit aus der vergangenen Saison verspielt hat. Andere Vereine zeigen in solchen Situationen wie jetzt beim FCC entschlossenes Handeln und setzen solche Zeichen wie z.B.:

"Kiel trennt sich von Schubert"
" "Diese Entscheidung ist das Ergebnis aus intensiven Gesprächen mit dem Aufsichtsrat und dem Präsidium zu der aktuellen Situation und der Entwicklung der Mannschaft der letzten Wochen", hieß es in der Pressemitteilung des Zweitligisten. "..... (Quelle: "Kicker")

Wann werden wir endlich aus Jena solche oder ähnliche erlösenen Nachrichten vernehmen können ? Das Maß an Unzumutbarkeit ist längst überschritten !

FCC50 vor 36 Wochen

Der herr kwasniok soll langsam verschwinden,gegen Magdeburg sagte er meine Mannschaft ist angekommen die liga weiß das ein schei....ß ist angekommen gegen 1860 war wieder das selbe keine spielkultur total von arsch.ich habe viel geld ausgegeben dauerkarte und was sieht man nur mist,Trainer haulangsam ab aus Jena.

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