Symbolbild zur Insolvenz des Traditionsclubs Chemnitzer FC
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Fußball | 3. Liga Chronologie: Der Kampf um den Chemnitzer FC

Die Zukunft des Chemnitzer FC steht nach der Mitgliederversammlung und der Ablehnung der Aufsichtsrats-Wahl am Montag (19.08.2019) in den Sternen. Dabei ist die Vergangenheit schon turbulent genug: Der CFC blickt auf 16 stürmische Monate zurück. Wir haben eine Chronologie der Ereignisse, beginnend mit dem Insolvenzantrag am 10. April 2018, erstellt. Eine Zeit, geprägt von erbitterten Machtkämpfen, Skandalen, Kündigungen und auch sportlichem Erfolg.

Symbolbild zur Insolvenz des Traditionsclubs Chemnitzer FC
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April 2018: CFC stellt Insolvenzantrag

10. April 2018: Seit Wochen wurde darüber spekuliert, am 10. April steht fest: Der Chemnitzer FC ist zahlungsunfähig. Die Himmelblauen stellen einen Insolvenzantrag. "Der Verein hat Verbindlichkeiten aufgebaut, die vom Vereinsvermögen nicht gedeckt sind", teilte der CFC mit. Sportlich war der Abstieg aus der 3. Liga ohnehin kaum noch zu vermeiden. Der damalige Aufsichtsratschef Uwe Bauch sprach von 2,5 Millionen Euro Verbindlichkeiten und 1,5 Millionen Euro aus einem alten Kredit. Sportlich war der Abstieg aus der 3. Liga ohnehin kaum noch zu vermeiden. Nach dem Abzug von neun Punkten durch den Deutschen Fußball-Bund - wegen des Insolvenzantrags - steht der CFC somit als sportlicher Absteiger fest.

12. April 2018: Als vorläufiger Insolvenzverwalter wird Klaus Siemon eingesetzt.

24. April 2018: Der Insolvenzverwalter äußert sich zur aktuellen Lage beim CFC, kündigt eine Gläubigerversammlung für Ende August an. Als Hauptursache für die Schieflage bei den Himmelblauen siegt Siemon den langfristigen Vertrag mit Vermarkter Infront (bis 2032).

Klaus Siemon
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Mai 2018: Thomas Sobotzik neuer Sportmanager

3. Mai 2018: Klaus Siemon setzt Thomas Sobotzik als neuen Sportmanager beim Chemnitzer FC ein. Der Ex-Bundesliga-Profi wird Nachfolger von Ex-Sportvorstand Steffen Ziffert.

Thomas Sobotzik, Sportdirektor Chemnitzer FC
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Juni 2018: GGG übernimmt Stadion - Insolvenzverfahren eröffnet

21. Juni 2018: Die städtische Wohnungsgesellschaft GGG übernimmt das Stadion in Chemnitz. Zuvor hatte der Stadtrat der Übernahme zugestimmt. Die Miete wird gesenkt auf rund 5.000 Euro pro Heimspiel.

29. Juni 2018: Das Insolvenzverfahren wird am Amtsgericht Chemnitz eröffnet. Als Insolvenzverwalter wird Rechtsanwalt Klaus Siemon durch das Insolvenzgericht bestimmt.

Juli 2018: Hausverbot für Führungskräfte Georgi und Bauch

10. Juli 2018: Klaus Siemon erteilt dem Vorstandsvorsitzenden Andreas Georgi und Aufsichtsratschef Uwe Bauch Hausverbot. Dies gilt für den  VIP-Bereich und die Logen des Stadions sowie die Geschäftsstelle und das Sportforum. Beide hätten kein Interesse an einer Sanierung, so die Begründung des Insolvenzverwalters.

12. Juli 2018: Der Chemnitzer FC verliert Hauptsponsor Eins Energie, der dem Verein u.a. 2017 ein Darlehen über 1,5 Millionen Euro gewährt hatte. Als neuer Hauptsponsor steigt die KPM Bau Unternehmensgruppe auf.

