Fußball | 3. Liga Abstieg nach Katastrophensaison - Wie geht's weiter bei Carl Zeiss Jena?

Das 0:0 gegen Uerdingen hat den Abstieg von Carl Zeiss Jena in die Regionalliga bereits am 32. Spieltag besiegelt. Nun gehen die Planungen schon in Richtung nächste Spielzeit, wo sich einiges ändern muss beim FCC.

Tobias Werner (Carl Zeiss Jena) 2 min
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Es sind Werte zum Vergessen: Nur 19 Punkte nach 32 Partien, eine Tordifferenz von -38 und erst am 32. Spieltag das erste Match ohne Gegentreffer, dazu zwei Cheftrainer verschlissen. Keine Frage, der Abstieg des FC Carl Zeiss Jena ist mehr als verdient. Dabei könnten die Thüringer auch noch den Negativrekord des Landesrivalen Rot-Weiß Erfurt aus der Saison 2017/18 unterbieten. RWE stieg damals zwar mit 13 Punkten ab, hatte zuvor aber insgesamt zehn Zähler wegen Verstoßes gegen die Zulassungsauflagen und der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens abgezogen bekommen.

Nicht zu hohe Erwartungen in die Talente setzen

Ein Gutes hat der früh feststehende Abstieg immerhin - die Planungen für die kommende Saison können so frühzeitig beginnen. Bereits am Dienstag - als schon kaum noch Hoffnung auf den Klassenerhalt bestand - entschied der neue Sportdirektor Tobias Werner, fünf Profis zu suspendieren und dafür sechs U21-Spieler hochzuziehen.

Mit Vasileios Dedidis feierte eines der Nachwuchstalente gegen Uerdingen auch gleich sein Debüt in der 3. Liga. "Wir dürfen aber auch nicht den Fehler machen, zu hohe Erwartungen in die Jungs zu setzen", bremste Werner die Hoffnungen nach dem KFC-Spiel.

Tobias Werner
Tobias Werner spielte von 1998 bis 2008 bei Carl Zeiss Jena und ist seit Mai 2020 Sportdirektor beim FCC. Bildrechte: imago images / Poolfoto

Suche nach Trainer hat Priorität

"Mein Fokus liegt auf der kommenden Saison", betonte der langjährige FCC-Kicker, auch wenn noch sechs Spieltage in der aktuellen anstehen. "Jetzt spielen wir die Saison ordentlich zu Ende und wollen da mit einem guten Gefühl rauskommen." Der neue Jenaer Kapitän Aytac Sulu erklärte dazu, dass es auch bei den Spielern um die Zukunft gehe und sich jeder in den letzten Partien als "guter Sportsmann" beweisen wolle.

Für Sportchef Werner steht derweil die Suche nach einem neuen Cheftrainer an, da René Klingbeil nur interimsweise als Teammanager fungiert. Diese hat Priorität, danach kommt die Verpflichtung von neuen Spielern an, wobei Werner nicht den gleichen Fehler machen wolle wie im vorherigen Sommer, als zu viele erfahrene Kicker weggeschickt wurden und sich die neuen erst langsam eingewöhnen mussten. Und so wollte Werner nach dem Uerdingen-Spiel auch noch nicht den direkten Wiederaufstieg als Ziel ausgeben, denn "die Regionalliga-Saison im kommenden Jahr wird verdammt hart".

Enttäuschung nach dem Abpfiff bei den Spielern des FC Carl Zeiss Jena. Mitte mit gesenktem Kopf Maximilian Rohr
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cdi

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 14. Juni 2020 | 15:25 Uhr

9 Kommentare

rejo vor 14 Wochen

Egal wie es ist, der Abstieg war schon seit langem feststehenden. Zwigge dem HFC und den Maggis drücke ich alle Daumen zum Verbleib in Liga 3. Ich hoffe Tobi bringt eine gute Truppe zusammen. Von Aufstieg im nächsten Jahr will ich nicht reden. Das wird nicht einfach. Da Klinge ja nur bis zum Saisonende darf wäre eigentlich der passende Mann zuhaben. Heiko Weber . Kennt alles in Jena wäre ideal. Bleibt alle gesund und für den Rest der Saison noch mal das Beste geben. Einmal Carl Zeiss immer Carl Zeiss

Steffen-Das Original vor 14 Wochen

Ihr bleibt mal schön in Liga 3! Genau so wie der HFC und Magdeburg. Chemnitz, die Umfaller nehmen wir gerne mit, Hansa versauen wir noch den Aufstieg und freuen uns am Ende wenn nur Duisburg und Mannheim aufsteigen sollten. Dann und wirklich dann, wäre die Saison noch halbwegs gerettet.

FSVFanMAIK vor 14 Wochen

Stimmt. Aber nicht nur ihr haben es dem DFB vorgerechnet. Ich glaub nicht mehr an den Fußballgott. Das ist ja wieder das beste Beispiel. Und ich könnte wetten das merkt man am Ende der Saison auch wieder an uns, Halle oder Magdeburg und nicht wie es sein sollte an Chemnitz und Köln.

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