Fußball | 3. Liga Beherzter CFC-Auftritt beim Tabellenführer wird nicht belohnt

30. Spieltag

Der Chemnitzer FC hat sich beim MSV Duisburg mit 1:2 die zweite Niederlage in Folge eingehandelt. Die "Himmelblauen" lieferten zwar bei den "Zebras" eine beherzte Partie ab, am Ende entschieden aber Unachtsamkeiten in der Hintermannschaft die Partie. In der Tabelle rutschte Chemnitz auf Rang 15 ab, Duisburg behauptete die Spitze.

Rafael Garcia 2 min
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Sa 06.06.2020 17:10Uhr 01:32 min

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CFC-Trainer Patrick Glöckner nahm gegenüber dem Großaspach-Spiel (0:1) vier personelle Wechsel in der Startelf vor. Lennard Maloney, Florian Krebs, Davud Tuma und Clemens Schoppenhauer begannen anstelle von Niklas Hoheneder, Tarsis Bonga, Dejan Bozic (alle auf der Bank) und Daniel Bohl, der nicht im Kader stand.

Unachtsamkeit in der CFC-Hintermannschaft

Die Chemnitzer warteten keineswegs ab und setzten bereits nach zwei Minuten durch Rafael Garcia die erste Duftmarke. Der Schuss des 26-Jährigen wurde jedoch von MSV-Keeper Leo Weinkauf entschärft. Nach elf Minuten war dann aber die CFC-Abwehr nicht auf der Höhe und fing sich das 0:1 ein. Lukas Daschner, der kurzfristig für Vincent Vermeij ins Aufgebot gerückt war, konnte von Pascal Itter nicht vom Ball getrennt werden und überlistete dann auch noch Jakub Jakubov im Chemnitzer Kasten. Die wohl beste Möglichkeit zum Ausgleich ergab sich für Davud Tuma drei Minuten vor der Pause, allerdings war sein Abschluss zu ungenau, sodass Weinkauf aufnehmen konnte.

Rafael Garcia 16, Chemnitz enttäuscht nach der Niederlage.
Rafael Garcia: Enttäuschung nach der Niederlage. (Archiv) Bildrechte: imago images/Picture Point

Ausgleich, dann die kalte Dusche

Nach der Pause zog der CFC an und kam zum fälligen Ausgleich. Wieder war es der quirlige Garcia, der sich Duisburgs Schlussmann Weinkauf ausschaute und aus spitzem Winkel das Leder im Netz versenkte. Nun wollten die Glöckner-Schützlinge mehr und drängten auf das 2:1. Tuma nahm in der 63. Minute Maß, allerdings zischte der Ball knapp am langen Pfosten des Duisburger Gehäuses vorbei. Bei den Sachsen fehlte die letzte Konsequenz, die dann die "Zebras" zelebrierten. Zehn Minuten vor dem Ende war Moritz Stoppelkamp nicht zu stellen und erzielte das siegbringende 2:1. Schoppenhauer wollte noch mit der Ferse klären, konnte aber den Einschlag nicht verhindern.

Spielszene 15 min
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Sport im Osten Sa 06.06.2020 16:30Uhr 15:03 min

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Das sagten die Trainer

Patrick Glöckner (Chemnitzer FC): "Wir haben unsere Torchancen nicht genutzt. Dennoch waren wir zielstrebig, couragiert und haben das umgesetzt, was wir uns im Vorfeld vorgenommen hatten. Die zwei Tore haben wir uns selbst reingehauen, das war dann der Schlüssel für den Gegner, zum Erfolg zu kommen."

Torsten Lieberknecht (MSV Duisburg): "Wir hatten eine  Drucksituation. Deshalb freut es mich umso mehr, dass wir gewonnen haben. Wir haben viel arbeiten müssen und sind nach dem Ausgleich durch die Chemnitzer durch Beharrlichkeit wieder zurückgekommen. Besonders freut es mich für Moritz Stoppelkamp, der den Siegtreffer erzielte. Ich messe ihn aber nicht nur an den Toren."

jmd

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 07. Juni 2020 | 15:30 Uhr

14 Kommentare

Riesenberger vor 15 Wochen

Wegen einer Niederlage beim Tabellenführer wachsen mir keine grauen Haare. Klar, die beiden Gegentreffer waren ärgerlich, der Auftritt ansonsten aber ordentlich. Eine ganz klare Steigerung im Vergleich zum Großaspach-Spiel, wo Punkte - anders als in Duisburg - eingeplant waren.

Die nächsten beiden Gegner liegen uns meiner Meinung nach besser. Zuhause gegen Ingolstadt und in Kaiserslautern werden wir ähnlich spielen können wie beim MSV. Wenn wir dann unsere Fehler vermeiden, sollten vier Punkte drin sein. Ich bin verhalten optimistisch. Nur der CFC!

Schenkendorf vor 15 Wochen

Dies sehe ich genau so. Wie in einem früheren Beitrag bereits von mir erwähnt, stehen spätesten am Ende des Jahres alle gleich da. Die einen, die betriebswirtschaftlich sauber gearbeitet haben, durften ihr positives Eigenkapital aufbrauchen. Die Anderen gehen notfalls ohne Punkteabzug in Planinsolvenz. Deshalb kann es m. M. n. für den DFB noch kange ohne Zuschauer so weiter gehen. Keine Schmähungen der Fürsten aus Frankfurt auf den Rängen mehr und zudem werden alle in deren finanzielle Abhängigkeit getrieben. Keiner muckt mehr auf, alle sind auf Linie gebracht. Schöne Demokratie!

8574 vor 15 Wochen

Ich denke ein großer Teil der Chemitzer Anhänger war für Abbruch und ist es heute noch. Leider hat ein Insolvenzverwalter das Sagen. Da zählt jeder Euro der von der DFL und dem DFB gezahlt wird. Je höher die Insolvenzmasse desto höher der Verdienst des Verwalters. Ich bin inzwischen der Meinung das die Fortführung der Saison dazu dient, soviel Ostverein wie möglich aus der 3.Liga zu kicken. Der erstarkende Osten ist der DFL und dem DFB ein Dorn im Auge.
BWG

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