Uwe Bauch und Andreas Georgi (Chemnitzer FC)
Uwe Bauch und Andreas Georgi (Chemnitzer FC) Bildrechte: imago/Picture Point

September 2018: Hauptgläubigerversammlung des CFC

4. September 2018: Insolvenzverwalter Klaus Siemon und der frühere Vermarkter Infront beenden ihre Auseinandersetzung.

17. September 2018: Der Vorstandsvorsitzende Andreas Georgi und Aufsichtsratschef Uwe Bauch dürfen bei Heimspielen des Chemnitzer FC ab sofort wieder die Logen und den VIP-Bereich des Stadions betreten. Das Landgericht droht Siemon bei Zuwiderhandlung mit bis zu 250.000 Euro Ordnungsgeld.

26. September 2018: Die Hauptgläubigerversammlung stimmt mit deutlicher Mehrheit einer Ausgliederung der Profimannschaft zu. Ein Insolvenzplan wurde nicht vorgelegt. Streit gibt es mit Eins Energie, dessen Forderungen vom Gericht von 2,2 Millionen auf 150.000 Euro heruntergesetzt wurden. Insgesamt hatten mehr als 100 Gläubiger Forderungen in Höhe von rund 6,2 Millionen Euro angemeldet.

Oktober/November 2018: CFC Fußball GmbH gegründet

18. Oktober 2018: Die Chemnitzer FC Fußball GmbH wird von Insolvenzverwalter Klaus Siemon und einem Investor gegründet. Nach der Zustimmung durch den Nordostdeutschen Fußballverband erfolgt am 1. Januar 2019 die Übertragung des Spielbetriebes der 1. Männermannschaft vom Chemnitzer FC e.V. auf die CFC Fußball GmbH.

Die für den 23. November 2018 geplante ordentliche Mitgliederversammlung des Chemnitzer FC wird verschoben.

20. November 2018: Die CFC Fußball GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Chemnitz eingetragen.

Dezember 2018: NOFV gibt Fußball GmbH grünes Licht

2. Dezember 2018: Der NOFV gibt grünes Licht für die Übertragung des Spielrechtes vom Chemnitzer FC e.V. zur CFC Fußball GmbH. Die GmbH wird ab 1. Januar 2019 den Spielbetrieb in der Regionalliga fortsetzen.

7. Dezember 2018: Das Chemnitzer Stadion trägt wieder den Namen "An der Gellertstraße".

18. Dezember 2018: Insolvenzverwalter Klaus Siemon droht der Stadt mit Klage. Es geht um die drohende künftige Stadionmiete, die sich im Aufstiegsfall von 175.000 auf 800.000 Euro erhöhen soll.

19. Dezember 2018: Aufsichtsratschef Uwe Bauch und Vorstandsvorsitzende Andreas Georgi kündigen den Rückzug an. Dieser solle zur nächsten Mitgliederversammlung vollzogen werden.

6. März 2019: Stadtrat greift bei Stadionmiete unter die Arme

6. März 2019: Der Stadtrat stimmt dafür, dass der CFC auch im Aufstiegsfall an Stadionvermieter GGG nur rund 175.000 Euro Miete – statt der angedachten knapp 800.000 Euro - zahlen muss. Die Vermarktung des Stadionnamens bleibt aber bei der städtischen Verwaltung GGG.

9. März 2019: Skandal um Trauerbekundung für Thomas Haller

9. März: Vor dem Regionalliga-Spiel gegen VSG Altglienicke wird in einer Trauerzeremonie im Chemnitzer Stadion dem am Vortag verstorbenen Ex-Neonazi Thomas Haller gedacht. Es wird ein Bild auf der Anzeigetafel gezeigt, eine Rede gehalten und ein großes Banner "Ruhe in Frieden, Tommy", gezeigt. Frahn hält nach seinem 3:2-Tor gegen Altglienicke ein T-Shirt mit dem Schriftzug "Support your local Hools" hoch.

März 2019: Rücktritte, Kündigungen und Strafen

10. März 2019: Thomas Uhlig - der als Veranstaltungsleiter beim Spiel gegen VSG Altglienicke auftrat - tritt als Geschäftsführer der CFC GmbH und Vorstand des Chemnitzer FC e.V. zurück. Daniel Frahn wird vom Verein mit einer Geldstrafe belegt.

