Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Klaus Siemon
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Fußball | 3. Liga CFC-Insolvenzverwalter will Geld vom Freistaat

Neues von Klaus Siemon: Nachdem er mit dem Versuch gescheitert ist, die Mitgliederversammlung des Chemnitzer FC absagen zu lassen, fordert der Insolvenzverwalter nun vom Freistaat eine sechsstellige Summe. Das berichtet die "Freie Presse". Durch das Einsetzen des Notvorstandes sei der Fußball GmbH Schaden entstanden.

Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Klaus Siemon
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Der Insolvenzverwalter des Chemnitzer FC droht dem Freistaat Sachsen mit Klage. Wie die "Freie Presse" berichtet, verlangt Klaus Siemon Schadenersatz in sechsstelliger Höhe.

In einem fünfseitigen Schreiben an den Präsidenten des Amtsgerichtes erklärt Siemon, dass der Fußball GmbH Schaden entstanden sei. Es soll sich um eine Summe von 370.000 Euro handeln. Der Beitrag soll bis Ende August überwiesen werden, sonst droht Siemon mit Klage. Der streitbare Anwalt wollte sich auf MDR-Nachfrage zu seinem aktuellen Vorpreschen nicht äußern. "Das Insolvenzverfahren ist ein nicht öffentlich zu führendes Verfahren. Deshalb kann ich das nicht kommentieren", ließ er "Sport im Osten" wissen.

Einsetzen des Notvorstandes soll Grund für "Loch" sein

Andreas Georgi im Gespräch
Mitglied des Notvorstandes: Andreas Georgi Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Grund der Forderung ist laut Siemon die Einsetzung des Notvorstandes durch das Amtsgericht, ohne Einbeziehung des Insolvenzverwalters. Das Oberlandesgericht in Dresden hatte die Siemon-Beschwerde hierzu allerdings bereits im Juni abgewiesen. In dem Schreiben argumentiert Siemon laut "Freie Presse" damit, dass die Entscheidungen zu Unruhe und Unsicherheit bei potentiellen Investoren geführt hätten. Deshalb habe er Anteile an der GmbH nicht veräußern können. Dabei kam Siemon auf die Summe von 370.000 Euro. Ob es einen Beleg dafür gibt, ist im Zeitungsbericht nicht ersichtlich. Eine Reaktion des Amtsgerichtes auf eine MDR-Anfrage steht noch aus.

Siemon scheitert - MV findet statt

Gescheitert war Siemon zuvor vor dem Chemnitzer Amtsgericht, die Mitgliederversammlung am 19. August abzusagen. Der Insolvenzverwalter hatte einen Antrag auf Absage gestellt, weil seiner Meinung nach der bestellte Notvorstand nicht berechtigt gewesen sei, die MV einzuberufen. Auf der Versammlung soll unter anderem über eine Satzungsänderung entschieden werden, die es erlauben würde, Mitgliedsbeiträge verpflichtend einzuführen, trotz Insolvenz. Diese sollen zweckgebunden dem Nachwuchsleistungszentrum zu Gute kommen. Bisher zahlten die Mitglieder freiwillig. Auch die Fußball GmbH will das NLZ weiterführen.

rei

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 09. August 2019 | 17:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. August 2019, 12:38 Uhr

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51 Kommentare

10.08.2019 18:08 09130 51

@50 Sorry, aber da liegst du leider total falsch, die GmbH wurde durch den e.V. gegründet, dieser war zur Gründung 100% Eigentümer und sonst niemand! Die Gläubiger des Vereins haben ca. 50% des Stammkapitals (1 Mio.€) durch Verzicht aus der Insolvenzmasse bar eingezahlt! Weder Frau Polster noch Herr Siemon sind Gründer => Herr Siemon verwaltet aber den e.V. als IV & hat in dieser Funktion die Verkaufsrechte für den e.V. in der Hand. Insofern kann auch nur der e.V. einen Schaden haben (hat der MDR im Kommentar ja auch bestätigt). Frau Polster hat vom e.V. Anteile an der GmbH gekauft, der Kaufpreis fließt also dem e.V. zu und das ist dann Geld über das Herr Siemon als IV verfügen kann!

10.08.2019 13:05 09577 50

@47 - grundsätzlich falsch! Anteile verkauft die GmbH, nicht der e.V. und der ist der Schaden entstanden, steht auch so im Text oben. IV Siemon hat mit Frau Polster (als Investorin) zusammen die GmbH gegründet. Er verkauft auch die GmbH-Anteile. Die 370.000 haben mit dem e.V. nichts zu tun - maximal könnte der IV sie umschichten.

10.08.2019 08:31 Dresdener 49

Dieser Wessi ist nur noch peinlich. Seine Kanzlei muß wohl sehr schlecht laufen.

09.08.2019 23:10 Roccos 48

@47 Daumen hoch. Besser kann man es nicht beschreiben

09.08.2019 20:50 uwehaag@gmx.de 47

MDR: Wer hat denn jetzt den Schaden die CFC Fußball GmbH oder der e.V. => eigentlich doch nur der e.V., denn Herr Siemon ist IV des e.V. und wenn Anteile verkauft werden, dann fließt der Kaufpreis dem Verkäufer der Anteile zu und nicht der GmbH. Wenn der IV mit diesem Geld den Etat des e.V. in diesem Jahr sichern wollte, erklärt sich auch die Anmeldung der Masse-Unzulänglichkeit, ihm fehlt schlicht die Einnahme und wenn er dann weitermacht kommt er in die persönliche Haftung als IV!!
Nachdem er sich jetzt von allen Verpflichtungen getrennt hat ist die Frage wie es weiter geht mit dem e.V., denn der größte verbleibende Kostenblock sind seine eigenen Gebühren!!!
Es wird spannend....

[Guten Abend, Herr Haag! Genau, es geht in diesem Fall um den Chemnitzer FC e.V.
Beste Grüße, Ihre MDR.de-Redaktion]

09.08.2019 17:05 Präsident 46

@42 ne der ist da weils Geld zu verdienen gibt , GMBH Abwickeln und e.V. auf gesunde Füße stellen und unten neu anfangen , das geht so lang biss der DFB dem ganzen einen Riegel vorschiebt dann ist Zick

09.08.2019 16:45 Influenza 45

Damit habe ich die Politiker gemeint!!! Nicht falsch verstehen.

09.08.2019 15:25 Influenza 44

Warum sollte der Freistaat für den Mist bezahlen den Der Verein zu Verschulden hat. Schön wenn immer die anderen schuld haben, man sollte nie die Schuld bei sich selber suchen. Amateure

09.08.2019 15:18 TYPISCH PL-FUHRE-ANDY: PLAUENS PATRIOT UND ALL IHRER GEMEINDEN UND INSTITUTIONEN IM LANDKREIS 43

@Chemieschwein ich bin Auerbach Fan. Auerbach for ever! Der Simon wird das schon richten. Steuergelder sind für alle da!! Auch für den CFC.

09.08.2019 15:15 erfurter76 42

nur mal eine frage an die wissenden ...
Ist der IV nicht eingesetzt um die Fortsetzung des pleite gegangenen Verein zu Regeln(Gläubiger und Fortsetzungsprognosse) oder eine neue GmbH zu gründen/steuern?

Mannschaft vor Fanblock des CFC 1 min
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