Fußball | 3. Liga Hallescher FC verliert Kartenfestival bei 1860 München

5. Spieltag

André Meyers Hallescher FC reiste mit großen Hoffnungen zum Tabellenführer nach München. Sie wurden enttäuscht. Eine über weite Strecken harmlose Offensivleistung des HFC ist der Hauptgrund für die 1:3 (0:1)-Niederlage.

1860 München - HFC 10 min
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Der Hallesche FC hat sein Gastspiel beim TSV 1860 München mit 1:3 (0:1) verloren.

Die Münchener Löwen gewannen damit wie die Offenbacher Kickers in der Saison 2010/11 die ersten fünf Partien. Halle steht nach fünf Spielen weiterhin bei drei Punkten. Im ausverkauften Grünwalder Stadion trafen Martin Kobylanski (34. Minute) mit einem feinen Volleyschuss, Yannick Deichmann (61.) im Nachsetzen und Joseph Boyamba (79.) für die Sechziger. Der nach der Pause eingewechselte Boyamba verwandelte einen an ihm verschuldeten Foulelfmeter. Halles Andor Bolyki (74.) hatte vor dem dritten Löwen-Tor mit einem Kopfball noch mal für Spannung gesorgt.

Zwei späte Lattentreffer

Der eingewechselte Elias Löder und Andor Bolyki trafen nach dem Elfmetertor jeweils noch die Latte. Trotzdem kamen die Halleschen Angriffsbemühungen insgesamt zu spät. Bis zu Bolykis Tor in der 74. Minute musste 1860-Torwart Marco Hiller nicht nennenswert eingreifen. Dass Halle durch eine zweifelhafte Gelb-Rote Karte für Tunay Deniz nach dessen zweiten Foul 30 Minuten in Unterzahl spielte, kann keine Entschuldigung für das insgesamt harmlose Angriffsspiel sein.

Viele Karten

Die Diskussionen dominierte an diesem Freitag-Abend aber der Schiedsrichter Steven Greif. Der 28-Jährige aus Gotha brachte sich früh mit fragwürdigen Gelben Karten selbst in Bedrängnis. Seine kleinliche Leitung des Spiels unterbrach den Fluss und sorgte am Ende für insgesamt 15 Karten. Dass ab der 56. Minute wieder Gleichzahl auf dem Spielfeld herrschte, war eine seiner besseren Entscheidungen: 1860-Profi Tim Rieder sah wegen groben Foulspiels mit der offenen Sohle die Rote Karte.

red/dpa

Das sagten die Trainer

André Meyer (Halle): "Wir haben mehrere Nackenschläge bekommen. Wir haben einen psychologischen Moment verloren. Das war nach der roten Karten für Sechzig. Da hatten wir nach eine Gleichzahlsituation und bekamen direkt mit dem nächsten Angriff das 2:0, was fwir fast acuh noch gerettet hätten. Trotzdem machen wir das 2:1 und sind dran. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen."

Andre Meyer 2 min
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Michael Köllner (München): "Die Fans haben uns durch das Spiel getragen. Es war kein einfaches Spiel, der Schiedsrichter hat die Spieler vor viele Aufgaben gestellt mit seiner Zweikampfbewertung. Deswegen war das Spiel schwer zu spielen."

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Aue Trainer Timo Rost auf dem Weg zum Training.
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 20. August 2022 | 16:00 Uhr

54 Kommentare

Flo vor 5 Wochen

Stimmt , auch anderen Sponsoren wird es schwer fallen weiterhin Sportvereine zu unterstützen. Aber auch privat werden bald viele umdenken und Sportveranstaltungen werden zweitrangig werden. Ich mag da noch garnicht soweit denken da wird mir schlecht.

rechtsverteidiger vor 5 Wochen

Mag sein, dass die Kasse leer ist. Aber wenn dem so sein sollte, bedarf es auch keines Sportdirektors/Managers. Ich habe eher die Vermutung, dass man schon mit Sorge auf den Energiemarkt und einen Hauptsponsor, der da Stadtwerke Halle heißt, schaut. Wenn dieser ausfallen sollte, kann Halle einpacken.

Kenner_1 vor 5 Wochen

Ich finde eine gewisse Entwicklung war heute gegen den Aufstiegsfavoriten klar zu erkennen, zudem kam eine wirklich schwache Schiedsrichterperformance dazu. Das Spiel sollte nicht der Gradmesser für den weiteren Saisonverlauf sein, da schätze ich die Partie gegen Meppen als wegweisender ein.
Kann die immer gleichen Worthülsen von unserem Coach aber nicht mehr hören! Wenn man eine Entwicklungsmamnschaft mit nur jungen frischen Spielern jedes Jahr haben möchte sollte man ein Reserveteam der 1.Ligavereine übernehmen. Bei Dortmund II oder Bayern II ist es viel weniger schlimm wenn das mal nicht hinten losgeht und der Abstieg passiert, beim HFC wäre es eine Katastrophe. Es braucht drigend echte Anführer auf dem Platz mit Erfahrung, welche wissen wie man solche Spiele lenkt und die vielen jungen Spieler anführt. Also Abwehr, Mittelfeld und Sturm jeweils ein Anführer her!

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