11. März 2019: Der Chemnitzer FC entbindet als Konsequenz aus den Vorfällen am 9. März die Fanbeauftragte Peggy Schellenberger, den Stadionsprecher Olaf Kadner und Presse-Assistent Maximilian Glös von ihren Aufgaben.

12. März 2019: Der Nordostdeutsche Fußballverband sperrt Daniel Frahn per einstweiliger Verfügung.  

14. März 2019: Insolvenzverwalter Klaus Siemon äußert sich auf einer Pressekonferenz zu den Vorkommnissen am 9. März. Veranstaltungsleiter Thomas Uhlig sei verantwortlich gewesen, sei aber bedroht und erpresst worden. Siemon spricht von einer Bedrohungslage. Er selbst habe im Vorfeld nichts von der geplanten Trauerbekundung für Thomas Haller vor dem Punktspiel gegen die VSG Altglienicke gewusst.

14. März 2019: Der Chemnitzer FC lädt am  4. April 2019 zur Mitgliederversammlung.

15. März 2019: Der Chemnitzer FC trennt sich von seinem Sicherheitsdienst. Neben dem Sicherheitspersonal werde auch der Sicherheitsbeauftragte ausgetauscht, heißt es in einer Mitteilung.

18. März 2019: Daniel Frahn wird vom Sportgericht des NOFV für vier Pflichtspiele gesperrt, zwei davon sind zur Bewährung ausgesetzt. Zudem muss Frahn 3.000 Euro Geldstrafe zahlen.

21. März 2019: Mit Uwe Bauch, Lutz Wienhold und Norman Löser treten drei Aufsichtsrats-Mitglieder zurück.

28. März 2019: Die für den 4. April angesetzte Mitgliederversammlung wird wegen verfahrensrechtlicher Bedenken erneut abgesagt. Es sei nicht klar, ob alle Mitglieder satzungsgemäß eingeladen wurden.

April 2019: Chemnitzer FC schafft Aufstieg

12. April: Durch einen 2:1-Erfolg bei Wacker Nordhausen ist der Chemnitzer FC sportlich in die 3. Liga aufgestiegen.

29. April 2019: Der Chemnitzer FC wird wegen der Trauerbekundung für Thomas Haller vom Nordostdeutschen Fußballverband zu einer Geldstrafe von 12.000 Euro verurteilt. Zudem wird für das Heimspiel gegen Meuselwitz die Südtribüne gesperrt.

Mai 2019: Amtsgericht bestellt Notvorstand

17. Mai 2019: Das Amtsgericht Chemnitz bestellt einen Notvorstand für den Chemnitzer FC e.V. Der Vorstand war nach dem Rücktritt von Thomas Uhlig nicht mehr handlungsfähig. Neben dem Vorstandsvorsitzenden Andreas Georgi gehören dem Gremium nun auch Annette Neuerburg und Frank Sorge an. Hauptaufgabe sei die Einberufung und Vorbereitung einer Mitgliederversammlung.

22. Mai 2019: Klaus Siemon legt Einspruch gegen den vom Chemnitzer Amtsgericht eingesetzten Notvorstand des e.V. ein.

24. Mai 2019: Die CFC Fußball GmbH verhängt Hausverbote u.a. gegen Mitglieder der "Kaotic Chemnitz". Diese sollen den Protestzug nach dem gewaltsamen Tod von Daniel H. am 26. August 2018 und die Trauerzeremonie am 9. März 2019 für Thomas Haller organisiert haben.

Juni 2019: CFC erhält Lizenz für 3. Liga

3. Juni 2019: Der Deutsche Fußball-Bund erteilt dem Chemnitzer FC die Lizenz für die kommende 3. Liga.

19. Juni 2019: Der Notvorstand des Chemnitzer FC e.V. lädt zur Mitgliederversammlung am 19. August ein.

Juli 2019: Notvorstand kritisiert Insolvenzverwalter

8. Juli 2019: Daniel Frahn wird von Cheftrainer David Bergner zum neuen Kapitän ernannt. Der bisherige, Dennis Grote, war zu Rot-Weiß Essen gewechselt.

