Das 2:0 für Köln durch Daniel Keita-Ruel
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Fußball | 3. Liga CFC schon nach 30 Minuten K.o.

28. Spieltag

Ein Blitztor und zwei Konter haben dem Chemnitzer FC bei Fortuna Köln den Zahn gezogen. Der CFC taumelt weiter der Regionalliga entgegen. Gänzlich unzufrieden war Trainer David Bergner aber nicht.

von Sanny Stephan

Das 2:0 für Köln durch Daniel Keita-Ruel
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Der Chemnitzer FC ist auswärts einfach viel zu harmlos. Beim Aufstiegsaspiranten Fortuna Köln verlor die Elf von David Bergner nach krassen individuellen Schnitzern mit 0:3 (0:3). Für David Bergner war es schon die zweite Niederlage in dieser Saison bei Fortuna Köln. Als Trainer von Rot-Weiß Erfurt verlor er am 12. Spieltag schon mit 0:2.

Chemnitz lässt sich auskontern

Das zwölfte Auswärtsdilemma nahm früh seinen Lauf. Es dauerte gerade 27,38 Sekunden, als der Ball zum ersten Mal im Tor der Chemnitzer landete. Kapitän Dennis Grote vertändelte den Ball im Mittelfeld, Robin Scheu reagierte blitzschnell und schickte Daniel Keita-Ruel auf die Reise. Der Torjäger zirkelte den Ball wunderschön ins rechte Eck.

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Szene aus dem Spiel 1. FC Köln - Chemnitzer FC 1 min
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Chemnitz igelte sich trotz des Malheurs nicht ein, spielte munter nach vorn und war optisch überlegen. Gefährlich wurde es aber nicht. Ganz anders die Gastgeber. Nach einem Angriff über die rechte Seite verpasste Tom Baumgart, dessen Einsatz sich erst kurz vor dem Spiel entschieden hatte, den Antritt von Dominik Ernst, der flankte nach innen, wo Keita-Ruel aus fünf Metern unbedrängt einschieben konnte (17.). Der Chemnitzer FC stellte sich weiter diletantisch an. Nach einem schlimmen Fehlabspiel von Mikko Sumusalo konterten die Kölner erneut. Okan Adil Kurz, der für den verletzten Maik Kegel ins Team gerutscht war, startete durch und erzielte aus 14 Metern seinen ersten Treffer in dieser Saison. So leicht wie gegen Chemnitz wird es wahrscheinlich nicht wieder, Tore zu schießen. Das Abwehrverhalten war zumindest in der ersten Halbzeit nicht Drittligatauglich.

Das Spiel nach vorn sah dagegen deutlich besser aus. Die besten Chancen zum Anschluss hatte Daniel Frahn. Der Routinier, der nach einer abgesessenen Gelbsperre in die Startelf zurückkehrt war, traf per Drehschuss aber nur den Außenpfosten. Wenig später köpfte er völlig freistehend direkt in die Arme von Tim Boss im Tor der Fortuna.

Ereignisarme zweite Halbzeit

Nico Brandenburger, Fortuna Köln
Typische Szene: Chemnitz, hier mit Daniel Frahn, läuft hinterher. Bildrechte: imago/Manngold

Das Spiel war zur Pause entschieden. In der zweiten Hälfte ging es für den CFC nur noch darum, sich seriös aus Köln zu verabschieden. Das klappte. Vor allem auch, weil die Gastgeber einen Gang zurückschalteten. Chemnitz war nun ebenbürtig, nutzte aber selbst die zahlreichen Standards nicht zur Resultatskosmetik. Zum Pech kam dabei auch Unvermögen und fehlende Zielstrebigkeit im Abschluss. Dafür stand die Abwehr deutlich stabiler und ließ sich nicht, wie Hälfte eins, permanent herauslocken. Während die Kölner mit ihrem Anhang den vierten Sieg in Folge bejubelten, kassierte Chemnitz die zwölfte Pleite in fremden Gefilden. Ein Glück, dass noch mehr Heim- als Auswärtsspiele (7/4) anstehen. Ein Mutmacher. Wenn auch nur ein Kleiner.

