Fußball | 3. Liga Chemnitz verspielt Sieg in 64 Sekunden

16. Spieltag

Ganz bitterer Nachmittag für den Chemnitzer FC: Die Sachsen haben die Partie bei Eintracht Braunschweig mit 2:1 verloren. Dabei sah es lange Zeit nach dem ersten Auswärtsdreier für die "Himmelblauen" aus. Ein Doppelpack von Mike Feigenspan binnen 64 Sekunden brachte die Elf von Patrick Glöckner aber auf die Verliererstraße.

Eintracht Braunschweig - Chemnitzer FC
Bildrechte: Picture Point/Gabor Krieg

Chemnitz führt und dominiert

Nach ausgeglichenem Beginn kamen die Gastgeber in der 8. Minute durch Marcel Bär zur ersten gefährlichen Torraumszene, doch sein Schuss aus spitzem Winkel parierte CFC-Schlussmann Jakub Jakubov mit der Schulter. Mit zunehmender Dauer übernahmen die Sachsen ie Spielkontrolle. Die erste Chance hatte Philipp Hosiner, der ebenfalls mit einem Schuss aus spitzem Winkel scheiterte (13.). In der 22. Minute kam Braunschweig zur bis dahin besten Gelegenheit durch Robin Ziegele, der nach einem Freistoß vor Jakubov auftauchte und den Ball noch touchierte – den CFC-Schlussmann konnte er jedoch nicht überwinden. Im Gegenzug verpasste Hosiner eine Eingabe von Tarsis Bonga um einen halben Meter. Wenige Sekunden später stand Hosiner erneut im Blickpunkt – nach einer Eingabe von Rafael Garcia köpfte der Österreicher die Kugel ins lange Eck.

Tor für Chemnitz, Philipp Hosiner (26, Chemnitz) trifft zum 0:1 per Kopf.
Philipp Hosiner köpft das 1:0 für den Chemnitzer FC. Bildrechte: Picture Point

Mit der Führung im Rücken wurde Chemnitz noch selbstbewusster, während Braunschweig immer unsicherer agierte. Der CFC erarbeitete sich somit weitere gute Gelegenheiten (33./38.). Die beste Chance hatte Niklas Hoheneder mit einem Kopfball, den Eintracht-Keeper Jasmin Fejzic gerade noch über die Latte lenkte.

Brauschweig bemüht aber harmlos

Nach der Pause erhöhte die Eintracht den Druck. Der eingewechselte Braunschweiger Mike Feigenspan kam zur ersten Chance mit einem Seitfallzieher, der am Außennetz landete (57.). Die Drangphase der Gastgeber dauerte aber nur wenige Minuten und Chemnitz wurde wieder offensiver. So verpasste Erik Tallig in der 63. Minute eine Eingabe von Pascal Itter nur knapp.  

Feigenspan besiegelt Niederlage

Wie aus dem Nichts fiel in der 75. Minute der Ausgleich für die Eintracht, als eine von Feigenspan gedachte Flanke an Jakubov vorbeisegelte und im Tor landete. Doch damit nicht genug, denn 64 Sekunden später traf Feigenspan erneut. Diesmal köpfte der Braunschweiger einen von Jakubov noch glänzend abgewehrten Ball zum 2:1 in die Maschen. Chemnitz blieb im Anschluss um den Ausgleich bemüht, doch die Sachsen waren nicht mehr in der Lage, einen weiteren Treffer zu erzielen.

Das sagten die Trainer

Patrick Glöckner (Chemnitz): "Es ist das Schlimmste, was es gibt. Wenn du das Spiel machst und die Jungs sich über 90 Minuten zerfetzen und gute Möglichkeiten herausspielen und es am Ende nicht schaffen, den Deckel draufzumachen. Wenn du dann noch zwei solche Tore kassierst, ist das schwer zu verdauen. Da sieht man, woran wir noch arbeiten müssen. Irgendwann kommen die drei Punkte, mit denen wir nicht rechnen."

Marco Antwerpen (Braunschweig): "Wir wirkten nach dem 0:1 angeschlagen, da wir vorher gute Chancen hatten und in Führung hätten gehen können. Wir haben in der zweiten Halbzeit viel auf den Platz gebracht und die Spieler die reingekommen sind, haben es einfach gut gemacht. Wir sind mit mehr Tempo über die Außen gekommen und glücklicherweise hat es funktioniert."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 23. November 2019 | 16:30 Uhr

0 Kommentare

Ergebnisse & Tabelle

Artikel auf MDR.de