Fußball | 3. Liga Erste HFC-Niederlage unter Schnorrenberg

34. Spieltag

Der Hallesche FC hat im vierten Spiel unter seinem neuen Trainer Florian Schnorrenberg die erste Niederlage kassiert: Die Hallenser verloren bei 1860 München mit 1:2 (1:1) und bleiben in der 3. Liga stark abstiegsgefährdet.

Daniel Wein im Zweikampf mit Halles 10 Fetsch
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HFC-Trainer Florian Schnorrenberg wechselte gegenüber dem 1:1-Unentschieden im Sachsen-Anhalt-Derby gegen den 1. FC Magdeburg auf insgesamt fünf Positionen. Neu in der Startformation: Anthony Syhre, Marcel Hilßner, Dennis Mast, Mathias Fetsch und Jonas Nietfeld. Sebastian Mai fehlte gelbgesperrt, auch Jan Washausen stand nach seiner Gelb-Roten Karte gegen Magdeburg nicht zur Verfügung. Toni Lindenhahn, Terrence Boyd und Pascal Sohm rückten auf die Ersatzbank.

Syhre kontert Löwen-Führung

1860 ging vor wenigen Zuschauern, die es sich an ihren Wohnzimmerfenstern - das Grünwalder Stadion liegt mitten in einem Wohngebiet - gemütlich gemacht haben, früh in Führung: Nach einem Steilpass, den Oldie Sascha Mölders klug passieren ließ, lief Stefan Lex allein auf HFC-Torhüter Kai Eisele zu und ließ sich die Chance nicht nehmen - 1:0 (8.). Die Gäste, die abwartend begonnen hatten, wurden aktiver, strahlen aber bis auf ein zwei Fernschüsse von Hilßner (22./29.) zunächst keine Gefahr aus.

1860 München - Hallescher FC 1 min
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Erst Lex, dann Syhre, dann Mölders mit der Entscheidung: Sehen Sie hier die Tore des Spiels 1860 München gegen Hallescher FC in der Zusammenfassung.

00:57 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-hallescher-fc-tsv-muenchen-tore-zusammenfassung100.html

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Video

Immerhin: Sie näherten sich im Lauf der ersten Halbzeit dem gegnerischen Tor immer mehr an - und schlugen letztlich nach einem Eckball zu: Anthony Syhre schloss per Kopf zum 1:1 ab (32.). Bis zur Halbzeitpause war es dann ein verteiltes Spiel, Mölders vergab per strammem Distanzschuss die erneute Löwen-Führung (39).

Wieder Schock für Halle

Die zweite Halbzeit begann wieder mit einem Schock für die Hallenser, die in einen Löwen-Konter liefen: Noel Niemann bediente Mölders, der schloss ab zum 2:1 (50.). Anschließend entwickelte sich ein unterhaltsames Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Der HFC hätte durch Fetsch (55./59.) ausgleichen können, auf der anderen Seite verpasste 1860 mehrfach die Vorentscheidung.

Sport im Osten 21 min
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Auch in der Schlussphase hatte der HFC mehrfach Glück, im Spiel zu bleiben. Mölders vergab gleich vier gute Chancen innerhalb kurzer Zeit: Erst wurde er gerade so am Abschluss gehindert (76.), dann scheiterte er per Kopf an der Latte (77.) und schließlich zweimal an Eisele (79./83.). Dann ergaben sich aus dem Nichts noch zwei Ausgleichschancen durch den eingewechselten Boyd (87./90.).

Das sagten die Trainer

Florian Schnorrenberg (Halle): "Es geht nicht um meine Serie, sondern darum, dass wir am Ende den Klassenerhalt schaffen können. Der große Unterschied war die Effektivität, die hat 1860 gehabt, in Form von Sascha Mölders. Nichtsdestotrotz werden wir den Kopf hochnehmen."

Michael Köllner (München): "Für uns war es ein Schlüsselspiel heute. Wir müssen wieder in die Spur zurück kommen. Wir haben alles investiert, gekämpft wie die Löwen, im wahrsten Sinne des Wortes. Es war wichtig, dass wir uns mit drei Punkten belohnen."

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mze

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 20. Juni 2020 | 15:35 Uhr

36 Kommentare

flaeming_der_alte vor 2 Wochen

Wenn alles im Fußball so einfach zu erklären wäre, wäre ich geneigt dir zuzustimmen. Die Tabelle lügt nie und das ist die eigentliche Wahrheit. Ich hoffe das beide Anhaltiner in der Liga bleiben und das ist mein großer Wunsch. BWG

revolvere vor 2 Wochen

also nochmal. was soll man noch sagen, leute.
wenn ihr hinten liegt, kriegt ihr schwer noch die kurve - und so geht das schon die ganze zeit, seit letzten jahres. - habt ihr das immer noch nicht begriffen ?
was mache ich da? ich versuche doch erstmal zu verhindern, dass ich in rückstand gerathe. wenn ich aber sehen muss, dass ihr euch auskontern lasst, dann macht ihr doch etwas verkehrt.
gegen md das war schon ok. ich bin mir auch sicher, dass ihr mit 11 spielern in hz 2 noch hättet ordentlich zulegen können.
also lasst es langsam angehen. schaut euch den gegner an. dann reagiert, wenn ihr glaubt ihr habt raus wie er tickt.

mann, männeken, ist so schwer zu begreifen!? ihr habt 10 m zeit, die in grund und boden zu spielen, nur selbst, dürft ihr den überblick im spiel und spielaufbau nicht verlieren.
gruss nach halle. auf gehts, hfc-chemie.

Sport Frei vor 2 Wochen

Lieber Machdeburjer! Du hast noch Viktoria Köln vergessen. Die haben ein sehr schweres Restprogramm! MSV(H)-Lautern(A)- Würzburg (H)-KFC(A). Kann passieren,daß die kein Punkt mehr holen. Sportliche Grüße

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