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Fußball | 3. Liga DFB gibt Zwickauer Beschwerde statt

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Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat der Beschwerde des FSV Zwickau gegen den zuvor erteilten Nachlizenzierungsbescheid stattgegeben. Das hat der Verein am Freitagnachmittag (28.12.2018) verkündet. Demnach sei der DFB der zuvor eingelegten Beschwerde der FSV-Verantwortlichen "in fast allen Punkten" gefolgt und hat sowohl den bislang geforderten Betrag der in der Etatplanung nachzuweisenden Liquidität auf 670.000 Euro reduziert als auch den Katalog an Nachweismöglichkeiten dafür "antragsgemäß erweitert".

Vorstand und Geschäftsführung des derzeitigen Drittliga-Zehnten betonten in ihrer Mitteilung vor allem die Bedeutung jenes erweiterten Kataloges, da man "den Nachweis zusätzlicher Liquidität auch durch Kosteneinsparungen erbringen" könne. Laut eigener Aussage laufen aktuell Verhandlungen "über weitere nennenswerte Kosteneinsparmöglichkeiten" neben einer schon länger anvisierten niedrigeren Stadionmiete. Detailliertere Angaben veröffentlichten die Zwickauer dazu jedoch noch nicht. Zudem sollen zu Jahresbeginn Gespräche mit möglichen neuen Kreditgebern aufgenommen werden.

Tobias Leege
FSV-Vorstandsboss Tobias Leege. Bildrechte: imago/Picture Point

DFB reduziert Nachweisforderungen von 741.000 Euro auf 670.000 Euro

Der DFB hatte dem Verein vor etwas mehr als zwei Wochen unter Androhung einer Geldstrafe oder gar eines Punktabzuges eine Deckungslücke von 741.000 Euro bei den veranschlagten Einnahmen und Ausgaben attestiert, die bis Ende Januar 2019 zu beheben sei. Der Verein hatte Ende November selbst von einer Deckungslücke von 550.000 Euro gesprochen und kündigte in diesem Zuge verschiedene Maßnahmen an, um das Finanzloch zu schließen. Dazu sollen beispielsweise weitere Sponsoreneinnahmen (200.000 Euro), eine Sonderumlage für FSV-Mitglieder (80.000 Euro), ein Mikrosponsoring der Fans (50.000 Euro) sowie ein noch zu vereinbarendes Freundschaftsspiel gegen einen Bundesligisten (70.000 Euro) beitragen.

Außerdem hofft der FSV auf eine Reduzierung der jährlichen Stadionmiete um 200.000 Euro. Hier muss der Stadtrat aber entscheiden. Der Pressesprecher der Stadt Zwickau, Mathias Merz, konnte noch keinen genauen Zeitpunkt für eine Stadtrats-Entscheidung nennen. "Wir sind in Gesprächen mit dem Verein, wissen aber nicht, wann es eine, wie auch immer, Entscheidung gibt", sagte Merz Mitte Dezember dem MDR. 

red/pm

 

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | 28. Dezember 2018 | 15:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 28. Dezember 2018, 19:49 Uhr

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16 Kommentare

29.12.2018 19:06 Gerd 16

Hier tun einige so entsetzt. War doch abzusehen. Also Ärmel hoch und in der Regionalliga neu angefangen.

29.12.2018 17:13 Sachsenring 15

Glaubt es mir, nach den Schlagzeilen, musste ich mich erst mal setzen.
Der FSV lebt über seinen Verhältnissen!
Wie soll es jetzt weiter gehen?
Fakt ist, alle sogenannten Finanzverantwortlichen beim FSV haben versagt!!!
Man kann nur soviel ausgeben, wie man selber hat!!! Ansonsten wird man die verdienten Konsequenzen ziehen müssen!!!

29.12.2018 14:29 Nur mal so 14

Sogar die Pleiteprofis aus Rußchams haben hier ne Meinung.
Stimmt's Roccos.

