Benefizspiel 3.Ligist FC Carl Zeiss Jena in Kahla gegen die BSG Chemie Kahla am 31.10.18 zu Gunsten einer Familie, deren Haus abgebrant war in Kahla. Kevin Pannewitz (Jena) Portrait, nachdenklich Sportplatz am Dohlenstein
Kevin Pannewitz Bildrechte: IMAGO

Fußball | 3. Liga Carl Zeiss Jena trennt sich von Pannewitz

Benefizspiel 3.Ligist FC Carl Zeiss Jena in Kahla gegen die BSG Chemie Kahla am 31.10.18 zu Gunsten einer Familie, deren Haus abgebrant war in Kahla. Kevin Pannewitz (Jena) Portrait, nachdenklich Sportplatz am Dohlenstein
Kevin Pannewitz Bildrechte: IMAGO

Drittligist FC Carl Zeiss Jena hat sich mit sofortiger Wirkung von Mittelfeldspieler Kevin Pannewitz getrennt. Der Vertrag sei außerordentlich gekündigt worden, teilte der Verein am Mittwoch in einer nur dreizeiligen Presseerklärung mit. Pannewitz dankte dem Klub.

Nähere Gründe gab der Verein aus arbeitsrechtlichen Gründen nicht an. Laut einem Bericht der "Ostthüringer Zeitung" soll die körperliche Verfassung des 27-Jährigen der Grund für die Trennung sein. Einen abgebrochenen Fitnesstest am ersten Trainingstag begründete er mit einer langanhaltenden Erkältung. Pannewitz soll zuletzt rund 100 Kilogramm auf die Waage gebracht haben. Gewichtsprobleme gab es bereits in der Hinrunde. Zudem war er im vergangenen Oktober aus disziplinarischen Gründen für eine Woche suspendiert worden.

FC Carl Zeiss Jena Trainingsauftakt Rückrunde 3. Liga Saison 2018 2019 am 4.1.2019 v.li. am Ball Julian Günther Schmidt (Jena) im Training gegen Kevin Pannewitz (Jena) Ernst Abbe
Beim Trainingsauftakt am 4. Januar stand Pannewitz (re.) noch auf dem Platz. (Archiv) Bildrechte: imago/Christoph Worsch

Nächster Rückschlag für die Karriere

Pannewitz hat eine bewegte Karriere hinter sich. Im Juni 2012 unterschrieb der frühere Spieler des FC Hansa Rostock beim Erstligisten VfL Wolfsburg einen Zweijahresvertrag, konnte sich dort aber nicht durchsetzen und verließ ohne Bundesliga-Einsatz den Verein vorzeitig. Danach spielte er unterklassig, von Juli 2016 bis August 2017 stand er im Kader des Brandenburgligisten Oranienburger FC Eintracht. Nachdem er rund 30 Kilogramm abnahm, bekam Pannewitz nach einem bestandenen Probetraining in Jena im August 2017 einen stark leistungsbezogenen Vertrag bis 30. Juni 2020.

red/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | 09. Januar 2019 | 13:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. Januar 2019, 18:15 Uhr

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17 Kommentare

10.01.2019 18:38 Na so was 17

So schlecht isser nicht ,für ein paar Regionalligisten bestimmt eine Option , man wird’s sehen

10.01.2019 14:27 Miniboss 16

Herr Windisch macht ja ganz schöne Schlagzeilen zum Thema, teils sehr persönlich. Der Kerl hat auch Übergewicht - wann reagiert sein Arbeitgeber?

10.01.2019 02:29 Rostocker 15

Kopf hoch Kev!
Schade, aber nun ist es so.
Fußball ist nicht alles.
Dann machst jetzt eben wieder nen normalen Beruf.
Muss ich auch. Kann man auch von leben.

Danke für den Zweitligaaufstieg 2011 mit Hansa!

Alles Gute und achte trotzdem etwas auf dein Gewicht aus Gesundheitsgründen.