Das sagten die Trainer:

David Bergner (Chemnitz): "Wenn du nach 27 Sekunden den Rückstand kassiert, ist das nicht förderlich für das Spiel. Wir wussten, dass der Gegner brutal gut presst und ein schnelles Umschaltspiel hat, umso bitterer ist es, wenn das Spiel nach 30 Minuten entschieden ist. Bezeichnend für unser Spiel waren die zwölf bis 14 Abschlüsse aus denen wir kein Kapital schlagen konnten. In der zweiten Halbzeit haben wir ein anderes Gesicht gezeigt und gegen einen Aufstiegsaspiranten 0:0 gespielt. Das 0:3 geht dennoch in Ordnung."

Uwe Koschinat (Köln): "Die frühe Führung hat uns extrem in die Karten gespielt. Die Entstehung des Tores war typisch für unser Spiel. Auch die beiden anderen Tore waren souverän und gut herausgespielt. Die Defensive hat mir trotzdem nicht gut gefallen. Wir haben zu viele Standards zugelassen. Da hatten wir Glück, dass die Chemnitzer nicht die Effizienz hatten, die meine Mannschaft aktuell auszeichnet."

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 07. März 2018 | 21:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. März 2018, 08:06 Uhr

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27 Kommentare

09.03.2018 19:26 wicky 67 27

Nachtrag zu @25:

Sorry CFC! 11 Spiele meinte ich natürlich. Auch wir haben noch 11 Spiele.

09.03.2018 18:04 Kompanie 26

Danke ORAKEL das du anwesend warst! Sind auf deinen Wegen und sehen uns allesamt am Sonntag! On Fire Kamerad

09.03.2018 16:15 wicky 67 25

@23: ORAKEL:

Danke mein Freund für Deinen netten Beitrag, obwohl ich ja in diesem Forum noch nichts geschrieben hatte. ;-)
Jedenfalls wünsche ich den CFC, daß er die Sportfreunde aus Lotte in spätestens 5-6 Spieltagen noch überholen wird! Es sind ja noch 10 Spiele.
Für uns Erfurter sieht es hingegen leider etwas schlechter aus. Trotzdem wäre es schön, wenn am Saisonende alle noch bedrohten Ostvereine den Klassenerhalt packen werden!!! ;-)

Sportlich faire Fangrüße nach Chemnitz aus der Blumenstadt! ;-)

09.03.2018 13:48 Himmelblauer 24

Noch ist nichts verloren 8 Punkte sind machbar und wenn es doch nicht reicht dann halt Liga 4. Wir sind einmal zurück gekommen und werden es auch wieder schaffen. Einmal CFC immer CFC

09.03.2018 11:05 ORAKEL 23

Danke an meine beiden Freunde wicky 67 und Sachsenring.
Vielleicht kriegt der CFC noch die Kurve.

09.03.2018 10:27 Leo-Armine 22

Schade um den CFC und für all die, die mit himmelblauem Herzblut dabei sind. Aber so geht es in die Regio - hoffentlich übersteht das der Verein wirtschaftlich.

09.03.2018 06:52 pinfighter 21

Also jetzt mal zusammenreißen.Kämpfen um jeden Punkt.Ihr werdet das schaffen.Absteiger sind Lotte,Bremen 2 und Assbach Uralt.Grüsse aus Zwigge.

08.03.2018 19:38 Holger FSV Fan 20

Ich würde mir das so wünschen, das ihr mit Lottikarotti noch die Plätze tauscht! Bitte bitte!

08.03.2018 18:36 chemnitz 19

der Klub ist nur so gut, wie seine Führung.
das hat auch Sven Köhler mitbekommen müssen, obwohl er fast unmögliches erreicht hat. Auch sein Kommentar im mdr-tv (02/18): "Spieler alle schlecht gespielt, nur mit viel Glück und nem guten Torwart gewonnen"
Wann lernen die hier in chemnitz, dass wir kurzfristig nicht Dresden oder Bayern sind mit jedem Heimspiel ausverkauft? Das ging dort auch nicht so schnell.

08.03.2018 18:17 The Moon 18

Wenn der Club absteigt, was auch so sein wird, dann muss der gesamte Vorstand und Aufsichtsrat zurücktreten und die Mitglieder werden bestimmen, wer den Neuanfang steuern soll. Egal wer jetzt bei Vorstand und Aufsichtsrat dabei ist ! Neuanfang !

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