Fußball | 3. Liga 1. FC Magdeburg zittert sich gegen starke Berliner zum Sieg

13. Spieltag

Die gute Nachricht zuerst: Der 1. FC Magdeburg schlägt Viktoria Berlin und bleibt souveräner Spitzenreiter. Doch das Spiel war nichts für schwache Nerven, Viktoria stand einige Male vor dem Ausgleich.

Connor Krempicki jubelt über sein Tor für den 1. FC Magdeburg 1 min
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Sa 23.10.2021 15:52Uhr 01:00 min

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Es war ein echter Abnutzungskampf, aber der 1. FC Magdeburg behielt beim 1:0 die drei Punkte im eigenen Stadion. Dabei waren die starken Gäste aus Berlin mehrfach am Ausgleich dran, auch weil die Gastgeber einen Elfmeter vergaben und den Sack nicht zumachten. Als Lohn für den Dreier kann das Team von Trainer Christian Titz den ersten Platz souverän behaupten.

Schnelles Tor und verballerter Elfmeter

Die Magdeburger erwischten einen Traumstart. Schon in der vierten Minute lag der Ball im Netz der Gäste. Alexander Bittroff legte bei einem schnellen Angriff über die linke Seite auf den freistehenden Connor Krempicki quer. Dessen Flachschuss landete im unteren rechten Eck. Die Berliner blieben aber unbeeindruckt, spielten lange Zeit sehr gut mit und hatten auch einige gefährliche Momente. Doch die FCM-Abwehr stand bombensicher, räumte alles ab. Und nach einer schwächeren Phase übernahmen die Magdeburger wieder das Zepter. Krempicki und Schuler vergaben zunächst, dann stand Bittroff nach einem weiten Ball frei vor Keeper Julian Krahl, spielte den aus und wurde von Jakob Lewald gelegt. Die gut 20.000 Fans machten sich schon zum Jubel über das 2:0 bereit, doch Jan-Luca Schuler fand im toll reagierenden Krahl seinen Meister.

v.li.: Alexander Bittroff (FCM, 24), Florian Kath (FCM, 18), Connor Krempicki (FCM, 13), Jubel nach dem Tor zum 1:0
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Chancenwucher auf beiden Seiten

Nach dem Wechsel brauchten die Magdeburger Fans gute Nerven, denn Falcao (47.) und Seiffert hatten für die nun noch stürmischeren Gäste bei Riesenchancen den Ausgleich auf dem Fuß. Magdeburg brauchte bis zur 65. Minute,  konnte sich dann befreien und seinerseits den Sack zumachen. Doch der Schuss von Leon Bell Bell zischte vorbei und Kai Brünker traf kurz vor Spielende vor dem leeren Tor den Ball nicht. So musste gezittert werden, bis nach knapp 94 Minuten der erlösende Abpfiff kam.

v.li.: Moritz Seiffert (Viktoria, 23), Tobias Mueller (FCM, 5)
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Das sagten die Trainer

Benedetto Muzzicato (Berlin): "Nur Jopek und Menz haben schon mal vor so einem Publikum gespielt. Es war in der zweiten Halbzeit ein sehr guter Auftritt. Wir belohnen uns da nicht, die clevere Mannschaft hat gewonnen. Das war von der Idee her so, wie wir uns das gewünscht haben. Man muss noch schneller zum Abschluss kommen. Wenn wir die beiden Chancen machen, dann drehen wir das Spiel. Dass wir am Ende Konter bekommen, war klar. Magdeburg hat eine starke Mannschaft. Der Sieg ist dann verdient."

Christian Titz (Magdeburg): "Wir hatten in der 1. Halbzeit das Spiel kontrolliert, müssen das Spiel da entscheiden. Danach hatten wir 18 Minuten, da hatten wir Glück, zwei gute Möglichkeiten zugelassen. Dann kamen wir wieder gut rein, hatten da vier Chancen, um das Ding zuzumachen. Beide Stürmer hatten heute die Möglichkeit sich zu belohnen, haben es beide nicht geschafft. Die Tabelle hat was Schönes, die zeigt, dass wir konstant punkten. Wichtiger war aber, dass heute die Null stand."

rei

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 23. Oktober 2021 | 14:00 Uhr

65 Kommentare

Hans Sturm vor 4 Wochen

Nicht ein einziger Kommentar handelt von Hass zerfressenen Fußballfans oder ist Anti HFC. Nur du fängst damit an und musst dich unbedingt profilieren.

Flo vor 4 Wochen

Ich bin ja froh, dass die Schar derer mit gesundem Menschenverstand, doch recht groß ist. Aber ich glaube bei manchen wird Hannes zum Märtyrer im Hass gegen Halle und das wird Tradition werden.

FCMfox vor 5 Wochen

Gehe voll mit dir mit, es berührt schon sehr wenn Tausende im Stadion an den Tod eines jungen Fussballfans gedenken, ich habe das am Sonnabend nicht zum ersten mal mitgemacht. An den Schmerz der Familie möchte ich gar nicht denken und ich kann mir nicht vorstellen wie das wäre wenn das meiner Tochter (ehemalige Fussballerin und natürlich auch Fan) passiert wäre. Aber wir können doch deshalb nicht alle Hallenser in Sippenhaft nehmen. Es ist nicht mein Verein, ich leide auch besonders wenn wir gegen Halle verlieren, aber das war es dann auch. Hass gehört nicht zum Sport, sondern Kampf, möglichst fair, Einsatz und Wille. Hass vernebelt den Verstand!
Einmal - Immer