Fußball Dynamo Dresden: Vereinslegende Wolfgang Haustein gestorben

Dynamo Dresden trauert um seinen langjährigen Spieler und Nachwuchstrainer Wolfgang Haustein. Der zweimalige DDR-Meister verstarb am Donnerstag im Alter von 80 Jahren.

Schwarz-weiß-Bild des ehemaligen Dynamo-Spielers Wolfgang Haustein.
Wolfgang Haustein, langjähriger Spieler von Dynamo Dresden, ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Bildrechte: IMAGO / Robert Michael

"Es ist eine Nachricht, die uns sehr schmerzt und außerordentlich traurig stimmt", sagte Dynamo Dresdens Präsident Holger Scholze. Wie die Schwarz-Gelben bekanntgaben, ist Wolfgang Haustein am Donnerstag (4. August) im Alter von 80 Jahren gestorben.

Bereits drei Spieltage vor dem Schluß der DDR-Fußballmeisterschaft sichert sich die SG Dynamo Dresden am 02.06.1971 den Meistertitel
Juni 1971: Dynamo sichert sich nach einem 2:2 in Halle vorzeitig den DDR-Meistertitel. Wolfgang Haustein (5.v.li.) neben dem im Januar 2022 verstorbenen Hans-Jürgen "Dixie" Dörner. Bildrechte: dpa

315 Spiele, zwei Meistertitel, ein FDGB-Pokal

Der gebürtige Marienberger war 1959 von Aufbau Klingenthal nach Dresden gewechselt. Zwei Jahre später gelang ihm der Sprung in die erste Mannschaft. Bis 1973 absolvierte der Abwehrspieler 315 Pflichtspiele für die Schwarz-Gelben. Haustein gewann unter Trainer Walter Fritzsch mit der SGD 1971 das Double aus Oberliga-Meisterschaft und FDGB-Pokal. Nach dem erneuten Gewinn des DDR-Meistertitels zwei Jahre später beendete er im Alter von 31 seine aktive Laufbahn.

Anschließend wurde Haustein Nachwuchstrainer bei Dynamo und saß zwischen 1986 und 1988 als Co-Trainer neben Eduard Geyer auf der Bank des Oberligateams. "Die Sportgemeinschaft verliert einen ganz besonderen Sportler und Menschen. Unsere Gedanken sind bei all jenen, die Wolfgang Haustein besonders nahestanden", ergänzte Präsident Scholze.

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red/pm

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 05. August 2022 | 17:45 Uhr

5 Kommentare

harald Notzel vor 5 Tagen

Viele User werden an meinen Beiträgen schon gemerkt haben, dass ich schon ein paar Jährchen auf dem Buckel habe.Viele gute Erfahrungen aus den 70-ziger jahren prägen auch meine Beurteilungen zu den heutigen zusammengewürfelten Mannschaften von Dynamo in den letzten Jahren.Besonders verwerflich war das fahrlässige Führen der Mannschaft in dem Abstieg 2022.Als Fan(Student,HfV) sehe ich immer noch vor mir das intelligente Verteidigerspiel von W.Haustein auf der rechten Seite.Er hat den Stürmern insbesondere G.Heidler immer den Rücken frei gehalten damit die Spitzenleute vorne den Dresdner Kreisel aufziehen konnten.Unser Stammplatz war immer die rechte Seite vom Sprecherturm.Wenn man an die vielen tollen Fussballerlebnisse denkt kommen einem doch einige Tränen herausgekullert für die ich mich nicht schämen muss.Es gibt leider viele Fans die heute nicht verstehen können dass die Erfolgswelle aus den Jahren 1970-1980 die Spieler in Dresden hemmen sollten erfolgreich Fussball zu spielen.

70er vor 5 Tagen

Einer, auf dem jederzeit Verlass war. In den 60ern als absoluter Stammspieler und eine "Bank" in der Dynamo-Hintermannschaft, im reifen Fussballeralter dann sogar noch wichtiger Baustein der Meistermannschaften von 1971 und 1973. Als Dixie Dörner 1972 infolge einer Gelbsucht ausfiel, übernahm er bei Dynamo dessen Libero-Part - ohne (!) nennenswerten Qualitätsverlust. Wolfgang Haustein war kein brillanter Techniker. Dabei war er keineswegs das, was man heutzutage als "Treter" bezeichnen wurde. Ich habe ihn als fairen, besonnenen Fussballer in Erinnerung, einer, der auch auf die Zähne biss, wenn's doch mal weh tat.

Vollstrecker vor 5 Tagen

Die wahre Dynamo Familie verliert ein weiteres Mitglied. Was für eine Mannschaft. Wehmütig denke ich daran zurück. Ein ausgezeichneter Trainer. Wie viele aus der damaligen Mannschaft. Walter Fritzsch hatte auch bei ihm starken Eindruck hinterlassen.
Fußball und seine SGD ...
Ruhe in Frieden.

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