29. Juli 2019: Der Notvorstand des Chemnitzer FC sieht Insolvenzverwalter Klaus Siemon mit Blick auf die Ereignisse am 9. März der Unwahrheit überführt. Nach Einsicht in die Akten sei klar, dass Siemon bereits am Morgen des 9. März über die Inhalte der Trauerbekundung für Thomas Haller im Bilde war, auch den Trauertext gelesen und korrigiert habe. Der Notvorstand entschuldigt sich in der Stellungnahme bei den entlassenen langjährigen CFC-Mitarbeitern Peggy Schellenberger, Olaf Kadner, Thomas Uhlig und Maximilian Glös.

1. August: Siemon erklärt Massseunzulänglichkeit des CFC e.V.

1. August 2019: Insolvenzverwalter Klaus Siemon erklärt die Masseunzulänglichkeit des Chemnitzer FC e.V. Die Einnahmen würden nicht mehr die laufenden Kosten decken, heißt es in einer Erklärung. Der Spielbetrieb der Fußball GmbH sei nicht betroffen. Verantwortlich sei der Notvorstand, der keine geeigneten Schritte unternommen habe, die zu erwartende Deckungslücke von mindestens 220.000 Euro zu schließen. Bereits in der vergangenen Saison habe es einen Verlust von 80.000 Euro gegeben.

3. August: Siemon kündigt allen Mitarbeitern des CFC e.V.

3. August 2019: Insolvenzverwalter Klaus Siemon kündigt allen Mitarbeitern der Chemnitzer FC e.V., darunter den Trainern der A- und B-Junioren (Bundesliga) und dem Chef des Nachwuchsleistungszentrums, Thomas Köhler.

5.-7. August: Fußball GmbH trennt sich von Daniel Frahn

5. August 2019: Die CFC Fußball GmbH gibt die Trennung von Kapitän Daniel Frahn bekannt. Grund sei, dass sich Frahn beim Auswärtsspiel in Halle mit Fans aus der rechten Szene im Gästeblock aufgehalten und zu ihnen Kontakte gepflegt haben soll. In einer Pressemitteilung spricht man von "offenkundig zur Schau gestellten Sympathien zu führenden Köpfen der rechts gesinnten Gruppierung Kaotic Chemnitz und der aufgelösten Gruppe NS-Boys".

6. August: Die Zukunft des Nachwuchsleistungszentrums scheint gesichert. Sowohl der Notvorstand des Chemnitzer FC e.V. als auch die CFC GmbH wollen das NLZ retten. Die Fußball GmbH will die finanziellen Verpflichtungen für den August erfüllen. Der Notvorstand richtet ein Spendenkonto ein.

7. August 2019: Insolvenzverwalter Klaus Siemon scheitert vor dem Amtsgericht Chemnitz mit dem Antrag, die Mitgliederversammlung absagen zu lassen. Siemon war der Ansicht, dass der vom Amtsgericht bestellte Notvorstand nicht berechtigt sei, die Versammlung einzuberufen.

9.-14. August: Streit um Kandidaten - Siemon droht mit Haft

9. August 2019: Der Ehrenrat schlägt sechs Kandidaten für den künftigen Aufsichtsrat vor, drei davon sind Investoren der CFC Fußball GmbH.

9. August 2019: Insolvenzverwalter Klaus Siemon fordert vom Freistaat Sachsen Schadenersatz in Höhe von 370.000 Euro.

13. August 2019: Der Insolvenzverwalter droht mit Liquidierung des Chemnitzer FC e.V. Hintergrund ist die vom Ehrenrat vorgelegte Kandidaten-Liste für den neuen Aufsichtsrat. Siemon selbst stellte eine Liste mit sieben Kandidaten auf. Sein Antrag, nur diese Kandidaten wählen zu lassen, wurde vom Amtsgericht abgelehnt.

14. August 2019: Nächste Eskalationsstufe durch Klaus Siemon: Der Insolvenzverwalter beantragt die vorübergehende Inhaftierung der Notvorstände Andreas Georgi, Annette Neuerburg und Frank Sorge während der Mitgliederversammlung am 19. August. Das Amtsgericht Chemnitz lehnt den Antrag ab.