29.12.2018 13:16 SGDHarzer66 13

zu9., Zwickauer: Ihr Einwurf in puncto Sponsorengelder im Vergleich Sachsen -> Sachsen-Anhalt ist zutreffend.
Die größere Anzahl von ambitionierten Clubs in Sachsen erschwert das Ganze für einen Drittligisten wie den FSV erheblich.
Ich wünsche dem FSV alles Gute auf seinem Weg der Konsolidierung, sportlich läuft es ja gut.....

29.12.2018 12:49 Christin 12

Ich weiß nicht inwiefern und überhaupt die VW Sachsen GmbH ihre Finger beim FSV im Spiel hat. Aber, es wäre jetzt wahrlich ein guter Grund sich zum Standort zu bekennen (bzw deren Belegschaft, die nicht wenige FSV Fans sind!). Wenn selbst Audi beim FCI investieren darf (offensichtlich mehr schlecht als recht), dann ist eine Geldspritze in Richtung FSV mehr als angebracht. Ich warte schon zu lange darauf, dass ein "Großer" sich beteiligt in der Region und nicht nur pseudo-mäßig sondern mit Ansage! Wie gesagt, ich weiß nicht, inwieweit das die GmbH ohnehin schon tut.

29.12.2018 12:03 Roccos 11

Gut ab 70000 Euro weniger !!! Was soll das? Ein Haufen Schulden da sind die paar Euro Taschengeld. Wie soll das in Zukunft aussehen? Ob 741000 oder 670000 woher soll Zwigge das Geld nehmen? Sparen? Sorry aber das ist Tod auf Raten.

29.12.2018 11:12 Neutraler 10

Hallo Fan Achim.
Solche Meldungen wie unter @3 einfach ignorieren.
Dann hört das von allein auf.
Danke das Du immer fair bist und bleibst.
Freuen wir uns auf das nächste Jahr und das die Südhartzfront wieder da ist.
Bis dahin und guten Rutsch ins neue Jahr.

29.12.2018 10:46 Zwickauer 9

Ich denke die Vergleiche zwischen dem HFC und unserem FSV hinken an vielen Stellen. In Sachsen Anhalt gibt es 2 ambitionierte Vereine, die Profifußball spielen oder anstreben, in Sachsen neben Aue und Chemnitz noch die beiden Leipziger Traditionsklubs sowie Dynamo Dresden.
Das macht den Kampf um Sponsorengelder nicht leichter.
Selbiges gilt für Zuschauereinnahmen (zumal Halle 240.000 Einwohner hat, Zwickau 90.000).
Trotzdem hängt der HFC am Tropf der Stadt, 3 große städtische Unternehmen sind bei den Hauptsponsoren, die Stadionmiete sogar schon Ursache einer Untersuchung.
Ich will hier nicht neidisch sein, im Gegenteil, ich denke hier kann man in Zwickau auch noch mehr tun. Denn der FSV ist der Werbeträger der Stadt, in welchem anderen Zusammenhang hört man Zwickau im überregionalen Fernsehen?
Vielleicht kann wie in Halle nicht nur die ZEV helfen, sondern auch die Sparkasse und die Gebäudewirtschaft (z.B. über die Stadionmiete?)

29.12.2018 09:13 Oberpfalz 8

Als FSV Fan wünsche ich dem Vorstand das Sie den Verein wieder liquid machen. Sportlich scheint es für die 3.Liga zu reichen. Um mehr wird es auch in den nächsten Jahren nicht gehen. Leider geht es auch anderen Clubs so, ob West oder Ost. Ständig am Limit ohne großen Sponsor zu spielen ist schwer. Allen ein gutes Jahr 2019.

29.12.2018 00:08 Nebenan 7

@Achim..nimm den Schreiberling aus Post 3 nicht ernst. Jede echte HFC fan weiß wie das ist, wenn solche Botschaften eintreffen und wir hatten das im Januar. Daher können wir das gut nachvollziehen. Zwigge schafft das, da bin ich mir sicher. Der DFB sollte nachdenken, warum man in dieser Liga es schwer hat, Geld zu verdienen. Stichwort Vermarktung. Grüße aus Halle