Fußball | 3. Liga HFC-Last-Minute-Comeback: Schnorrenberg vorerst gerettet

31. Spieltag

Der Hallesche FC hat in letzter Sekunde das Spiel gegen den KFC Uerdingen noch umgebogen und seinem Trainer Florian Schnorrenberg damit vorerst den Job gerettet.

Hallescher FC - KFC Uerdingen 2 min
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Der Hallesche FC hat am Freitagabend nach fünf Spielen ohne Sieg endlich wieder gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Florian Schnorrenberg bezwang den KFC Uerdingen nach Rückstand durch zwei ganz späte Tore noch mit 2:1 (0:0). Damit dürfte der Job von Schnorrenberg, der vor dem Spiel auf der Kippe stand, vorerst gesichert sein.

Feigenspan bringt Uerdingen in Führung

Die Gastgeber aus der Saalestadt begannen gut und hätten durch Braydon Manu (3.) und Julian Guttau (9./18.) früh in Führung gehen können. Für Uerdingen vergab Mike Feigenspan (28.) eine gute Möglichkeit. Nach dem Seitenwechsel sorgte jener Feigenspan dann für den Schockmoment: Er setzte sich auf der rechten Außenbahn durch, zog in den HFC-Strafraum und schloss aus spitzem Winkel ab zum 0:1 (62.).

Sven Müller 1 min
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Die Hallenser wirkten anschließend etwas ratlos, während Uerdingen clever die Räume verdichtete. Es fehlte die zündende Idee bei den Hausherren. Umso verrückter war die Schlussphase: Zunächst war es Außenverteidiger Fabian Menig, der eine Chance für den HFC liegen ließ (85.). Auf der anderen Seite rettete Torwart Sven Müller gegen - natürlich - Feigenspan (88.).

Vucur und Boyd retten den HFC

Und dann war es ausgerechnet Abwehrmann Stipe Vucur, der mit nach vorn aufrückte und das 1:1 erzielte (90.). Doch damit nicht genug: Top-Stürmer Terrence Boyd setzte noch einen drauf und drehte das Spiel komplett - 2:1 (90./+2).

Florian Schnorrenberg
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Das sagten die Trainer

Stefan Krämer (Krefeld): "Mit der ersten Halbzeit war ich überhaupt nicht einverstanden. Bei uns geht es in der Halbzeit eigentlich sehr analytisch zu. Heute war es ein bisschen lauter. Zweite Halbzeit war deutlich besser, wir sind verdient in Führung gegangen. Dann ist Fußball halt Fußball. Dann passieren Dinge, die mit Logik nichts zu tun haben."

Florian Schnorrenberg (Halle): "Die Mannschaft hat speziell in der ersten Halbzeit ein richtig gutes Spiel gemacht. Wäre heute sowas von bitter gewesen, gar nichts hier zu behalten. Dass wir es dann komplett drehen, ist dann ganz verrückt und setzt hoffentlich Kräfte frei."

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mze

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 10. April 2021 | 16:00 Uhr

52 Kommentare

revolvere vor 4 Wochen

meine güte. wir haben endlich mal wieder ein spiel gewonnen.
man wusste schon gar nicht mehr, wie sich das anfühlt. übrigens hat die victoria mit dem neuen trainer mächtig an aufwind gekriegt. ihr dürft euch warm anziehen.

Heinz K. vor 4 Wochen

Ob gern oder ungern, da pelle ich mir ein Ei drauf. Ich hab nun mal zu vielen Dingen eine Meinung und ich werde mich hier garantiert nicht verbiegen for everybody darling🙃
Ich behaupte aber auch, wenn man mich nicht gerade unter der Gürtellinie angepullert hat, den Anstand bewahrt zu haben. Manchmal ist die Wahrheit grausam, bleibt aber die Wahrheit , auch wenn es weh tut.
Ansonsten bin ich einer, der zumindest allen mitteldeutschen Vereinen das Beste wünscht. Und das meine ich ehrlich

Greifswald 57 vor 4 Wochen

So. Erleichterung, Euphorie, Blutdruck und Herzfrequenz (Whisky) machen einem klaren Blick Platz:
1. Gegen wen will der HFC gewinnen, wenn nicht gegen einen Gegner, der sich selbst in "schwer See" befindet - und ohne Stürmer auswärts antritt?
2. Chancenverwertung (waren durchaus da) bis kurz vor Schluss nicht gut; obwohl lange Phasen deutliches Übergewicht
3. Gegentor offenbart eklatante Schwächen in der Verteidigung (die zu nutzen der KFC glücklicherweise(!) nicht in der Lage war)
4. Einsatz der "Jungen" (Sherba, Guttau und vor allem Dehl - Vorlagen zu beiden Toren) brachte viel frischen Wind
5. Die zwei Tore waren Resultat des Willens; Glück gehört dazu
6. In Summe war der Sieg glücklich und KEINESFALLS das Ergebnis von Plan und Struktur - Prinzip "alles nach vorn", es gibt nichts zu verlieren
7. Es bleibt zu hoffen, dass es mehr als nur ein "Sechs-Punkte-Spiel" war und der Sieg "nachwirkt"
8. Der HFC sollte das Glück nicht überstrapazieren - nochmal 8 sieglose Spiele würden reichen