Fußball | 3. Liga Jena sendet gegen Magdeburg erstes Lebenszeichen

7. Spieltag

Nach sechs Niederlagen in Serie hat sich Carl Zeiss Jena beim 1:1 (1:0) gegen den 1. FC Magdeburg den ersten Saisonpunkt gesichert. Die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok bleibt aber auf dem letzten Tabellenplatz.

Jenas Trainer Lukas Kwasniok beließ nach der 0:3-Niederlage am vergangenen Wochenende beim SV Meppen fast keinen Stein auf dem anderen. Nur vier Spieler, die in Meppen in der Startformation standen, schickte der Coach gegen Magdeburg erneut auf das Feld: Torwart Joe Coppens sowie die Feldspieler Maximilian Rohr, Daniele Gabriele und Raphael Obermair. Der Rest war komplett neu zusammengestellt. Auch Dominic Volkmer und Manuel Maranda, die erst kürzlich verpflichtet worden sind, standen sogleich in der Startelf. Dagegen setzte FCM-Trainer Stefan Krämer auf dieselben elf Spieler wie zuletzt beim 5:1-Kantersieg gegen 1860 München.

FCM macht das Spiel, Jena das 1:0

Die Magdeburger bestimmten in der Anfangsphase das Geschehen, Jena begann zögerlich. Große Chancen waren aber zunächst auf beiden Seiten nicht zu verzeichnen. Erst nach einer halben Stunde wurde die Partie lebhafter, weil die Magdeburger einen Gang hoch schalteten - und sich sofort eine gute Möglichkeit erarbeiteten: Sören Bertram bediente Mario Kvesic, der ließ im Strafraum noch einen Gegenspieler aussteigen und schloss ab - Jenas Torwart Joe Coppens parierte stark (32.).

Lukas Kwasniok (FC Carl Zeiss Jena) gibt Anweisungen
Lukas Kwasniok (Trainer FC Carl Zeiss Jena) gibt Anweisungen. Bildrechte: imago images / Jan Huebner

Anschließend kam es zu einer kuriosen Szene, als Schiedsrichter Patrick Alt plötzlich an die Seitenlinie spurtete und Dr. Lars Bischhoff aus dem Ärzteteam der Thüringer die Gelbe Karte zeigte. Der FCM machte weiter Druck - doch das Tor fiel auf der anderen Seite: Jena konterte über die linke Seite, Julian Günther-Schmidt tanzte gleich mehrere Gegenspieler inklusive Torwart Alexander Brunst aus und legte noch einmal quer, Daniele Gabriele musste nur noch zum 1:0 einschießen (44.).

Bock an die Latte, Beck ins Tor

Entsprechend unzufrieden zeigte sich FCM-Coach Krämer zur Pause und wechselte gleich zweimal: Manfred Osei Kwadwo und Brian Koglin kamen für Mario Kvesic und Jürgen Gjasula. Die Gäste machten weiter Druck, doch kamen gegen gut verteidigende Jenaer kaum zu Chancen. Ganz anders auf der anderen Seite: Dominik Bock knallte einen Freistoß an die Latte (61.). Dann aber nutzten die Magdeburger eine Überzahlsituation - Maximilian Rohr musste aufgrund einer Verletzung das Spielfeld verlassen - sofort zum Ausgleich: Nach Flanke traf Christian Beck per Kopf zum 1:1 (67.).

Christian Beck (1. FC Magdeburg)
Christian Beck (1. FC Magdeburg) erzielt den Ausgleich. Bildrechte: imago images / Jan Huebner

In der Schlussphase musste Jena weitere personellen Aderlass verkraften: Der junge Niklas Jahn verletzte sich in einem Zweikampf mit Timo Perthel im gegnerischen Strafraum und musste das Feld ebenfalls verlassen. Die Thüringer, die zuvor bereits dreimal gewechselt hatten, mussten in Unterzahl zu Ende spielen. Der FCM drückte in den letzten Minuten auf das Siegtor, doch Jena hielt den ersten Saisonpunkt fest.

Das sagten die Trainer (Magenta Sport):

Stefan Krämer (Magdeburg): "Mit der ersten Halbzeit war ich nur zum Teil zufrieden, weil das fußballerisch ein bisschen zu wenig war, wir waren aber bis auf das Gegentor nicht in Kontergefahr. In der zweiten Halbzeit ist das Stadion da, da war klar, dass das zäh werden kann. Hinten raus hätte ich mir noch die eine oder andere Torchance gewünscht."

Lukas Kwasniok (Jena): "Wir sind da. Die Liga weiß es auch. Das ist ein gutes Gefühl. Wir haben so viel Dinge in dieser Woche geändert. Ein Dreier wäre richtig geil gewesen, unterm Strich ist das 1:1 aber in Ordnung. Es ging uns um die Art und Weise. Das Produkt bis zum 6. Spieltag war scheiße, jetzt soll es ein Verkaufsschlager werden."

mze

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 02. September 2019 | 21:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 02. September 2019, 21:47 Uhr

29 Kommentare

Pappnase vor 10 Wochen

Wie bekommen wir nur den Gjasula richtig eingesetzt? Er ist gut, keine Frage. Kann das Spiel von hintern eröffnen, gute Pässe in die Tiefe. Aber in der Abwehr zu gefährlich. Ich glaube, der vergisst laufend, dass er jetzt Abwehr spielt und nicht Sechser oder Mittelfeld. Wenn er da mal den Ball verstolpert, dann brennt es gleich. Und so ist auch das Tor in Jena verschuldet worden. Und Chemnitz nicht vergessen. Da hatten wir bloß Glück. Da hat er auch reihenweise gepennt. Als er am Montag nach seiner Verletzung raus musste, da hat dieser Spuk zwar aufgehört. Aber der Spielaufbau war nicht mehr so da.
Was mir auch noch aufgefallen ist: Wir haben fast nur über rechts aufgebaut. Ob das der Gegner gemerkt und sich dann prima darauf eingestellt hat?

Derbysieger MD vor 10 Wochen

Wie ich letztens schon schrieb, so lange die Leistung vom Spiel gegen 1860 keine Konstante wird, ist der Ausgang jedes Spiels ein Rätsel. Daran kann man aber arbeiten, nicht wahr Herr Krämer ???

Einmal-Immer

Lg an MLink-Berlin

Machdeburjer vor 10 Wochen

@Chemie Bruder
Ja, stimmt. Was erlauben sich da einige nur wieder?
Schlimm die Magdeburger. Sollten lieber in Demut leben und sich ein Beispiel an den ganzen Hallensern nehmen, die mir immer freundlich zu winken, wenn ich dort in blau weiß vorbei fahre.
Am besten, alle Magdeburger leben jetzt in Demut, da wir ja nicht mehr so glänzen, wie andere in Liga 3.
Alle anderen dürfen weiter pöbeln und sich feiern lassen. Macht Sinn.
Demütige Grüße

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