Fußbal | 3. Liga Kontaktaufnahme - Frahn vor Rückkehr ins CFC-Team?

Nach dem Sieg von Daniel Frahn vor dem Arbeitsgericht ist es zu einer Kontaktaufnahme zwischen dem neuen Trainer des Chemnitzer FC und ihm gekommen. Dabei soll es laut Frahns Anwalt um eine Rückkehr in den Kader gegangen sein. Der CFC-Coach wollte sich nicht zu Inhalten äußern. Der Verein wies die Aussagen des Anwalts zurück.

Vor Gericht hat Daniel Frahn am Mittwoch einen Sieg errungen, wirklich auskosten kann er ihn aber noch nicht. Zwar hat das Arbeitsgericht Chemnitz entschieden, dass die Kündigung von Frahn durch den Chemnitzer FC nicht rechtens sei, da aber der CFC selbst Rechtsmittel einlegte, ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.

Glöckner kontaktiert Frahn nach der Entscheidung

Also erschien Angreifer Frahn auch nicht - wie am Mittwoch noch angekündigt - beim Training der "Himmelblauen" am Donnerstag. Das Training am Vormittag lief ganz normal ab, es gab keine besonderen Vorkehrung.

Frahns Anwalt Christian Schößling brachte aber eine Neuigkeit ans Licht. Er sagte "Sport im Osten", dass der Trainer der Chemnitzer, Patrick Glöckner, seinen Mandanten nach der Urteilsverkündung kontaktiert habe. "Patrick Glöckner hat Daniel Frahn gestern nach der Verhandlung angerufen und sinngemäß erklärt, dass er sich freuen würde, ihn im Kader begrüßen zu dürfen, wenn die Verantwortlichen des CFC dem zustimmen", so der ehemalige Zweitliga-Schiedsrichter Schößling. Schößlings Kanzlei schrieb in einer Pressemitteilung, Frahn sei "froh über die gerichtliche Bestätigung". Er "möchte endlich wieder Fußball spielen".

Patrick Glöckner hat Daniel Frahn gestern nach der Verhandlung angerufen und sinngemäß erklärt, dass er sich freuen würde, ihn im Kader begrüßen zu dürfen, wenn die Verantwortlichen des CFC dem zustimmen.

Christian Schößling Anwalt Daniel Frahn

Verein weist Aussagen zurück

Glöckner selbst bestätigte dem MDR eine Kontaktaufnahme zu Frahn, wollte sich über den Inhalt des Gesprächs aber nicht äußern. Am Donnerstagnachmittag meldete sich der Verein in einer als Pressemitteilung verteilten "Richtigstellung" zu Wort und wies die Aussagen von Rechtsanwalt Schößling als "haltlos und frei erfunden" zurück. "Diese oder eine sinngemäße Aussage wurde zu keiner Zeit getätigt. Der Chemnitzer FC und Patrick Glöckner behalten sich gegen Behauptungen dieser Art rechtliche Schritte vor", hieß es weiter in der Mitteilung.

Patrick Glöckner
CFC-Trainer Patrick Glöckner Bildrechte: imago images / foto2press

Verein wehrt sich gegen Urteil

Der Verein hatte am Mittwoch angekündigt, alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um gegen das Urteil anzugehen. "Das Urteil ist ein Skandal", sagte Klaus Siemon, Insolvenzverwalter des finanziell weiterhin angeschlagenen Chemnitzer FC. "Wer öffentlich seine rechtsradikale Gesinnung zur Schau stellt, kann doch nicht so einfach wieder in die Mannschaft integriert werden. Ich weiß nicht, wie sich das Gericht die Sache vorstellt", so Siemon.

___
red

Zum Thema

Daniel Frahn mit seinem Anwalt 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

MDR aktuell 17:45 Uhr Mi 11.12.2019 17:45Uhr 01:14 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 12. Dezember 2019 | 17:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Dezember 2019, 21:04 Uhr