Fußball | 3. Liga Couragierte Jenaer bleiben punktlos gegen Viktoria Köln

34. Spieltag

Trotz einer couragierten Leistung hat Carl Zeiss Jena die 23. Niederlage der Saison hinnehmen müssen. Viktoria Köln entführte mit einem 3:2 (1:1)-Auswärtssieg alle drei Punkte aus dem Ernst-Abbe-Sportfeld. Jenas Daniele Gabriele glich vor und nach der Pause jeweils aus, ehe ein Kölner Joker in der Schlussphase die Entscheidung besorgte.

Jena - Viktoria Köln 12 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sport im Osten Sa 20.06.2020 16:30Uhr 12:25 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Jena - Viktoria Köln 12 min
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Sport im Osten Sa 20.06.2020 16:30Uhr 12:25 min

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René Klingbeil wirbelte seine Startelf im Vergleich zur deftigen 0:4-Schlappe bei Hansa Rostock kräftig durch. Auf fünf Positionen veränderte der FCC-Teamchef die Aufstellung. Wichtigste Personalie: Unmittelbar vor Anpfiff wurde der vorzeitige Abschied von Jo Coppens mitgeteilt - für den bisherigen Stammkeeper bekam Flemming Niemann seinen dritten Saisoneinsatz.

Gabriele antwortet auf Wunderlichs Traumtor

Torwart Flemming Niemann (Jena) machtlos, Tor zum 0:1 durch Mike Wunderlich  (Köln) per Freistoss
Mike Wunderlich trifft per Traumfreistoß zur frühen Kölner Führung. Bildrechte: Karina Hessland-Wissel

Es dauerte kaum sechs Minuten, als Niemann bereits hinter sich greifen musste. Allerdings war der 23-Jährige beim traumhaften Freistoß von Mike Wunderlich schlichtweg machtlos. Der Viktoria-Kapitän schlenzte den ruhenden Ball von halbrechts aus in den rechten Giebel. Kurz zuvor hatte Albert Bunjaku die große Führungschance noch vergeben (5.).

Davon ließen sich die griffigen und aggressiven Gastgeber aber keineswegs aus dem Konzept bringen - und belohnten sich. Raphael Obermairs energischer Ballgewinn im Zentrum sollte Daniele Gabrieles Ausgleichstreffer den Weg ebnen - Joy-Lance Mickels legte im Strafraum quer, Gabriele chipte aus Nahdistanz ins Netz (16.). Zudem hatte das Dotchev-Team Glück, dass bei Bunjakus Einsteigen gegen FCC-Kapitän René Eckardt der Elfmeterpfiff ausblieb (24.).

Ein Kölner Joker entscheidet die Partie

Jenas Daniele Gabriele gegen Andre Dej und Kevin Holzweiler
Daniele Gabriele erzielte gegen Viktoria Köln seine Saisontore sieben und acht. Bildrechte: Karina Heßland-Wissel

Den eigentlich so offensivstarken Kölnern fiel in der Folge lange Zeit nichts ein. Der wenig geforderte Tabellenletzte machte phasenweise sogar das Spiel. Mickels hatte nach Wiederanpfiff zunächst die beste Gelegenheit - aber Viktoria-Keeper Daniel Mesenhöler war am kurzen Pfosten zur Stelle (63.). Aus dem Nichts schlugen die Domstädter zurück. Einmal mehr Wunderlich vollendete den schönsten Spielzug der Partie per Direktabnahme aus zehn Metern (66.).

Der Kipppunkt im Spiel? Weit gefehlt. Bernard Kyere kam im Strafraum gegen Jannis Kübler einen Schritt zu spät - Gabriele verwandelte den fälligen Strafstoß souverän (70.). Allerdings schlug Köln noch ein entscheidendes Mal zurück. Joker Kai Klefisch wuchtete Wunderlichs scharf getretene Ecke sehenswert per Kopf aus sechs Metern in die Maschen zum 3:2-Siegtreffer (76.).

Das sagten die Trainer

Rene Eckardt (Jena) gegen Albert Bunjaku (Köln)
Albert Bunjaku langt gegen René Eckardt hin. Bildrechte: Karina Heßland-Wissel

Pavel Dotchev (Köln): "Mir war verdammt klar, wie schwer dieses Spiel wird. Die Jenaer spielen mit einer sehr guten Einstellung, verlangen einem alles ab. Nach unserem 1:0 haben meine Jungs gedacht, das läuft alles und waren nicht mehr aktiv. Jena hat nach dem 1:1 wieder angefangen, an sich zu glauben. In der zweiten Halbzeit war es ein offener Schlagabtausch. Ein Unentschieden wäre ein gerechtes Ergebnis gewesen."

René Klingbeil (Jena): "Es ist sehr brutal, dass wir am Ende mit leeren Händen dastehen. Ich glaube, wir haben nach vorne agiert, haben sehr mutig gespielt, haben hoch gepresst und uns überhaupt nicht versteckt. Wir sind zweimal zurückgekommen - dass es am Ende dann nicht reicht, ist schon sehr hart für die Jungs. Dennoch: Wenn du gerade als junger Spieler durch so eine Phase durchgehst, kann dich nichts mehr schocken. Die Jungs sollten das wirklich als Lernprozess mitnehmen."

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mhe

FC Carl Zeiss Jena gegen Viktoria Köln 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sa 20.06.2020 19:16Uhr 00:59 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-carl-zeiss-jena-viktoria-berlin-die-tore-auf-einen-blick-100.html

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Sa 20.06.2020 19:16Uhr 00:59 min

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 20. Juni 2020 | 16:30 Uhr

6 Kommentare

Stefan aus AP vor 6 Wochen

Zur "Mannschaft" verliere ich kein Wort mehr, da ist jedes Wort ein Wort zu viel. Ich möchte die Gelegenheit noch einmal nutzen, um Jo Danke zu sagen! Jo, an dir lag es nicht, dass wir diese Saison so kläglich versagt haben! Ich wünsche dir alles Gute bei deinem nächsten Verein! Wir werden dich vermissen. Und jetzt die Saison beenden und draus lernen!

hueman vor 7 Wochen

@Wolfus......Erstmal richtig sacken lassen bevor man schreibt! Und bitte diesen Horda-Lobbyismus weg lassen! Jena braucht ein neues Stadion so wie es fast alle haben.

Wolfus vor 7 Wochen

Es wird Zeit,das diese unselige Saison endlich vorbei ist.
Natürlich haben sich die Jungs Mühe gegeben,aber das reicht noch nicht einmal gegen die Kölner,um einen Punkt mitzunehmen.
Die,die diese Misere zu verantworten haben,sitzen weiterhin fest im Sattel.....Förster und Co. ......der Club macht sich Deutschlandweit komplett lächerlich,da ja nur der Investor,sein Intimus Förster und Verhoene das Sagen haben und nach Gutsherrenart Entscheidungen treffen können wir es ihnen in den Kram passt.
Der Präsident und der Aufsichtsrat sind nur geduldete Statisten und haben überhaupt kein Mitspracherecht .....hier gibt es keine 51:49 Prozent Regelung die vom Verein gehalten werden muss....
Jetzt hättet ihr die Möglichkeit Insolvenz anzumelden und ohne diese Raubritter neu zu beginnen,denn sonst ist der Verein immer von diesen genannten zwielichtigen Herren abhängig.....
Hier geht es doch schon lange nur noch um den Stadionneubau.....warum eigentlich...den braucht der Fußball in Jena nicht mehr

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