09.01.2019 19:37 Chemiker ..... 14

ach das ist doch im Fussball nicht anders als in den Firmen ...mal ganz ehrlich überlegt doch mal logisch....Mehr als unterklassiger Aktionismus läuft beim FCC nicht...es ist doch absolut uninteressant ob Pannewitz geht oder beim Verein bleibt, davon wird die Sportliche Situation nicht besser...es werden ein paar Bauernopfer gesucht , ein bißchen was verändert dann können einige von der " Führungsrige " sich auf die Schulter klopfen die Verantwortung weiter schieben und sagen macht jetzt mal......Profi Fussball ist von Seiten des Arbeitgeber undankbar, häßlich und unsympathisch...außer für uns Fans....

09.01.2019 19:37 Franke 13

Das nun das Projekt KP auch in Jena gescheitert ist macht mich schon etwas traurig. Es hätte etwas einmaliges in der deutschen Fußballgeschichte werden können. Leider ist der Fußballer, wieder einmal am Menschen KP gescheitert. Kein Verein stellt einem Spieler einen persönlichen Aufpasser zu Seite der ihn rund um die Uhr überwacht. Und das wäre in seinem Fall wohl nötig gewesen. Wenn KP nicht die innere psychische Stärke und Selbstkontrolle hat, hat meiner Meinung nach auch seine Familie mit versagt. Was den Fall noch verschlimmert. Wie gesagt es hätte etwas Großes werden können. Ich wünsche ihm alles gute für die Zukunft. Machs gut Panne!!!
Nur der FCC!!!

09.01.2019 19:25 Skatstädter 72 12

Alles Gute Kevin, ich habe Dich gerne spielen und kämpfen gesehen. Deine Pässe waren erste Sahne. Die bekommt keiner der "Stars" hin. Also mach's gut und bekomme Dein Leben in den Griff. Grüße aus dem A - Block. Nur der FCC!

09.01.2019 18:22 Michael 11

Wer nichts im Kopf hat und nichts dazu lernt, muss in Zukunft eben wieder Kühlschränke und Kleiderschränke schleppen. Nicht nachvollziehbar, wie jemand sein zweifelsfrei vorhandenes Talent so einfach wegwerfen kann. Aber Stunk mit immer wieder demselben Spieler will sich auf Dauer kein Verein, vor allem aber auch keine Mannschaft, antun. Jedenfalls nicht im Profifußball.

09.01.2019 17:14 oldschool 10

Kann ich nicht nachvollziehen.
SO schlecht war er doch gar nicht. Die Gründe würden mich mal interessieren, aber die wird man wohl nie erfahren. Aber Jena ist ja in der glücklichen Lage, auf Grund der Tabellensituation, sich von guten Spielern zu trennen........

09.01.2019 17:04 Landeshauptstadt Weimar 9

Panne hatte in seiner ganzen Karriere mit Gewichtsproblemen zu tun. Und er hatte immer einen schweren Stand bei allen Verantwortlichen in Jena. Aber er war der Liebling der Tribüne und der Gegengerade, die Süd lass ich außen vor. Und er war der einzigste der auch einen Pass über 50 Meter treten konnte, der auch beim Spieler ankam. Mir war klar, das er nach der Aussage des Trainers 20 Spieler reichen gehen muss. Vielleicht holt ihn ja jetzt Kaiserslautern? Da kann er wieder mit seinem Kumpel Thiele gemeinsam, die gegnerische Abwehr ins Wanken bringen. Ich habe ihn gerne gesehen bei uns!!! Panne machs gut!

09.01.2019 16:48 BYW JENA 8

Der Fußballer Pannewitz ist alles, nur kein Profi. Wenn der Geist nicht willig ist, kann man die Reaktion vom FCC verstehen. Der „begnadete“ Fußballer sollte sein Glück in der 5. oder 6. Liga finden, wobei ich hier die Amateure nicht beleidigen möchte !!!