16. August: Einigung auf gemeinsame Liste für Aufsichtsrat

16. August 2019: Notvorstand des Chemnitzer FC e.V., der Ehrenrat und die Mehrheit der Gesellschafter der CFC Fußball GmbH einigen sich auf eine Wahlliste für die Mitgliederversammlung. Für den Aufsichtsrat kandidieren: Tino Kermer, Norman Löster, Katrin Johst, Annette Neuerburg, Doreen Pfeifer, Knut Müller und Olaf Pönisch. Für den Ehrenrat treten an: Wolfgang Meyer, Jürgen Rotter, Uwe Heß, Mario Lengtat, Eberhard Langer, Jürgen Sager und Frank Sorge. Mit Neuerburg und Sorge sind zwei der aktuellen Notvorstände dabei. Vier Aufsichtsrats-Vorschläge kommen von der Fußball GmbH. Das Nachwuchs-Leistungszentrum soll unter dem Dach des Chemnitzer FC e.V. weitergeführt werden.

19. August: Mitgliederversammlung des Chemnitzer FC e.V.

Mitglieder sitzen in der Messehalle 1 der Messe Chemnitz bei der Mitgliederversammlung des Chemnitzer FC.
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19. August 2019: Bei der Mitgliederversammlung versinkt der CFC weiter im Chaos. Die Wahl eines neuen Aufsichtsrates scheitert. Die Mitglieder lehnten die Kompromiss-Liste von Notvorstand, Fußball GmbH und Ehrenrat ab. Bei den Einzelwahlen kamen die für einen Aufsichtsrat nötigen fünf Mitglieder nicht zustande. Vier (Annette Neuerburg, Timo Kermer, Norman Löster, Knut Müller) wurden gewählt, zwei Kandidatinnen (Katrin Johst und Doreen Pfeifer) wurden abgelehnt, ein Kandidat (Olaf Pönisch) zog kurz vor der Einzelwahl seine Kandidatur zurück. Damit ist der CFC führungslos, da der Aufsichtsrat auch den neuen Vorstand bestellen sollte. Die Arbeit des bisher aktiven Not-Vorstands endete mit der Mitgliederversammlung.

28. August: CFC-Vorstand geht und greift Siemon an

28. August 2019: Die Tage von Annette Neuerburg beim Chemnitzer FC sind gezählt. Die Juristin zieht sich als Notvorstand zurück. Zum Abschied teilte sie am MDR-Mikrofon ordentlich gegen den Insolvenzverwalter Klaus Siemon aus. Ruhe scheint beim Krisenclub nicht einzukehren. Teile der Ultras planen einen Boykott des Heimspiels gegen 1860 München, als Reaktion auf den Streit mit der sportlichen Leitung des Klubs.

4. September: Trainer Bergner und Geschäftsführer Sobotzik gehen

4. September 2019: Der Chemnitzer FC steht ohne Trainer David Bergner und Geschäftsführer Thomas Sobotzik da. Beide verlassen den Verein auf eigenen Wunsch. Medienberichten zufolge ziehen die beiden damit die Konsquenz aus Anfeindungen der vergangenen Wochen. Während Bergner den Verein sofort verlässt, bleibt Sobotzik bis spätestens 15. September, um die Geschäfte an einen noch nicht benannten Nachfolger zu übergeben.

rei

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 19. August 2019 | 21:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 06. September 2019, 11:42 Uhr

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25 Kommentare

21.08.2019 16:15 Martin H 25

Hätte der CFC nicht eine Daily Soap einrichten können?
Insolvenz TV, CFC Insolvenz. Ich denke da gibt es genug Kamellen. Für mich als Chemnitzer Bürger einfach nur peinlich und beschämend und für alle Chemnitzer, die Vereine der Stadt ärgerlich was dort seit Jahren los ist.

