Fußball | 3. Liga FSV Zwickau bleibt nach Pleite gegen Ingolstadt in höchster Not

34. Spieltag

Die Chance war so groß, nach Punkten auf Chemnitz und Halle aufzuschließen. Doch der FSV Zwickau blieb glücklos, der FC Ingolstadt dagegen stach eiskalt zu. Jetzt wird es für die Schwäne richtig eng im Abstiegskampf.

Zwickaus Maurice Hehne holt nach dem 0:2 den Ball aus dem Netz
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Der FSV Zwickau hat die große Chance verpasst, durch einen Sieg gegen den FC Ingolstadt die Abstiegsplätze zu verlassen. Das 0:3 lässt die „Schwäne“ weiter um den Klassenerhalt zittern. Dabei war ein Erfolg nicht unmöglich, die Westsachsen spielten eine starke erste Halbzeit. Doch während die Westsachsen nur den Pfosten trafen, stachen die Konter der Gäste kurz vor der Pause.

FSV Zwickau 2 min
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So 21.06.2020 19:45Uhr 01:37 min

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Toni Wachsmuth (Sportdirektor FSV Zwickau) 4 min
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So 21.06.2020 20:08Uhr 04:04 min

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FSV trifft Pfosten - FCI zweimal eiskalt

Zwickau startete stark, Ronny König traf bereits nach sieben Minuten den rechten Pfosten. Dann stand dem Tor von Nils Miatke der Ex-Zwickauer Nico Antonitsch im Weg, der vor der Torlinie den Schuss abwehrte. Ingolstadt konnte weitgehend vom Tor ferngehalten werden, bis zur 40. Minute, als Maximilian Beister für Fatih Kaya auflegte, dieser den Ball an Keeper Johannes Brinkies vorbeilupfte. Mit dem Pausenpfiff der zweiten Nackenschlag. Stefan Kutschke netzte nach Doppelpass mit Beister aus zwölf Metern flach ein.

Sologang von Stefan Kutschke
Die Vorentscheidung: Das 0:2 durch Stefan Kutschke Bildrechte: imago images/Stefan Bösl

Schwäne erholen sich nicht mehr

Der zweite Gegentor wirkte nach, Zwickau bekam in der zweiten Halbzeit keinen Zuschnitt, Ingolstadt dominierte nun und schaffte folgerichtig in der 54. Minute das dritte Tor. Kaya bediente von rechts Beister, der aus vier Metern ins kurze Eck vollendete. Der Genickbruch für Zwickau, Abschlüsse gab es keine mehr. Ingolstadt auf der anderen Seite hätte sogar noch nachlegen können.

Das sagten die Trainer

Tomas Oral (Trainer FC Ingolstadt): "Ich wusste, dass sich die Mannschaft belohnt, wenn sie dranbleibt. Ich war nicht überrascht, Zwickau hat eine robuste Mannschaft. Sie versuchen schnell in die Box zu kommen. Das ist ihre Spielweise. Souverän war es, nachdem wir 1:0 in Führung gingen. Wir haben im Verbund ganze Arbeit geleistet. Wenn die anderen alle gewinnen, müssen wir das auch. Wir brauchen Siege."

Joe Enochs (Trainer FSV Zwickau): "Nach jedem Spiel sitzt der gegnerische Trainer hier und sagt, wie schwer Zwickau zu bespielen ist. Uns fehlen aber die Punkte. 30 Minuten waren wir ordentlich im Spiel. Dann kommt ein langer Ball. Das ist extrem bitter. Ich glaube, heute fehlte in manchen Phasen die Mentalität. Beim 2:0 lamentieren wir Foul, da muss ich anders reagieren. Es sind viele Kleinigkeiten im Spiel, wenn wir lamentieren, fällt das 2:0. Das war ein bitterer Nackenschlag. Nach dem Wechsel hat man die Verunsicherung und die Angst gesehen. Es gab ein Gespräch mit den Fans, die immer positiv sind. Mit dieser Leistung in der zweiten Halbzeit wird es schwer, die Klasse zu halten. Es ist kurz vor zwölf, wir müssen wach werden. Werden wir das nicht, haben wir keine Chance.“

Toni Wachsmuth (Sportdirektor FSV Zwickau): "Es gab eine Ansprache. So ein Spiel können wir so nicht stehen lassen, vor allem die zweite Halbzeit. Der unbedingte Wille, die Leidenschaft haben gefehlt. Ich fand auch die erste Halbzeit nicht schlecht, wir machen es dem Gegner aber zu leicht. Die Gegentore, das ist zu billig. Das dritte Tor ist auch zu simpel gefallen. Wir kassieren zu viele Gegentore. Solche Spiele dann zu drehen, das schaffst du nicht jede Woche. Den Charakter der Mannschaft stelle ich nicht in Frage. Heute hat man die qualitativen Unterschiede gesehen. Wenn vier, fünf Leistungsträger fehlen, können wir mit so einer Mannschaft wie Ingolstadt nicht mithalten. Wir haben noch zwei Spiele gegen direkte Konkurrenten, da müssen wir wieder das an den Tag legen, was wir können – über 90 Minuten."

Nach der Partie hatten einige Anhänger, die trotz Geisterspiel zum Stadion gekommen waren, Redebedarf. Die Mannschaft stellte sich den Fragen.

Fans des FSV Zwickau
Fans des FSV Zwickau stellten das Team nach der Heim-Niederlage zur Rede. Bildrechte: MDR/Philipp Weiskirch

rei

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 21. Juni 2020 | 19:30 Uhr

23 Kommentare

Blauer Hund vor 6 Wochen

Zwickau wird nicht auf Drittligafussball verzichten müssen!
Denn bei Heimspielen von Dynamo sind sie doch weiterhin zu Gast dort.
Aber ganz im Ernst:
Ich wünsche keinem sächsischen Verein, trotz sportlicher Rivalität einen Abstieg.
Habe mein Leben lang selber Fussball gespielt. In der Mannschaft hatten wir immer Symphatisanten von Dresden, Aue, Zwickau..etc.
Man hat sich geneckt, aufgezogen und danach saß man zusammen, so muss das sein.
Sind noch genügend Punkte zu vergeben.
Als Fans darf man nie aufgeben, die Mannschaft tut es auch nicht.

BSG der Echte vor 6 Wochen

Wenn ihr, wider Erwarten, doch absteigt, könnt ihr ja wenigstens mal wieder das Lila Schweinchen in die Luft steigen lassen, so als letzten Gruss. Damit würden ihr und eure schwarzgelben Brüder wenigstens noch was zum lachen haben. Wenn der Rest schon traurig ist. Gruss von einem richtigen Verein.

Nur Wismut Aue vor 6 Wochen

Nicht resignieren. Auch Meuselwitz kocht nur mit Wasser. Vielleicht können Eure dünnamischen Freunde paar Tips geben ? Ach, die sind ja auch abgestiegen.

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