Fußball | 3. Liga Dritter Sieg in Serie – FSV Zwickau bändigt auch die Münchner "Löwen"

22. Spieltag

Der FSV Zwickau hat beim TSV 1860 München einen wichtigen Auswärtssieg eingefahren. Nach einer kämpferisch beeindruckenden Leistung konnten die Sachsen im Grünwalder Stadion die Münchner "Löwen" mit 1:0 (0:0) bezwingen. Matchwinner für die "Schwäne" war erneut Morris Schröter. Durch den Sieg entfernte sich der FSV um sieben Punkte von der Abstiegszone.

Die "Löwen" erwischten den besseren Start in die Partie und setzten die FSV-Defensive von Beginn an arg unter Druck. Nach elf Minuten musste FSV-Keeper Johannes Brinkies das erste Mal eingreifen, als sich Stefan Lex im Rücken der Abwehr davon gestohlen hatte. Aber Brinkies behielt wie so oft in Hälfte eins die Oberhand und klärte zur Ecke.

Brinkies und viel Glück in der ersten Halbzeit

Zwickau bejubelt Sieg zum Schluߟpfiff.
Johannes Brinkies mit dem Urschrei nach Abpfiff. Vor dem Seitenwechsel bewahrte der FSV-Keeper sein Team mehrmals vor dem Rückstand. Bildrechte: imago images/Passion2Press

In der Folge häuften sich die Chancen für die Gastgeber. Zwickau hatte viel Dusel, dass erneut Lex zehn Minuten später nur die Latte traf. Brinkies sagte nach dem Spiel, es habe sich "ein bisschen wie beim Handball angefühlt in der ersten Halbzeit". Aber 1860 verpasste es, das Tor zu machen und so ging es torlos in die Kabine. Und wenn man vorne die Dinger nicht macht...

Joe Enochs hatte in der Umkleide wohl die richtigen Worte gefunden, denn die "Schwäne" kamen deutlich besser in die zweite Halbzeit. Der Aufbau der Münchner wurde früh gestört, wodurch die die "Löwen" nicht mehr wirklich in die Gefahrenzone des FSV vordrangen.

Schröter eiskalt vor dem Tor

Dennis Erdmann TSV 1860 München, 13 reklamiert, im Hintergrund bejubeln die Zwickauer Spieler das Tor zum 0:1
Dennis Erdmann kann es nicht fassen – die Zwickauer bejubeln Schröters schlussendlich "Goldenes Tor". Bildrechte: imago images/foto2press

Zwar ging für Zwickau auch nicht viel nach vorne, aber zum Glück hat der FSV ja einen Morris Schröter. Es lief die 66. Minute, als die Sachsen das erste Mal gefährlich im 1860-Strafraum auftauchten: Ronny König machte den Ball stark fest, legte auf den heranstürmenden Can Coskun ab – "Löwen"-Schlussmann Hiller konnte den Schuss des Linksaußen zwar parieren, der Ball landete aber direkt vor den Füßen von Schröter, der ins leere Tor einschob. Es war dessen viertes Tor binnen acht Tagen und sein siebter Saisontreffer insgesamt.

Im Anschluss stand die Verteidigung der Zwickauer bombensicher und machte den 60ern das Leben schwer. Die kamen in der zweiten Hälfte zu keinem vernünftigen Abschluss mehr und so entführte der FSV am Ende nicht unverdiente drei Punkte aus dem Grünwalder Stadion.

Das sagten die Trainer

Joe Enochs (Zwickau): "Wie die Mannschaft in der zweiten Halbzeit gearbeitet hat, war der Schlüssel zum Erfolg. Klar haben wir nicht so viele Torchancen gehabt, aber Morris (Schröter) braucht momentan nicht viele Chancen. Ich finde es richtig gut, dass wir hinten so konzentriert spielen und diese Phase wollen wir mitnehmen und auch nächste Woche gegen Halle wieder siegreich sein."

Michael Köllner (München): " Wir haben uns heute selber geschlagen. Nach der ersten Halbzeit müssen wir 3:0 führen und das Spiel muss durch sein. Zwickau macht mit der ersten Chance das Tor und wir schaffen es am Ende dann nicht mehr torgefährlich zu werden. Aber die Partie haben eindeutig in der erste Hälfte verloren."

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Spieler von Borussia Dortmund II spielt den Ball und erzielt das Führungstor.
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 31. Januar 2021 | 19:30 Uhr

49 Kommentare

H.Notzer vor 42 Wochen

Der unverhoffte Sieg von Zwinge sollte sich auch positiv auf das z.Zt.etwas ins Wanken geratene Nervenkostüm der Dynamos auswirken.So hat man die Möglichkeit sich ordentlich auf dasDerby in Magdeburg vorzubereiten.So ist es nach meiner Meinung wenn man ehrlich ist, gar nicht so verkehrt gewesen, dass das Bayernspiel ausgefallen und das Nachholspiel gegen Frankfurt noch einmal etwas verschoben wurde.Ich hatte das Gefühl,dass sich die Mannschaft nach den Rückschlägen im Januar neu finden muss.Weitere Niederlagen wären Gift für den weiteren Saisonverlauf.Man kommt schnell in eine Abwärtsspirale.Innerlich denkt unsere Sportführung ähnlich oder sie haben andere Argumente.Die zwei-bis drei englischen Wochen sollten nicht als unüberbrückbare Hürde hingestellt werden.Siehe das Beispiel Mannheim,sie haben bei fünf Spielen im Januar vier Siege eingefahren.Die Verletzungslücken sind geschlossen.Mit H.M.haben wir einen Zugang, der im Mittelfeld noch die entscheidenden Spiele abliefern wird.

zwigger1 vor 42 Wochen

Nach der ersten Halbzeit hatte ich Angst das wir so eine Packung wie Chemie bekommen, aber was die Jungs dann abgeliefert haben war ganz groß Klasse
Verdienter Sieg

zwigger1 vor 42 Wochen

Zum Glück ist das Vergangenheit
Ich kann da noch unzählige Bsp bringen
In dem Aua Dorf gabs zur Begrüßung Pissbeutel
Aber das ist Vergangenheit und man kann auch wieder mit dem Auto und Zwickauer Kennzeichendurch das Dorf fahren