20.08.2019 13:10 heRBert 24

Das ist eben so, wenn alle mitreden wollen, aber keiner so richtig was weiß und jeder gegen jeden kämpft.
Mit fremden Geld arbeitet es sich viel leichter als mit eigenem. Da muss mann nämlich richtig drüber nachdenken, wie man damit umgeht, sonst isses weg. Na ja, es ist ja nicht weg, es hat nur ein anderer.
Deshalb klappts auch beim Leo im Schacht. Der weiß, was er tut, ist auch ne Menge eigenes Geld mit im Spiel.
Und bei RB klappts sowieso.

20.08.2019 11:17 Wütender 23

@Gabi:Du solltest dir den Beitrag von RAML im Forum der CFC-Fanpage zur Mitgliedschaft durchlesen. Dann weißt du, warum bestimmte Personen für den AR aufgestellt wurden.

20.08.2019 06:55 Chemieschwein 22

Bündelt das im Verein was noch da ist ,nehmt die Mitglieder mit und gründet was neues ganz unten und fangt neu an ..so macht das macht null sinn ..ein IV der nur ne gmbh gründet und den e.V. Ans Ende bringt , da läuft was gewaltig schief , dieser sollte den Verein retten .. Gute Nacht CFC GmbH ...

20.08.2019 01:37 Oldie 67 21

Das ist ein gefundenes Fressen für den IV. Mit 1143 nur diese Leute zu wählen die dem Verein genehm sein sollten ist eigentlich Wahlmanuplation! Laut Hinweise im Heft! Und dann noch gehen ,wenn es nicht geklappt hat was man wollte finde ich nicht okay. Aber das konnte man ja erwarten . Wieder ein Eigentor geschossen .Danke !
Es gibt nur eins für mich ,Mitgliedschaft kündigen den für den e.Verein ist mein Geld zu schade bei solchen sogenannten Mitgliedern ,die nur ihre Interessen verfolgen und nicht zum wohle des Vereins.

20.08.2019 01:21 Steffi 20

Diese ganzen traurigen Details dieser ominösen Mitgliederversammlung und der Insolvenz interessieren wirklich niemanden, außer Hardcore-Chemnitzer und Eingeweihte. Das ist doch alles erbärmlich. Wird es nach der Abwicklung des CFC wieder einen FC Karl-Marx-Stadt geben? Maskottchen wäre dann wohl der "Nischel" in kleiner Variante? Vielleicht hätte man den Frahn zwei Wochen aus dem Verkehr ziehen und in ein Umerziehungslager beim BND stecken sollen. Da hätte er mit IS-Rückkehrern Demokratie lernen können.
Oh Gott, ist das alles grausig...

20.08.2019 00:16 kirschechemnitz 19

@Gabi: Schnauze gestrichen voll. Wegen solcher Nasen wie Dir sind wir wieder die Deppen der Nation. Die Satzung nicht kennen aber sonst den Juristen herauskehren. Was haben wir jetzt, nachdem die Investoren vergrault wurden - einen mittellosen Verein ohne handlungsfähige Gremien. Supi Tradition. Demnächst in diesem Theater: Chemnitzer Ultras suchen Anschluss an überregionalen Traditionsverein zum Rumstänkern. Ich Klatschpappe suchen mir jetzt Schachverein und freue mich auf Besuche im Museum Fischerwiese! Sport frei.

19.08.2019 23:52 Langi 18

Danke an die superschlauen von der Fanpage und ihre Helfer. Hab ja ganze Arbeit geleistet. Und dies ohne den bösen IV. Warum wollte er diese Veranstaltung nicht mit bezahlen?? Hat sich wohl erledigt mit dem CFC, aber selber schuld !!

19.08.2019 21:38 Gabi 17

@Wütender: ich habe es doch geschrieben: diese Liste ist nichts rechtens, da Doreen Pfeifer kein Mitglied im Verein ist - im Nachgang wird sowieso jemand juristisch gegen diesen AR vorgehen - man kann während der IV kein Mitglied werden - Frau Pfeifer wurde widerrechtlich aufgenommen.....ich hoffe du hast das verstanden jetzt...es ist nunmal so....

19.08.2019 20:36 reiner202 16

@11 Bevor du hier etwas sagst,lese die Satzung durch, zb.Frau Pfeiffer darf gar nicht gewählt werden.Ansonsten geht es garantiert vor Gericht.

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