Fußball | 3. Liga DFB kippt Re-Starttermin 26. Mai

Schon in elf Tagen sollte die 3. Liga in den Rest der Saison starten. Diesen Termin aber hat der Deutsche Fußball-Bund nun fallen gelassen.

Spieler des Chemnitzer FC
Bildrechte: imago images/foto2press

Der Spielausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den anvisierten Termin zum Re-Start in der 3. Liga gekippt. Ursprünglich sollte es am 26. Mai weiter gehen. Das gab der DFB nach einer Sitzung des Ausschusses am Freitag bekannt.

Vorschläge: "Abbruch und Aufstockung"

Der geplante Start schien bereits in den letzten Tagen utopisch. In Sachsen-Anhalt und Thüringen bleiben Mannschaftstraining und Wettkampfbetrieb bis Ende Mai bzw. Anfang Juni von Seiten der Behörden verboten - auch im Profifußball. Die betroffenen Vereine, Magdeburg, Halle und Jena, haben reagiert und Konzepte vorgelegt, die kurz gesagt für: "Abbruch und Aufstockung" plädieren. Alle stehen für einen Neustart am 29. August mit 24 bzw. 25 Mannschaften in der neuen Saison. Der Vorschlag von Jena (mit 24 Teams zu spielen), stieß beim DFB auf Wohlwollen. Entscheidend wird der außerordentliche DFB-Bundestag am 25. Mai, dort soll über die 3. Liga entschieden werden.

Auch wenn der 26. Mai als angedachter Termin für den Wiedereinstieg in die laufende Saison nicht mehr möglich ist, ändert sich nichts am Ziel des DFB. Der Verband möchte die Spielzeit 2019/2020 fortsetzen, sofern es die politische Beschlusslage erlaubt. Sobald dies der Fall wäre, würde die Spieltagsplanung für den sportlichen Wiedereinstieg angepasst und vom DFB-Präsidium offiziell verabschiedet werden.

Geht die Saison über den 30. Juni hinaus?

Der Zeitpunkt der Wiederaufnahme der Saison in der 3. Liga könnte daher sehr kurz nach dem 26. Mai liegen. Auch mit dem Szenario, dass gegebenenfalls reguläre Spieltage der 3. Liga über den 30. Juni hinaus durchgeführt werden müssen, beschäftigt sich der DFB.

Die 3. Liga hat noch elf Spieltage zu absolvieren, die in englischen Wochen bis Ende Juni durchgeführt werden sollten. Der DFB hatte seine Statuten bereits dahingehend angepasst, dass die Saison auch über den 30. Juni hinaus laufen könnte. Allerdings könnten nun diverse rechtliche Fragen aufkommen, da viele Verträge am 30. Juni enden. Zu dieser Problematik äußerte sich Sportrechtler Rico Kauerhof bei Sport im Osten.

red/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 15. Mai 2020 | 19:30 Uhr

30 Kommentare

Seniorfan vor 22 Wochen

Es wird hier sehr viel über den CFC diskutiert. VIELLEICHT sollte Herr Simon anstatt mit Klagen zu drohen, den anderen solide wirtschaftenden Vereinen erklären, wie es möglich ist im Insolvenzverfahren weitere riesige Schulden anzuhaeufen. Oder verzichten die Gläubiger schon wieder auf ihr Geld. Auch dass sind öffentliche Gelder. Achso, der DFB schaut ja nicht mehr hin.

makawi vor 22 Wochen

Schon interessant, dass die gleichen HFC Fans, die sich auch aus gesundheitlichen Gründen für einen Abbruch der 3.Liga vehement einsetzen, nun am Samstag auf einer "Anti-Corona" Demo autreten und Journalisten angreifen. Damit habt ihr euch selbst enttarnt.

RW135 vor 22 Wochen

Siemon ist der CFC, ohne ihn ist dieser Verein tot. Und wer bei den Fan so toll beliebt ist, haben sie in den vergangenen Monaten ja mehrfach eindeutig gezeigt. Ich bleib dabei.

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