Fußball | 3. Liga Drama-Finale: Zwickau verliert in letzter Sekunde

35. Spieltag

Was für ein Drama! Der FSV Zwickau hat in einem am Ende hochspannenden Kellerduell bei Preußen Münster in letzter Sekunde 1:2 (0:0) verloren. Ausgerechnet FSV-Torwart Johannes Brinkies stand dabei im Mittelpunkt.

Zwickaus Johannes Dörfler links im Zweikampf mit Münsters Simon Scherder
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Der FSV Zwickau hat in einem dramatischen Kellerduell bei Preußen Münster in letzter Sekunde 1:2 (0:0) verloren. Die Mannschaft von Trainer Joe Enochs musste die Münsteraner damit in der Tabelle passieren lassen. Nun wird es für den FSV ganz schwer im Abstiegskampf.

Münster - Zwickau 1 min
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Wegkamp bringt Zwickau in Führung

Beide Mannschaften begannen in der Abendhitze von Münster verhalten und hochkonzentriert. Niemand wollte einen Fehler machen in diesem Kellerduell. Entsprechend gab es in der ersten Halbzeit kaum Chancen. Die beste Möglichkeit für Zwickau vergab Morris Schröter, der nach einem Stockfehler von Oliver Steurer zu überhastet abschloss (10.). Auf der anderen Seite vergab Fridolin Wagner nach einer langen Flanke eine gute Kopfballgelegenheit (36.).

Nach dem Seitenwechsel agierten die Gastgeber dann deutlich forscher, Zwickau wirkte zunächst davon überrascht: Lucas Cueto nahm es mit zwei Gegenspielern auf und scheiterte aus Nahdistanz an FSV-Torwart Johannes Brinkies (53.). Doch die Zwickauer kamen zurück, pressten sich wieder ins Spiel - und Gerrit Wegkamp, der für Elias Huth in der Startelf stand, verwandelte einen Freistoß von Morris Schröter per Kopf zum 0:1 (59.).

Mörschel schnürt den Doppelpack

Münster antwortete mit wütenden Angriffen. Brinkies stand mehr und mehr im Mittelpunkt und parierte zunächst glänzend gegen zwei Kopfbälle von Luca Schnellbacher und Jan Löhmannsröben (65.). Dann aber unterlief dem Zwickauer Schlussmann ein dicker Patzer, als er nach einer Flanke den Ball fallen ließ - Heinz Mörschel staubte ab zum 1:1 (78.).

Das Spiel, das schon spannend war, geriet nun zum Drama. Enochs brachte mit Huth einen dritten Stürmer, doch Münster drückte am Ende etwas mehr auf den Sieg. Und tatsächlich - es passierte in der Nachspielzeit: Nach einer Kopfballverlängerung war der eingewechselte Joel Grodowski frei durch und fiel im Zweikampf mit Brinkies - Elfmeter. Mörschel ließ sich die Chance nicht nehmen und schnürte den Doppelpack (90.+3).

Das sagten die Trainer (Magenta Sport)

Joe Enochs (Zwickau): "Der hebt ab vor dem Elfmeter. Und es war zuvor ein ganz klares Foul im Mittelfeld. Wir haben aber auch nicht gut gespielt. Wir haben durch einen Standard 1:0 geführt. Wir wollten den Sieg in der Hand halten. Haben zu viele Bälle vorn reinspielen lassen. Und dann kriegt man halt solche Tore."

Sascha Hildmann (Münster): "Das war heute nix für schwache Nerven. Es war ein brutal intensives Spiel. In der zweiten Häfte haben wir nur auf ein Tor gespielt. Kriegen einen blöden Standard, wo Zwickau extrem gefährlich ist, dann musst du erstmal so zurückkommen. Deshalb bin ich umso glücklicher, dass wir uns belohnt haben."

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mze

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 24. Juni 2020 | 21:45 Uhr

35 Kommentare

WestSACHSE vor 6 Wochen

Münster:
- Extrem unglücklich verloren
- Witz 11er
- "König, hau ab du Ossi" ?

So:
- Jetzt Braunschweig
- Tabellenführer, was soll's
- nochmal ALLES raushauen
- JETZR ERST RECHT!

Der FUssBALLFAN vor 6 Wochen

Wir haben eine köperbetonte spielweise. Aber nennen Sie mir in 4 Jahren 3 Liga ein Spieler der durch ein faul eines Zwickauer Spieler lange ausgefallen ist. Das können sie nicht . Sie müssen kein Fan von uns werden aber scheiß müssen sie auch nicht verbreiten.

Der FUssBALLFAN vor 6 Wochen

So würde ich das nicht nennen. Ein finzieler kraftakt ja war es aber eine Erlösung jetzt abzusteigen das will keiner. Ohne corona hätten wir das geschafft.

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