Fußball | 3. Liga Zwickau beendet Heimmisere und atmet auf

18. Spieltag

Die "Schwäne" haben den Heim-Bock umgestoßen: Der FSV Zwickau hat am Sonntag (10.01.2021) mit 2:1 gegen "Kellerrivale" Lübeck gewonnen. Yannick Deichmann traf für den VfB, Ronny König und der eingewechselte Manfred Starke drehten die Partie. Das Team von Joe Enochs siegte erstmals seit September 2020 zuhause und verlässt die Abstiegsränge. Es war ein Spiel der verrückten Geschichten.

FSV Zwickau - VfB Lübeck 10 min
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So 10.01.2021 17:30Uhr 10:03 min

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Zwickau engagiert - VfB nutzt erste Chance

Das erste Drittliga-Duell beider Vereine wurde von Florian Lechner geleitet. Dem Schiedsrichter, der den FSV auch beim bislang letzten Heimerfolg gegen Haching begleitet hatte. Das gute Omen half Zwickau in der ersten halben Stunde, in der die "Schwäne" mehr vom Spiel hatten. Doch mit der ersten klaren Chance brachte Deichmann den Aufsteiger in Führung (35.). Der FSV wirkte danach verunsichert und musste sich in der Pause neu aufstellen.

v.l. Mike Koennecke, Zwickau, 13, Yannick Deichmann, Lübeck, 10 im Zweikampf um den Ball.
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FSV steigert sich - König und Starke treffen

Nach dem Wechsel machte der FSV dann ordentlich Druck. Dustin Willms scheiterte zweimal knapp, ehe Sturmkollege König die Westsachsen mit dem Ausgleich belohnte (64.). Das 50. Drittliga-Tor des "King" war das so dringend benötigte Erfolgserlebnis für den FSV.

Torschütze Ronny König und Dustin Willms von Zwickau bejubeln das 1:1.
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Denn Zwickau gab in der Folge weiter den Ton an. Zudem hatte das Team einen sicheren Rückhalt in Johannes Brinkies, der bei einem Flachschuss auf dem Posten war (82.). Kurz darauf erlöste Starke den FSV mit dem 2:1, nachdem er den Ball vom ebenfalls eingewechselten Morris Schröter serviert bekommen hatte (84.). Starke hatte schon beim Saisonauftakt das Siegtor erzielt. Durch eine Leistungssteigerung verdiente sich der FSV drei wichtige Punkte für den Klassenerhalt und durfte nach Abpfiff durchpusten.

Stimmen zum Spiel

Rolf Landerl (Trainer Lübeck): "Glückwunsch an den FSV. Wir haben sehr gut ins Spiel gefunden und haben in der ersten Halbzeit umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Wir haben gut umgeschaltet und sind nicht unverdient in Führung gegangen. Nach der Pause war klar, dass Zwickau alles reinwirft und mit noch mehr Aggressivität spielt. Wir haben in der zweiten Halbzeit dem Druck nicht standgehalten. Beim 1:1 verlieren wird die Ordnung. Dabei ist es eine Stärke von Zwickau, über die Außen zu kommen. Beim zweiten Tor kommen wir dann nicht in die Zweikämpfe. Wir haben zu wenig investiert, um als Sieger vom Platz zu gehen. In der zweiten Hälfte waren wir zu bescheiden und zu ängstlich."

Joe Enochs (Trainer Zwickau): "In der ersten Halbzeit waren wir nicht so im Spiel. Wir hatten zwar Ballkontrolle, haben aber nach vorn nicht viel zustande gebracht. Da war Lübeck gefährlicher und ist auch in Führung gegangen. Nach der Halbzeit haben wir ein anderes Gesicht gezeigt. Wir haben an uns geglaubt und unsere Stärken ins Spiel gebracht. Ich freue mich, denn es ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Wir haben am Mittwoch das nächste Spiel gegen Ingolstadt. Wir müssen weiter erfolgreich sein. Heute genießen wir den Sieg, morgen wird regeneriert und ab Dienstag liegt der Fokus auf dem nächsten Spiel."

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 10. Januar 2021 | 19:30 Uhr

13 Kommentare

sportspecker vor 2 Wochen

Ich würde euch ein Hausverbot für die „Lila-weiße Zwiebel“ empfehlen. Oder glaubt hier einer wirklich, der ist umsonst nach Zwickau „delegiert“ worden. :-)

Hubert vor 2 Wochen

Glückwunsch zum Sieg nach Zwickau. Auch wenn die erste Halbzeit nicht rosig war, es ist noch lange nichts verloren für Zwickau. Drei Punkte sind drei Punkte. Mit Kampf und Spielwillen wie in der 2.Halbzeit ist der Klassenerhalt machbar. Sich irgendwie aufgeben ist keine Option.
Dynamische Grüße nach Zwickau
und speziell noch an Zwickauer1🙋‍♂️
Hubert

AufmerksamerBeobachter vor 2 Wochen

Zwickau sollte nicht jammern wegen der vielen Spiel jetzt in Januar. Das Wetter spielt robusten Truppen wie Zwickau oder Meppen in die Karten, weil techn/takt. Hochgeschwindigkeitsmannschaften wie Ingolstadt, Mannheim oder Köln im Winter ihre Technik nicht ausspielen können. Auch Saarbrücken hat seit Ende November Probleme, wenn die Plätze tiefer als die Temperaturen werden.. sollte man nutzen und ein paar Punkte holen. Ob es am Ende wieder reicht? Irgendwie sehe ich die anderen Mannschaften nicht, die absteigen werden.

Duisburg?: glaube ich nicht.
'Lautern?: auch nicht.
BII?: glaube ich
MD: fürchte ich
Z?: weiß ich nicht