Fußball | 3. Liga CFC verpasst "Big Point" im Abstiegskampf

35. Spieltag

Der Chemnitzer FC kann sich im Abstiegskampf nicht befreien. Auch gegen Eintracht Braunschweig kassierten die Sachsen eine Niederlage - trotz guter Leistung.

Merveille Biankadi und Erik Tallig
Bildrechte: imago images/Jan Huebner

Der Chemnitzer FC hat einen "Big Point" im Abstiegskampf verpasst. Die Mannschaft von Trainer Patrick Glöckner verlor trotz guter Leistung gegen den Aufstiegsaspiranten Eintracht Braunschweig mit 1:2 (0:2).

Braunschweig defensiv und brutal effizient

Die Gastgeber kamen vor den Augen ihres Co-Trainers Christian Tiffert an der Seitenlinie - Chefcoach Glöckner hatte zuletzt in Würzburg die Gelb-Rote Karte gesehen und verfolgte das Spiel von der Tribüne aus - gut rein und hatten durch Tarsis Bonga gleich einen Abschluss (3.), doch Braunschweig nutzte seine erste Möglichkeit zur Führung: Steffen Nkansah köpfte eine Freistoßflanke von Martin Kobylanski zum 0:1 ins Tor (8.).

3. Liga, Chemnitzer FC - Eintracht Braunschweig, v.l. Steffen Nkansah (Braunschweig, 6) jubelt mit geballter Faust
"Black Power"-Jubel: Steffen Nkansah freut sich über das 0:1. Bildrechte: imago images/Jan Huebner

Die Chemnitzer antwortete mit wütenden Angriffen: Philipp Hosiner traf nur Aluminium (10.), Dejan Bozic konnte sich zwischen Schuss und Vorlage nicht entscheiden (15.). Doch im Verlauf der ersten Halbzeit rannten sie sich in der gut strukturierten, engmaschigen Abwehr der sehr defensiv aufgestellten Gäste immer mehr fest - und die wiederum zeigten sich brutal effizient: Merveille Biankadi legte das 0:2 nach (37.)

Gegen Ende der ersten Halbzeit wurde Chemnitz dann wieder stärker, doch es blieb dabei: Vor dem Tor versagten den Gastgebern die Nerven. Bonga köpfte daneben (40.), Sören Reddemann traf aus kürzester Distanz das Tor nicht (42.). Auf der anderen Seite vergab Marvin Pourié sogar das mögliche 0:3 (43.).

Hoheneder macht es wieder spannend

Auch die zweite Halbzeit begann mit engagierten Chemnitzern, die sogleich eine Doppelchance liegenließen - erst abgeblockter Schuss von Bozic, dann Distanz-Strahl von Tobias Müller (51.). Dann vergab erneut Reddemann (54.), auf der anderen Seite ließ Pourié die Vorentscheidung liegen (59.). Schließlich wuchtete Niklas Hoheneder den Ball nach einem Freistoß zum 1:2 ins Tor und machte das Spiel wieder spannend (69.).

In der Schlussphase rannte Chemnitz an, doch es nutzte nichts mehr. Nach mehreren erfolglosen Versuchen verpasste auch Hoheneder in der Nachspielzeit den Doppelpack - Chemnitz stand am Ende trotz guter Leistung mit leeren Händen da.

Stimmen zum Spiel

Niklas Hoheneder (Torschütze Chemnitz): "Wir sind hinten drin und brauchen wahrscheinlich 35 Chancen, um auf zwei Tore zu kommen. Nichtsdestotrotz nehmen wir das jetzt mit. Wir haben ein Riesenspiel gemacht. Es ist halt ärgerlich, dass wir zwei Tore kriegen, das hätte nicht sein müssen."

Steffen Nkansah (Torschütze Braunschweig): "Es ist oft so: Wenn du oben stehst, hast du auch manchmal das nötige Glück. Das war heute auch so. Wir arbeiten als Team defensiv gut, jeder ackert und gibt für die Mannschaft alles."

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mze

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 23. Juni 2020 | 21:45 Uhr

21 Kommentare

Tom123 vor 22 Wochen

Was ist das hier für ein Hate Speech? Neonazis, Corona und goldene Siege feiern Auferstehung. Man oh Man....
Unser CFC hat kein Glück oder spielt schlecht, aber das FSV Spiel heute hat gezeigt, dass man "das Fell des Bären erst verteilt, wenn er geschossen worden ist". Es ist schade, dass es vermutlich auf ein Abstiegsfinale FSV versus CFC hinausläuft, eventuell steigen beide ab. Himmelblaue Grüsse

Gerd Mueller vor 22 Wochen

ups @Flop hast dich scheinbar noch nicht mit der aktuellen Tabelle beschäftigt. Köln bleibt natürlich! Hat sicheren 12. Platz. Köln ist nicht raus, was soll die FAKE-NEWs?

Gerd Mueller vor 22 Wochen

es gut klug und weise das Geld die Welt regiert und KEINE traurige Tatsache @TT einfach mal mit- und nachdenken wie es Sport vom Innenministerium gefördert und der Wirtschaft ohne die Milliarden der Bundesregierung erginge, weniger TRARA und ... CFC sind doch die Neonazi im Stadion huldigten - sowas brauchen wir nicht und sollte nirgends unterstützt werden

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