Fußball | 3. Liga Torsten Frings sieht Dynamo Dresden als Aufstiegsfavoriten

Am Freitag startet die 3. Liga in ihre 13. Saison. Auf der Pressekonferenz zum Saisonstart hat Torsten Frings, Trainer vom SV Meppen, klargemacht, dass Dynamo Dresden sein Favorit in Sachen Aufstieg ist. Zur wirtschaftlichen Lage der 3. Liga in Corona-Zeiten hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zudem aufschlussreiche Äußerungen getätigt.

Torsten Frings, Trainer SV Meppen
Torsten Frings glaubt, dass Dynamo Dresden der Topfavorit in Sachen Aufstieg ist. (Archiv) Bildrechte: imago images/Werner Scholz

Trainer Torsten Frings vom SV Meppen sieht die Zweitliga-Absteiger und einen Traditionsklub als Topfavoriten auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga. "Für mich ist Dynamo Dresden der Hauptfavorit", sagte der frühere Nationalspieler auf der Eröffnungspressekonferenz der 3. Liga am Dienstag (15.09.20): "Auch Wehen Wiesbaden und 1860 München werden ganz oben dabei sein. Ich bin davon überzeugt, dass mindestens zwei dieser drei Mannschaften aufsteigen werden."

Offenbar muss kein Verein um Existenz fürchten

Auch abseits dieser drei Vereine scheint die Liga bisher ordentlich durch die Corona-Pandemie gekommen zu sein. "Momentan ist der Eindruck, dass die Vereine ohne ganz großen Schaden durchgekommen sind", sagte Manuel Hartmann, Abteilungsleiter Spielbetrieb Ligen und Wettbewerbe beim Deutschen Fußball-Bund bei der Pressekonferenz. Genauere Informationen werde man aber erst haben, wenn die Nachlizenzierung anstehe und die wirtschaftlichen Daten vorlägen, so Hartmann weiter: "Im Herbst wissen wir dann, wie die Folgen sind."

Torsten Frings (Trainer des SV Meppen), - Manuel Hartmann (Abteilungsleiter Spielbetrieb Ligen und Wettbewerbe) - Alf Mintzel (SV Wehen Wiesbaden)
Torsten Frings, Manuel Hartmann und Alf Mintzel (vlnr) bei der Auftakt-PK zur 3. Liga. Bildrechte: imago images / Hartenfelser

5.000 Fans bei FCK - Dynamo

Die Vereine der 3. Liga leiden besonders unter Geisterspielen und reduzierten Besucherzahlen, da sie im Vergleich zu den beiden höchsten deutschen Spielklassen mehr auf Zuschauer-Einnahmen angewiesen sind. Gut klingt in dem Zusammenhang die Nachricht, dass Kaiserslautern beim Saisonauftakt am Freitag (18.09.20) gegen Dynamo Dresden knapp 5.000 Fans ins Stadion lassen darf.

Schon am Montag beim Pokalspiel gegen den Hamburger SV waren knapp 10.000 Zuschauer im Dynamo-Stadion. Sorgen, dass das Hygienekonzept möglicherweise scheitern könnte, bestätigten sich nicht. "Eine erste Einschätzung des gestrigen Spiels ist von unserer Seite positiv. Die SGD hat sich vor und während des Spiels sehr um die Einhaltung der Hygienevorschriften bemüht", bestätigte die Stadt Dresden auf Nachfrage von "Sport im Osten".

Auch der 1. FC Kaiserslautern habe ein "plausibles und praktikables Hygienekonzept" vorgelegt, heißt es aus der Pfalz. Ob sich dieser individuelle Weg, von Spiel zu Spiel zu entscheiden, hält, ist aktuell unklar. Am Dienstag einigten sich die Länder auf eine flächendeckende Regelung, wobei 20 Prozent Auslastung der Stadien möglich sind.

Blick ins Stadion auf die Hintertortribüne während der Halbzeitpause. Zum ersten mal sind seit dem Lockdown wegen des Corona-Virus wieder Zuschauer im Dresdner Stadion zugelassen
Knapp 10.000 Fans waren gegen den HSV im Dresdner Stadion. Bildrechte: imago images/Steffen Kuttner

Vereine kehren zu drei Auswechslungen zurück

Ein weiterer Faktor in Sachen Wirtschaftlichkeit sei nach Angaben des DFB die Zahlung von Spielerprämien. Je mehr Spieler auf dem Feld stehen, umso mehr Prämien müssten die Vereine auch zahlen. Dies sei einer der Gründe, warum sich die Vereine verständigt hätten, künftig wieder nur drei Auswechslungen pro Spiel zur Verfügung zu haben. "Außerdem gibt es keine internationalen Spiele", führte Hartmann als weiteren Beweggrund an.

ten/dpa/sid

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 15. September 2020 | 19:30 Uhr

6 Kommentare

Thoralf vor 2 Tagen

Danke das Sie mich an die 70er erinnern. Dort gab es auch solche PK, wo versichert wurde, das es den Werktätigen der DDR einfach nur rosig ging. Das es zwar Einzelne Probleme gab, aber alles im Griff ist. Weiter so! Zweitens, als Mitglied eines Vereins, der NOCH in der Dritten Liga ist, will man sich ja auch informieren. Das dann solch ein Quark herauskommt, war natürlich zu erwarten, aber man hatte Hoffnung.
Weiter so , bis zum nächsten DFB Bundestag, bis die böse Corona vorbei ist, bis der Osten von Fußball gesäubert ist!

jepa vor 3 Tagen

Hallo MDR, die offizielle Zuschauerzahl ist mit 10.053 angegeben. Fast einen ganzen Tag später meldet ihr knapp 10000. Habt ihr kein Matheuntericht gehabt???

Thoralf vor 3 Tagen

Nichts interessiert mich weniger, als die Einschätzungen eines Herrn Hartmann oder Frings. Wenn die Vereine im Osten noch nicht tot sind, dann bestimmt nicht durch tätige Mithilfe der Herren vom DFB! Frings sollte sich um seinen verdammten Job bei Meppen kümmern oder die Punkte nach Dresden, Wiesbaden und München schicken! Die Pressekonferenz war eine Ansammlung geballter Inkompetenz.
Hoffen wir alle auf einen fairen Wettbewerb für Alle! Keine Bevorzugung der bayrischen und westlichen Vereine (Lizenz FCK)! Mögen die besten Ostdeutschen Vereine aufsteigen!