Fußball | DFB-Bundesgericht DFB hält an Strafe für den FC Carl Zeiss Jena fest

Erneute Niederlage für den FC Carl Zeiss Jena beim Deutschen Fußball-Bund. Das DFB-Bundesgericht wies am Montag den Einspruch des Drittligisten gegen eine Geldstrafe von 24.900 Euro wegen Fehlverhalten seiner Fans zurück. Zuvor waren die Thüringer bereits mit ihrer Beschwerde beim DFB-Sportgericht gescheitert.

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Der FC Carl Zeiss Jena war zum Großteil wegen unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger beim DFB-Pokalspiel am 19. August 2018 gegen Union Berlin bestraft worden. Allein 20.500 Euro werden für das Abbrennen von Pyrotechnik fällig. Vor und während der Partie zählte der DFB insgesamt 47 pyrotechnische Gegenstände, die die FCC-Fans abgebrannt hatten.

Riedmeyer: "Keine neuen Erkenntnisse"

Oskar Riedmeyer, Stellvertretender Vorsitzender des DFB-Bundesgerichts, erklärte nach der mündlichen Verhandlung: "Im Berufungsverfahren haben sich keine neuen Erkenntnisse ergeben, was die Vorfälle an sich betrifft. Darüber hinaus haben wir festgestellt, dass der Verein weitere Schritte hätte unternehmen können, um Vorkommnisse dieser Art zu verhindern."

Förster: "Wir sind uns keiner Schuld bewusst"

Dem steht die Aussage von FCC-Geschäftsführer Chris Förster entgegen. In einem Interview mit dem MDR hatte er im November 2018 unter anderem gesagt: "Es gilt für uns zu überlegen, ob wir es auch vor ein ordentliches Gericht bringen. In Deutschland gibt es den Grundsatz: Keine Strafe ohne Schuld. Wir sind uns keiner Schuld bewusst, weil wir alles in unserer Macht stehende tun, um Pyrotechnik-Vorfälle oder auch andere Vorfälle, seien es rassistische Rufe etc., zu verhindern."

Chris Förster im Interview
Jenas Geschäftsführer Chris Förster. (Archiv) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Thüringer können erneut Einspruch einlegen

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Thüringer können innerhalb einer Woche erneut Einspruch einlegen und eine Verhandlung vor dem Ständigen Schiedsgericht beantragen. In letzter Instanz wäre, so wie es Jenas Geschäftsführer Förster erwähnte, der Gang vor ein ordentliches Gericht möglich.

red

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 07. Januar 2019 | 19:30 Uhr

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