TV-Kameramann in der 3. Liga
Bildrechte: imago images/Jörg Schüler

Fußball | 3. Liga Verlustgeschäft 3. Liga - Rekordverlust trotz Rekordumsatz

Die 3. Liga bleibt das finanzielle Sorgenkind des deutschen Profifußballs. Trotz eines Umsatzrekords in der vergangenen Saison in Höhe von 185,6 Millionen Euro verzeichneten die 20 Klubs mit einem durchschnittlich Minus von 1,5 Millionen Euro pro Verein einen Rekordverlust.

TV-Kameramann in der 3. Liga
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DFB-Bilanz: 13 der 20 Klubs schreiben rote Zahlen

Zum neunten Mal in elf Jahren machten die Klubs in ihrer Gesamtheit Miese. Das geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Bilanz des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hervor. Obwohl der Umsatz um rund 30 Millionen Euro gesteigert werden konnte, beendeten nur sieben Vereine die Spielzeit mit einem Plus. Dagegen schrieben 13 Klubs rote Zahlen.

Euro-Geldscheine mit unterschiedlichen Werten.
Die 3. Liga ist aktuell ein Verlustgeschäft. Bildrechte: dpa

Das negative Eigenkapital belief sich zum Stichtag am 31. Dezember 2018 auf 15,6 Millionen Euro. Das bedeutet ein durchschnittliches Minus von 781.000 Euro pro Klub. Die Verbindlichkeiten betragen insgesamt 113,3 Millionen - das entspricht im Schnitt 6,7 Millionen Euro pro Verein.

Klubs mit Rekord-Gesamtaufwand - Gehälter ein Grund

Schuld an den negativen Zahlen sind in erster Linie die Ausgaben, die um rund 30 Prozent auf 216,3 Millionen Euro gestiegen sind. Der durchschnittliche Gesamtaufwand pro Klub liegt erstmals über zehn Millionen Euro. Mit mehr als 75 Millionen Euro machen die Gehälter der Profis und der Trainer den größten Einzelposten aus. Sie sind um rund 450.000 Euro pro Klub angewachsen und liegen nunmehr durchschnittlich bei 3,8 Millionen Euro pro Verein.

Logos der Mannschaften 1. FC Magdeburg, Hallescher FC, FSV Zwickau, FC Carl Zeiss Jena und Chemnitzer FC
Fünf mitteldeutsche Klubs spielen aktuell in der 3. Liga. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Bestmarken auch dank Kaiserslautern und Braunschweig

Ein Spieler verdient im Schnitt um die 80.000 Euro pro Jahr. Mit Blick auf die Zuschauerzahlen konnte die 3. Liga einen Rekord aufstellen. Erstmal kamen mehr als drei Millionen Besucher in die Stadien, exakt waren es 3,09 Millionen. Damit lag die durchschnittliche Zuschauerzahl bei 8.132 pro Begegnung. Die bisherige Bestmarke aus der Saison 2015/2016 (7.071) wurde deutlich übertroffen.

Großen Anteil daran hatten die aus der 2. Liga abgestiegenen 1. FC Kaiserslautern (21.315) und Eintracht Braunschweig (18.047). Die Einschaltquote pro Livespiel (Free-TV und Pay-TV) kletterte von rund 234.000 Zuschauern in der Saison 2017/2018 auf knapp 300.000. Pro Spieltag verfolgten im Schnitt fast eine Million Interessierte das Livegeschehen an den Bildschirmen - ebenfalls eine Bestmarke. Am häufigsten berichtet wurde über Kaiserslautern (177:26 Stunden).

Fußballer im Stadion, die Tribünen sind rot und weiß beflaggt.
Das Stadion des 1. FC Kaiserslautern Bildrechte: imago images / Jan Huebner

Saison 2018/2019

fth/sid

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 16. Oktober 2019 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. Oktober 2019, 20:45 Uhr

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