Fußball | 3. Liga Magdeburg schießt sich gegen Jena aus der Krise

26. Spieltag

Der 1. FC Magdeburg hat gegen Carl Zeiss Jena den ersten Sieg des Jahres gefeiert und beim 6:2 (2:1) das halbe Dutzend voll gemacht. Beim FCM überzeugten vor allem Beck und Conteh, für den FCC rückt dagegen die Regionalliga immer näher.

Magdeburg nach Tor zum 2:1 durch Marcel Costly.
Bildrechte: imago images/Jan Huebner

Für beide Teams hieß es vor der Partie: Verlieren verboten! Und dementsprechend entwickelte sich typische offene Schlagabtausch. Bereits nach acht Minuten lag der Ball im Magdeburger Tor, nachdem Daniele Gabriele eine tolle Vorarbeit von Julian Günther-Schmidt präzise im langen Eck verwertete.

Jena bricht am Ende auseinander

Den Magdeburgern gelang 16 Minuten später der Ausgleich durch den ersten Treffer des Jahres für Christian Beck. Der Torjäger köpfte eine Ecke von Timo Perthel aus Nahdistanz ein. Ebenfalls nach einer Ecke fiel das 2:1 sieben Minuten danach. Diesmal hatte Sören Bertram die Perthel-Ecke noch verlängert, Marcel Costly schob am langen Pfosten ein - das erste Saisontor für den Außenspieler. Mit einer verdienten Magdeburger Führung ging es in die Pause.

Im zweiten Durchgang schlug der FCC dann durch ein Kopfballtor von Winterzugang Aytac Sulu nach einem Freistoß von Nico Hammann zurück (58.). Ein klarer Elfmeter (Dominik Volkmer hatte den eingewechselten Sirlord Conteh gefoult), den Jürgen Gjasula sicher verwandelte, brachte Magdeburg dann wieder in Führung.

In der Endphase der Partie brachen die Jenaer dann auseinander. Erst erhöhte Beck mit seinem zweiten Treffer des Tages auf 4:2, dann schaffte auch Conteh mit seiner ungeheuren Schnelligkeit das erste Saisontor (80.) und zehn Minuten auch das zweite. Direkt danach war Schluss

Jenas Daniele Gabriele jubelt
Jenas Daniele Gabriele bejubelt sein Tor zum 1:0. Bildrechte: imago images/Hartmut Bösener

Das sagten die Trainer

René Klingbeil (Jena): "Glückwunsch an Pele und den FCM. Wenn man 6:2 verloren hat, braucht man nicht groß über Fußball referieren. Nach dem 2:2 haben wir uns mehr erhofft. Elfmeter war der Genickbruch."

Claus-Dieter Wollitz (Magdeburg): "Das 0:1 war nicht gut verteidigt. Danach sind wir gut zurückgekommen. Immer versucht zwischen die Schnittstellen zu spielen. Sind dahin gekommen, wo man dem Gegner wehtut. Bei uns ist auch nach den Gegentoren der Kopf nicht runtergegangen. Ich glaube, wir wachsen langsam."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 29. Februar 2020 | 16:00 Uhr

69 Kommentare

A.d.R ist Back vor 13 Wochen

@ erzgebirger fahr Mal nach Rathenow und frag Mal die Fans des Fussballvereins ob die einen Cent von dem dort ansässigen Brillen Hersteller bekommen kannste vergessen. Genauso ist es in Jena auch.

FCM1967 vor 13 Wochen

Ein kleiner Befreiungsschlag ist uns gelungen- Glückwunsch dazu und Danke für eine erfolgreichen Fussballsamstag. Dennoch bleibt es eine Momentaufnahme und es gibt auch nur einmal 3 Punkte dafür!! Dies ist durchaus mit einem "Achtungs-Zeichen" zu versehn. Denn wenn wir mal ganz ehrlich sind, sah es bis zur 60 min nicht wirklich danach aus. Nach dem 3:2 hatten wir ein paar physische Vorteile, da der FCC nicht mehr viel entgegensetzte und wir auch endlich effektiv vor dem Tor waren. Etwas, was uns in all den anderen Spielen trotz Chancen nicht gelungen ist. Bleibt zu Hoffen das dieser Effektivität nun Konstanz hinzugefügt werden kann und dass das Selbstvertrauen zurückgekehrt ist.
Gelingt es uns am Freitag das in Halbzeit 2 gezeigte auch einmal über die vollen 90 min auf den Platz zu bringen, können wir den MSV durchaus gewaltig ärgern. Nun, wir werden es sehen und erfahren.

BWG

Tomsen vor 13 Wochen

Der Verein macht keine Werbung für Zeiss, die Firma heißt zwar Carl Zeiss AG wird aber überall nur Zeiss abgekürzt und hat durch Krieg und die Wende ihren Hauptsitz in Oberkochen. Und wie das überall so ist im Osten, haben Unternehmen aus dem Westen kein Interesse im Osten etwas zu sponsern! Am besten wäre auch, den Verein umzubenennen, das Überbleibsel des ehemaligen Werksvereins aus vergangen Tagen ist schon lange hinfällig aber einzigartig. Es gibt seit 30 Jahren keine Verbindung zw Firma und Verein mehr.

Das Interesse von Menschen aus Jena und Umgebung ist groß am Verein, nur leider gibt es keine Kontinuität beim FCC. 2.Liga, 3.Liga, Regionalliga, dieses hin und her, hoch und runter, jahrelange Machtspiele, falsche Besetzung der Chefetagen, nicht gehaltene Versprechen und 20 jährige Diskussionen in der Stadt um einen Stadionneubau lassen auch die treuesten Fans schwinden.
Viele Fans wollen auch nicht im Regen oder der prallen Sonne stehen, deswegen ist der Neubau zwingend nötig

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