Fußball | 3. Liga Chemnitzer FC bleibt im Keller stecken

7. Spieltag

Der Chemnitzer FC hat das Kellerduell gegen 1860 München knapp mit 0:1 (0:0) verloren und wartet weiter auf den ersten Saisonsieg. Zunächst dominierten die Löwen, dann kam der CFC engagiert aus der Pause. Das entscheidende Tor fiel erst kurz vor Schluss.

Daniel Bohl (CFC), Aaron Berzel (München) und Dejan Bozic (CFC )
Bildrechte: imago images / HärtelPRESS

CFC- Trainer David Bergner tauschte im Vergleich zum 2:2 am vergangenen Sonnabend bei der zweiten Mannschaft des FC Bayern München auf zwei Positionen: Pascal Itter und Niklas Hoheneder ersetzten Nils Blumberg und Clemens Schoppenhauer.

1860 dominiert, CFC steht tief

In der ersten Halbzeit machten zunächst nur die Löwen-Fans Stimmung, während die Anhänger der Gastgeber aufgrund des Boykott-Aufrufs der Ultras bis kurz vor der Pause komplett still blieben. Auch auf dem Platz dominierten die Gäste, der CFC stand sehr tief und lauerte auf Konter. Chemnitz-Torhüter Jakub Jakubov musste bei einer Direktabnahme von Sascha Mölders erstmals eingreifen (5.), auf der anderen Seite schoss Dejan Bozic einen direkten Freistoß knapp über das Tor (20.).

Bei einem Freistoß von Efkan Bekiroglu musste Jakubov sein Können erneut unter Beweis stellen (33.). Kurz vor der Halbzeitpause sorgten dann auch die CFC-Fans für Stimmung, während ihre Mannschaft auf dem Rasen sich etwas befreien konnte.

Chemnitz offensiver, doch Klassen trifft

Der CFC begann die zweite Halbzeit offensiver, Paul Milde prüfte 1860-Keeper Hendrik Bonmann aus spitzem Winkel (48.). Von den Gästen war nun nicht mehr viel zu sehen, stattdessen hatten Rafael Garcia (63.) und der eingewechselte Davud Tuma (68./73.) weitere Möglichkeiten für Chemnitz aus der Distanz. Doch das Tor fiel auf der anderen Seite: Leon Klassen verwandelte eine Eingabe von Marius Willsch zum 0:1 (77.).

In der Schlussphase versuchte der CFC alles, um wenigstens noch den Ausgleich zu erzielen. Garcia (84.) und der eingewechselte Erik Tallig (90.) hatten gute Chancen, doch scheiterten an Bonmann, der damit den Sieg für die Löwen festhielt.

Das sagten die Trainer

Daniel Bierofka (München): "Wir haben heute zwei leidenschaftliche Mannschaften gesehen. Wir sind der glückliche Sieger. Aber Glück muss man sich erarbeiten. Die drei Punkte sind ganz wichtig für die Mannschaft, dann müssen wir schauen, dass wir noch einige Dinge besser machen."

David Bergner (Chemnitz): "Wir haben ein bisschen tiefer gestanden, was uns ganz gut tut momentan. Wir haben in den Umschaltmöglichkeiten nicht dieses Herz gezeigt, mit Leichtigkeit mal hinter die Kette zu kommen. Bei der Situation mit Tarsis, da hat jeder im Stadion gesehen, dass das eine klare Rote Karte ist. Nichtsdestotrotz habe ich ein sehr gutes Spiel von meiner Mannschaft gesehen, gerade in der zweiten Halbzeit war es deutlich besser."

mze

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 31. August 2019 | 16:30 Uhr

13 Kommentare

Kimme1966 vor 49 Wochen

"Es interessiert mich einen feuchten Furz"... so arrogant gegen Kritik war Bergner bei RWE schon. Ein wenig Selbstkritik nach dem sieglosen Saisonstart wäre schon angebracht. Aber ich fürchte fast, er kann 3. Liga einfach nicht. Der Aufstieg letzte Saison mit diesem Superkader in der 4. Liga war einfach ein Selbstläufer, den wahrscheinlich auch der Kassenwart des CFC hinbekommen hätte.

Himmelblauer Berliner vor 49 Wochen

Sehr guter Kommentar vom MDR heute! Wir Fans brauchen im Moment jede Unterstützung in diesen schweren Zeiten. Die Situation scheint unauflösbar verzwickt. Eigentlich müsste man einen bundesweiten Hilferuf an alle Fanszenen und Vereine der Republik senden. Wenn alle im Bilde wären was bei uns wirklich schief läuft, hätten wir sicher Unterstützung aus vielen Kurven, vielleicht sogar von Pauli oder aus dem Schacht.

Die einfachste Lösung wäre zwar, wenn Siemon von sich aus verschwindet oder sich für alles entschuldigt und einfach nur seinen verdammten Job macht. Dann könnten wir befreit und mit neuer Euphorie in der Liga durchstarten. Leider wird das nicht passieren. Deswegen stehen die Zeichen auf S.O.S..

Jan Eichhorn vor 49 Wochen

„Es interessiert mich einen feuchten Furz“
O-Ton von Bergner auf die Frage warum es Bergner raus Rufe gab.
Da sieht man mal wieder wie es mit der Selbstkritik im Verein steht!

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