Fußball | 3. Liga Verzicht auf Rechtsmittel: Dynamo Dresden akzeptiert Zweitliga-Abstieg

Der Streit könnte noch Jahre dauern: Aus diesem Grund hat sich Dynamo Dresden entschlossen, in der Auseinandersetzung mit der DFL um den Abstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga keine juristischen Schritte einzuleiten. Das gab der Verein am Freitag (31. Juli) bekannt. Zudem stehe jetzt die Konzentration auf die kommende Drittliga-Aufgabe im Vordergrund.

Spieler von Dynamo Dresden schaut zu Boden
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Die SG Dynamo Dresden wird in der Auseinandersetzung mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) um den Abstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga keine juristischen Schritte einleiten. Das teilte der Verein am Freitag nach einer Versammlung seiner Gremien mit. "Im Ergebnis der Sitzung steht fest, dass die Sportgemeinschaft auf Rechtsmittel zur Kompensation des Wettbewerbsnachteils verzichtet", heißt es in der Mitteilung.

Jahrelange Auseinandersetzung mit geringen Aussichten

Dresden hatte beantragt, dass das DFL-Präsidium auf seiner nächsten Mitgliederversammlung der Liga Anfang August eine Aufstockung der 2. Bundesliga auf 19 Vereine zur Abstimmung stellt. Dieser Antrag wurde von der DFL abgelehnt. Dynamos Aufsichtsratsvorsitzender Jens Heinig sagte: "Im Prozess der Risikoabwägung mussten wir feststellen, dass etwaige Konsequenzen nicht bis ins Detail vorhersehbar sind. Wir hätten uns mit allen Folgen darauf einstellen müssen, dass wir auf eine jahrelange juristische Auseinandersetzung mit sehr geringen Aussichten auf Erfolg zusteuern."

Dresdens Fans haben ein Transparent im Stadion gespannt: Dynamo wird niemals untergehen.
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Recht haben und Recht bekommen sind zwei verschiedene Dinge

Dynamo sah eine Wettbewerbsbenachteiligung, da die Mannschaft aufgrund von mehreren Coronavirus-Fällen zunächst in Quarantäne und dann neun Spiele in 28 Tagen absolvieren musste. Darunter hätten die Sachsen "im Kampf um den Klassenerhalt als einziges Team sportlich gelitten", meinte Dresdens Kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born. "Aber Recht haben und Recht bekommen sind leider manchmal zwei verschiedene Dinge."

jmd/pm

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VfB Lübeck - Hallescher FC
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sachsenspiegel | 31. Juli 2020 | 19:00 Uhr

41 Kommentare

Reisender vor 12 Wochen

Ich werde mich mit Genuss in den Sessel setzen und auf Deine Reaktion warten, wenn sich der erste Corona-Fall in Deinem Lieblingsverein ereignet. Mal sehen, ob dann genau die gleiche dümmlichen Kommentare kommen oder Du die Situation anders bewertest. Es ist nur eine Frage der Zeit.
Und da Du ja anscheinend die Gründe für die „angebliche“ fehlende Solidarität und die Voraussetzungen für die Zustimmung zur Ligafortsetzung kennst, kannst Du uns Unwissende ja mal aufklären.
Falls nicht , dumm gelaufen.....

Dynamokralle vor 12 Wochen

Lieber Harzer, da sich noch niemand zu Deiner Frage bzgl. Geistertickets geäußert hat, hier mal meine Gedanken. Eventuell liegt es daran, dass die finanzielle Lage im Verein ziemlich gesichert ist und zwar so stabil, dass im April sogar Gelder für soziale Projekte und an Krankenhäuser gespendet wurden. Da sähe es etwas seltsam aus, wenn der Verein sich sozusagen „hintenrum“ die Gelder durch Fan-Spenden wieder reinholt. Außerdem wurde auch ein beträchtlicher Teil der JK-Zahlungen nicht zurückgefordert, sondern dem Verein geschenkt. Aber das konnte nicht jeder, da doch der ein oder andere wegen Corona selbst zu knabbern hat.
Zur Zeit läuft in Initiative von Dynamo ein Spendenaufruf für den Erhalt der Elb-Dampferflotte.
Wir werden sehen, was aus den Einnahmen durch Ticketverkauf wird. Das Liebste wäre mir natürlich, wir dürfen bald alle wieder ins Stadion!!! Sollte sich das aber noch länger hinziehen, werden Geistertickets sicher wieder ein Thema.
Schönen Abend und liebe Grüße 🙋🏻‍♀️!

Teamplayer vor 12 Wochen

2. Teil:
Und eins könnt ihr mir glauben:
Ein Herr Leonhardt, der Präsident von Aue, hätte Minge schön längst rausgeschmissen.
Es ging ja in den letzten Jahren nur bergab.
Und Minge hatte auch nicht den A… in der Hose selber zurück zu treten.
Ein guter ehemaliger Spieler muss eben kein guter sportlicher Leiter sein.
Jetzt hat man zwar Geld übrig, ist aber in der 3. Liga.
Ist das der Anspruch der Dresdner Fans?