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Fußball | 3. LigaSieg im Prestigederby - FSV Zwickau verschärft Auer Krise8. Spieltag

Stand: 11. September 2022, 16:05 Uhr

Schwere Zeiten für den FC Erzgebirge Aue: Der FSV Zwickau wollte im Prestigederby den Sieg, holte ihn auch und gewann mit 1:0. Der unbedingte Wille der "Veilchen", hier etwas zu reißen, fehlte ganz einfach.

Aues Trainer Timo Rost nahm im Vergleich zum Spiel in Essen (1:2) drei Wechsel vor. Tim Danhof, Dimitrij Nazarov und Boris Tashchy begannen für Steffen Nkansah, den verletzten Marvin Stefaniak und Lenn Jastremski. Dagegen vertraute Zwickaus Coach Joe Enochs nach dem 0:0 gegen Viktoria Köln seiner Startelf und baute das Team nicht um.

Bildrechte: IMAGO/Picture Point

Gäste gehen in Führung

Beeindruckende Choreo der Auer Fans, Nebelschwaden auf beiden Seiten, und dann ging’s im Erzgebirgsstadion los. Den ersten nennenswerten Akzent setzten die Auer in der neunten Minute: Dimitrij Nazarov drückte aus der Distanz ab und bereitete damit FSV-Keeper Max Sprang ein leichtes Problem, der nach vorn abprallen ließ. Danach übernahmen die Zwickauer immer mehr die Initiative, was in der 14. Minute Früchte trug – Johan Gomez war im Nachsetzen zur Stelle und erzielte die Führung für die Zwickauer.

Riesenjubel natürlich im Zwickauer Block und auch beim Torschützen, der zum Aue-Block lief und provozierte. Das geht überhaupt nicht, sah auch Bundesliga-Schiedsrichter Deniz Aytekin so und zeigte dem 21-jährigen US-Boy die gelbe Karte. Die "Veilchen" hatten vier Minuten später fast die richtige Antwort parat. Nach der Hereingabe von Anthony Barylla versenkte Nazarov das Leder in den Maschen. Der Treffer zählte aber nicht – der FCE-Kapitän stand knapp im Abseits. Das war es dann aber auch an Herrlichkeit für die Auer, Zwickau brachte die knappe Führung ohne Probleme in die Kabine.

Dimitrij Nazarov (vorn) und Co. fanden keine Mittel, um die Zwickauer Abwehr um Routinier Davy Frick aus den Angeln zu heben. Bildrechte: IMAGO/Jan Huebner

Aue ohne Biss – Zwickau mit der Chance aufs 2:0

FCE-Trainer Timo Rost nahm zur Halbzeit zwei Wechsel vor und wechselte Antonio Jonjic und Lenn Jastremski für Nico Gorzel und Barylla; gebracht hat es nichts. Der große Sturmlauf der Lila-Weißen nach dem Wechsel blieb aus. Zwar hatten die Hausherren eine geraume Zeit mehr Ballbesitz, brachten jedoch kaum Zwingendes zustande.

In der 74. Minute hätte Zwickau endgültig alles klar machen können, aber der gerade eingewechselte Can Coskun setzte den Ball völlig freistehend neben den Kasten. In der Folge gingen die Gäste noch "gnädig" mit den Hausherren um und versemmelten einige gute Chancen. Siehe Leonhard von Schrötter (86.), der das Leder über den Auer Kasten setzte. Nachdem Bengalos aufs Feld flogen, beendete Schiri Aytekin überpünktlich die Partie. Die Zwickauer Spieler eilten zu ihren Fans, die Auer Akteure verkrümelten sich sofort und verschwanden in den Katakomben. Auf den Tabellelletzten mit Trainer Rost kommen ganz schwere Zeiten zu.

Das sagten die Trainer:

Joe Enochs (FSV Zwickau): "Wir freuen uns riesig, dass wir das Spiel gewinnen konnten. Wir hatten ein Spiel auf Augenhöhe erwartet. Wir wollten gut stehen und wenige Torchancen zulassen. Unsere große Stärke ist, wenn wir die Flanken reinbringen. In der 14. Minute lauerte Johan Gomez auf den Ball und machte ihn rein. Ich habe mit Gomez nach dem Tor gesprochen, dass es keine Art ist, zu den gegnerischen Fans zu laufen. Dafür möchte ich mich entschuldigen. Das 1:0 hat uns natürlich Rückenwind gegeben. Hinten raus hätte es uns mehr Ruhe gegeben, wenn wir das 2:0 gemacht hätten."

Timo Rost (FC Erzgebirge Aue): "Ich bin so kurz nach dem Spiel sehr enttäuscht, sehr enttäuscht von meiner Mannschaft über ihren Auftritt. Wir hatten eine unglaubliche gute Trainingswoche. Wenn dann der Schiri anpfeift, erkennst du davon nichts mehr. Das geht so nicht. Von der ersten bis zur letzten Minute haben uns unsere Fans unterstützt, und dann legst du so einen Auftritt hin. Die Zwickauer waren immer einen Schritt schneller und gehen auch verdient in Führung. Wir hatten heute nicht die Durchschlagskraft und verlieren dann das Derby."

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jmd

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 11. September 2022 | 16:00 Uhr

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