Fußball | Regionalliga Freude beim Chemnitzer FC - Insolvenzplan rechtskräftig

Das Insolvenzverfahren beim Chemnitzer FC kann abgeschlossen werden. Der von den Gläubigern abgesegnete Insolvenzplan ist rechtskräftig. Damit ist der Verein schuldenfrei.

Das Logo des CHemnitzer FC an einer Hausfassade
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Der Chemnitzer FC e.V. ist schuldenfrei. Wie der Verein am Dienstag mitteilte, ist der Insolvenzplan nach Ablauf der Rechtsmittelfrist nunmehr rechtskräftig.

"Wir haben nun Gewissheit darüber, dass keine inhaltlichen oder formellen   Beschwerden gegen unseren eingereichten und vom Gericht bestätigten Insolvenzplan eingelegt wurden. Er ist somit rechtskräftig. Wir können jetzt mit dem letzten Schritt, nämlich der Auszahlung der Gläubigerquote, beginnen", erklärte Insolvenzanwalt Oliver Junghänel, der den Vorstand des Chemnitzer FC bei der Erstellung des Schuldnerinsolvenzplanes beraten hatte. Mit der formellen Aufhebung des Insolvenzverfahrens durch das Amtsgericht Chemnitz könne im Laufe des 1. Quartals 2021 gerechnet werden.

Chemnitzer FC: Insolvenzanwalt Oliver Junghänel im Interview
Insolvenzanwalt Oliver Junghänel Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Kosten gestemmt dank Fan-Unterstützung

Am 8. Dezember 2020 hatten die 124 Gläubiger mit mehr als 99 Prozent dem Schuldnerinsolvenzplan zugestimmt. Dieser weist eine Quote von fünf Prozent, rund 145.000 Euro, aus. Dazu kommen Forderungen, die nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens entstanden sind, wie Löhne und Sozialversicherungsbeiträge. Inklusive der Vergütung des Insolvenzverwalters und den Verfahrenskosten beläuft sich die Summe auf 362.000 Euro, die in voller Höhe auszuzahlen ist. Alle Forderungen können laut Verein aus den finanziellen Unterstützungen der Fans bezahlt werden.

rei/pm

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 05. Januar 2021 | 17:45 Uhr

18 Kommentare

Matze91 vor 2 Wochen

Immer wieder das gezetere gegen den CFC...
Der Zwangsabstieg ist uns erspart geblieben weil es seitens des Gerichtes eben so entschieden wurden ist.
Was du @Alex. leider nicht siehst ist das der CFC in dem Jahr als die Insolvenz beantragt wurde sportlich abgestiegen ist.
Wir haben uns den Aufstieg innerhalb der Insolvenz erarbeitet und sind halt durch viel Pech dann knapp wieder abgestiegen...was soll's das Leben geht weiter.
Also hört endlich mal auf zu jammern...ist ja langsam unerträglich.
Euch ist der CFC doch nur ein Dorn im Auge und daher kümmert euch doch um eure Vereine..!!
Das einzige was ihr damit erreicht ist das wir eine hohe Aufmerksamkeit von euch bekommen und dadurch wieder zum Gesprächsthema werden und das auch noch im positiven Sinne.
Vielleicht sollten wir uns bei euch dafür bedanken :)

rheumakay vor 2 Wochen

Das Insolvenzrecht fragt aber nicht danach, ob man selbst- oder fremdverschuldet in die Insolvenz geraten ist. Die frühere DFB-Regelung, nach der insolvente Vereine zwangsabsteigen müssen, hat Klaus Siemon erfolgreich und zurecht kippen können. Denn Hauptzweck eines Insolvenzverfahrens ist die Erhaltung/Sanierung der/des insolventen Firma/Vereines. Durch einen Zwangsabstieg wird einem Verein die wirtschaftliche Grundlage entzogen (nur noch Freundschaftsspiele bis Saisonende begleitet von weniger Zuschauer- und Sponsoreninteresse, bessere Spieler verlassen den Verein, weniger Einnahmen in der unteren Liga), was den Interessen der Gläubiger diametral entgegensteht.
Aachen zwar 2x insolvent. Beim ersten Mal 2013 erfolgte nach der alten Regel der Zwangsabstieg (Gläubigerforderungen damals: 69 Millionen €, zum Vergleich CFC: knapp 3 Millionen), beim zweiten Mal 2017 erfolgte analog zum CFC kein Zwangsabstieg.
Frage: Inwieweit ist der CFC für seine Misswirtschaft belohnt worden?

Matze91 vor 2 Wochen

Vereine wie CFC und Erfurt...naja wir sind nicht die ersten die Insolvent waren und werden auch nicht die letzten sein.
Wichtig ist das man aus einer Insolvenz lernt nicht so wie Vereine die mehrfach Insolvent waren.
Und gerade bei unsere Insolvenz hat man gesehen das nicht nur Fehler im Verein gemacht wurden sondern auch außerhalb.
Genauer will ich da gar nicht erst werden denn die Insolvenz ist erfolgreich beendet und das auch nur weil endlich mal alle an einem Strang gezogen haben, was man sonst all die Jahre vermisst hat.
Aber ich bin zuversichtlich das zukünftig besser läuft da wir wenigstens jetzt Leute haben die sich in der Wirtschaft auskennen und so hoffen wir alle das die Fehler alter Gremien nicht wiederholt werden...