Fußball | 3. Liga "Neu anfangen und fleißig sein" – Kunert brennt auf Neustart mit dem FC Carl Zeiss Jena

Ab der kommenden Saison wird Dirk Kunert das Ruder beim Drittliga-Absteiger Carl Zeiss Jena übernehmen. Auch wenn der Neuanfang in der Regionalliga kein leichtes Unterfangen wird, blickt der zukünftige Cheftrainer mit großer Vorfreude auf die bevorstehende Aufgabe.

Trainer Dirk Kunert
Bildrechte: imago images / Matthias Koch

Seit Mittwoch steht fest, dass Dirk Kunert zukünftig den FC Carl Zeiss Jena als Cheftrainer in der Regionalliga betreuen wird. Auch wenn sein Abschied vom Regionalliga-Kontrahenten Berliner AK, wo Kunert Anfang Juni seinen Vertrag noch um eine Jahr verlängert hatte, mit allerhand Nebengeräuschen vonstatten ging, brennt der 52-Jährige auf die neue Aufgabe.

SpiO Talk mit Dirk Kunert 20 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sport im Osten Fr 26.06.2020 11:00Uhr 19:40 min

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"Ich war sofort angepiekst"

"Als der Anruf kam, war ich sofort angepiekst", berichtete Kunert im "SpiO"-Talk des MDR am Freitag (26. Juni): "Jena hat eine große Fanbasis und ist ein geiler Verein. Das hat mich sehr gereizt." Der erfahrene Nachwuchstrainer, der unter anderem für Hertha BSC, VfL Wolfsburg oder den Hamburger SV Talente ausbildete, wird aber der kommenden Saison den Neuaufbau bei den Thüringen verantworten. Keine einfache Aufgabe, wie er selbst zugibt: "Es wird erst einmal nicht so leicht sein, den Abstieg aus den Klamotten zu kriegen. Wir müssen neu anfangen, fleißig sein und dann schauen, was dabei rauskommt."

Mit dem neuen Sportdirektor Tobias Werner weiß Kunert zudem um "einen sehr guten Ansprechpartner." Die Kaderplanungen für die kommende Spielzeit laufen so langsam aber sicher an: "Wir haben viele Kandidaten, die zu uns kommen möchten und für den Neuanfang stehen wollen. Wir haben einige im Kopf, können aber nicht alle realisieren. Die müssen natürlich auch passen." In erster Linie gilt es für die Mannschaft zunächst, die aktuelle Drittliga-Saison so gut es eben geht zu beenden. "Die Jungs wissen, sie sind abgestiegen. Das ist eine große Belastung, schwer für die Physis, auch der Kopf spielt eine Rolle", so Kunert.

Vorzeitiger Saisonstart in Regionalliga?

Er selbst wolle sich daher auch erst einmal im Hintergrund halten. Zwar fanden bereits erste Gespräche mit Spielern statt, doch aktuell soll der Fokus auf den letzten drei Partien liegen. Wann der gebürtige Berliner das Training mit dem Team aufnimmt, ist ebenfalls noch unklar. Zuerst bräuchte die Mannschaft nach der kräftezehrenden Saison sowieso eine Pause. Vor allem mit Blick auf die Planungen des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV), der eigentlich bereits am 14. August in die neue Spielzeit starten will. Eine vorzeitigen Saisonstart kann sich Kunert jedoch schwer vorstellen, "da müsste die Umsetzung des Hygienekonzeptes schon sehr schnell gehen."

Offensive Grundausrichtung, statt zu reagieren

Die Aufgabe in der kommenden Saison wird für den FCC schwer genug, wie Kunert betonte: "Es wird uns nichts geschenkt in der Regionalliga. Ob es für den Aufstieg reicht, kann ich noch nicht sagen. Wir müssen gut in die Saison starten. Was nachher dabei rumkommt, wird man sehen." Der ehemalige Zweitliga-Spieler (Blau-Weiß 90 Berlin) will dabei eine klare spielerische Grundidee etablieren: "Für mich ist es wichtig, dass wir eine offensive Grundausrichtung haben, nicht reagieren, sondern aktiv rangehen und erfolgreich sind. Das kommt mir oftmals zu kurz und sollte ein Ausbildungskriterium sein."

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jsc

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 26. Juni 2020 | 17:45 Uhr

2 Kommentare

ickes vor 13 Wochen

Viel Glück im Paradies, hoffe du hast mehr Zeit als deine Vorgänger und kannst was gescheites aufbauen.
Aber schlimmer als unser 1er Trainer geht nimmer
Nur der FCC

DDRler vor 13 Wochen

Willkommen im Paradies....und viel Glück...freue mich !!!!!!