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Fußball | 3. LigaFSV Zwickau zwingt HFC in die Knie – Baumann und Brinkies retten Enochs den Job20. Spieltag

Stand: 28. Januar 2023, 16:21 Uhr

Dank Angreifer Dominic Baumann und dem großartig aufgelegten Keeper Johannes Brinkies hat der FSV Zwickau den Kellerkonkurrenten Hallescher FC an der Saale in die Knie gezwungen. Dem zuvor öffentlich angezählten FSV-Trainer Joe Enochs dürfte das den Job gerettet haben.

Erleichterung beim FSV Zwickau: Torschütze Dominic Baumann wird von Jan-Marc Schneider, Ronny König und Leonhard von Schrötter für das herrliche Führungstor beglückwünscht. Bildrechte: IMAGO/Eibner

Der FSV Zwickau hat sein erstes Ausrufezeichen im neuen Jahr gesetzt und das mitteldeutsche Drittliga-Krisenduell beim Halleschen FC mit 2:0 (1:0) für sich entschieden. Vor fast 8.000 Zuschauern im Leuna-Chemie-Stadion avancierten Doppelpacker Dominic Baumann (18./90.) und allen voran Torhüter Johannes Brinkies zu den Zwickauer Matchwinnern, während die erst in der Schlussphase richtig in Fahrt gekommenen Gastgeber vor der späten Entscheidung reihenweise Ausgleichschancen liegen ließen. Zwickau springt durch den ersten Sieg seit Anfang November zumindest über Nacht auf einen Nichtabstiegsplatz – der HFC ist nach dem 20. Spieltag definitiv Vorletzter.

Zwickau-Angreifer Dominic Baumann zieht ab und trifft sehenswert ins linke Eck. Bildrechte: IMAGO / Eibner

Baumann schockt den HFC

Während Halles erst am Freitag kurzfristig verpflichteter Angreifer Nik Omladic noch nicht im Kader stand, durfte FSV-Neuzugang Jan-Marc Schneider direkt von Beginn an ran. Die Gäste zeigten sich deutlich verbessert im Vergleich zur wenig Mut machenden Auswärtsniederlage bei 1860 in der Vorwoche. Defensiv gut organisiert, aggressiv, kompakt und effizient – Zwickau spielte jüngst vermissten Zwickau-Fußball, den Dominic Baumann durch einen herrlichen Treffer aus 20 Metern ins linke Eck (18.) noch mit der späteren Pausenführung krönte.

Halle war offensiv besser in die intensive, teils giftige Begegnung mit vielen Fouls und noch mehr Zweikämpfen gekommen. Dominik Steczyk aus spitzem Winkel (11.) und Nico Hug mit einem flatternden 22 Meter-Pfund (13.) hatten Zwickau-Kapitän Brinkies zu guten Paraden gezwungen. Während Brinkies noch gegen Steczyk eingreifen musste (31.), hatte Baumann kurz vor der Pause frei aus 17 Metern seine zweite gute Chance der Partie (43.).

FSV-Kapitän Johannes Brinkies war in Halle unbezwingbar. Bildrechte: IMAGO/Eibner

Halle scheitert an Brinkies, Baumann schlägt wieder zu

Nach Wiederanpfiff fanden die Gastgeber lange Zeit kein Mittel, um die weiterhin bestens verteidigende FSV-Defensive wirklich in Verlegenheit zu bringen. Erst der zum zweiten Durchgang eingewechselte Timur Gayret und Tom Zimmerschied sorgten für Hallenser Torannäherungen (59./61.) – auf der gegenüberliegende Seite zischte Schneiders Schuss aus 18 Meter nur unweit vorbei (62.). Zudem verhinderte HFC-Schlussmann Gebhardt mit einer Hand das Eigentor von Vordermann Alexander Winkler (69.). Allerdings hatten die Westsachsen zu diesem Zeitpunkt Glück, dass Maximilian Jansen nach wiederholtem Foulspiel (53.) noch auf dem Feld war.

Kurz vor Anbruch der Schlussviertelstunde fanden die Hallenser dann urplötzlich doch das Gaspedal, das Trainer André Meyer eigentlich schon mit Anpfiff gefordert hatte. Die Zwickauer wackelten, aber wussten in dieser massiven Drangphase der Saalestädter ihren überragenden Kapitän Brinkies im Kasten, der gegen Niklas Kreuzer (73./74.), gegen Andor Bolyki (75.), gegen Gayret (78.) und gegen Aaron Herzog (81.) jeweils glänzend reagierte. Zudem zielte Zimmerschied aus 18 Metern um Zentimeter vorbei (86.). So ereilte den HFC das fast schon folgerichtige Ende: Ex-Hallenser Jan Löhmannsröben chippte in Baumanns Lauf, der Gebhardt umkurvte und ins leere Tor schob (90.).

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mhe

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 28. Januar 2023 | 14:00 Uhr

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