Fußball | 3. Liga Ex-Dynamo-Stürmer Mlapa bereut Wechsel nach Dresden

Peniel Mlapa war die große Sturmhoffnung, als er im Sommer 2017 zu Dynamo Dresden wechselte. Doch der 29-Jährige kam in Dresden nicht zurecht und galt schnell als Chancentod. In einem Interview erinnert sich Mlapa an seine durchwachsene SGD-Zeit.

Peniel Mlapa
Peniel Mlapa und Dynamo Dresden - das passte nicht zusammen. (Archiv) Bildrechte: imago/Dennis Hetzschold

Peniel Mlapa erinnert sich nicht gern an seine Zeit bei der SG Dynamo Dresden, für die er in der Saison 2017/18 vier Tore in 21 Zweitligaspielen erzielte. Schon nach einem Jahr war die Zeit in Sachsen vorbei, die SGD verlieh Mlapa zunächst an den niederländischen Erstligisten VVV Venlo in den Niederlanden bevor sich die Wege ganz trennten.

Stempel als "gescheitertes Top-Talent"

Mlapa konnte den Stempel "gescheitertes Top-Talent" in Deutschland nie ganz ablegen. Das gelang in Dresden nicht, aber ebenso wenig in Mönchengladbach, Nürnberg und Bochum. In Dresden machte dem gebürtigen Togolesen vor allem die Fan-Kritik zu schaffen. "Nach einem verlorenen Spiel wurde ich auf die Bank geetzt und die Fans haben angefangen, verbal auf mich zu schießen, mich richtig runterzumachen", so Mlapa. Die Kommentare, die Mlapa auch im Privatleben ereilten, seien "fies und dumm" gewesen. Es sei nicht zu ertragen gewesen, als Mensch beleidigt zu werden, so Mlapa weiter. Dennoch habe er immer die Rückendeckung des Vereins gehabt, stellt er klar. Die damaligen Klub-Verantwortlichen um Ralf Minge hätten ihm immer wieder Mut zugesprochen. Das habe ihm nur als Privatperson nicht geholfen. Deshalb sagt Mlapa im "Sport-Bild"-Interview klar, dass er den Wechsel zu Dynamo bereut habe.

Neues Glück in den Vereinigten Arabischen Emiraten

Mittlerweile spielt Mlapa bei Ittihad Kalbe in den Vereinigten Arabischen Emiraten - als Kapitän. "Das macht mich total stolz. Ich genieße es, Verantwortung zu übernehmen und möchte meinen Kollegen mit meiner Erfahrung helfen. Ich identifiziere mich sehr mit dem Klub", so Mlapa. In seiner ersten Saison traf Mlapa elfmal, in der aktuellen stehen vier Treffer nach bislang neun Spielen zu Buche. "Ich fühle mich pudelwohl", so Mlapa.

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 05. Februar 2021 | 19:30 Uhr

2 Kommentare

Stealer vor 43 Wochen

@Ostsachse01: Leider lässt der Artikel hier einiges aus dem Interview vermissen, was für das Verständnis der Kritik essenziell ist. So liest er sich, als könnte Mlapa nicht mit Buhrufen im Stadion umgehen.

Mlapa hat durchaus gesagt, dass die Fans im Stadion ihrem Frust freien Lauf lassen können. Die Kommentare und Beleidigungen, von denen er spricht, haben in der Stadt, zum Beispiel bei einem Restaurantbesuch, stattgefunden. Und das geht zumindest für mich dann zu weit. Ich schimpfe auch über Spieler, keine Frage. Aber neben dem Feld oder in einem Fußballforum - beim Menschen außerhalb des Spielfelds hat das aber nichts zu suchen.

Ostsachse01 vor 43 Wochen

Peniel Mlapa- leider typisch Fußball-Profi- statt sich mal seine eigene Leistungsdaten anzusehen... fast überall kaum Tore geschossen und seinen Ablösepreis und die Erwartungen der bezahlenden Fans zu reflektieren, wird der Fußball-Fan beschinpft. Ganz ehrlich, der mann war eine der größten Enttäuschungen als Stürmer... und wenn man seine Karriere anschaut, nicht nur bei uns.