Fußball | 3. Liga Erfolg gegen Münster: Zwickau zurück in der Spur

16. Spieltag

Der FSV Zwickau hat den Sachsenpokal-Schock gut verdaut und ist in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Gegen Preußen Münster boten die Westsachsen eine überzeugende Leistung und gewannen mit 4:2. Ein Doppelschlag nach der Pause klärte alle Fronten. Mit dem Dreier kletterten die Zwickauer auf den neunten Tabellenplatz.      

Torjubel um Zwickaus Torschützen Elias Huth
Torjubel um Zwickaus Torschützen Elias Huth. Bildrechte: Picture Point

Heiße Anfangsphase mit zwei Toren

Was für ein Beginn: Wer von den Zuschauern nicht pünktlich seinen Platz eingenommen hatte, verpasste eine ereignisreiche Anfangsphase. Kaum waren drei Minute vergangen, da zappelte der Ball bereits in den Maschen des Preußen-Tores. Vorausgegangen war ein Standard, ausgeführt von Fabio Viteritti. Sein Sahne-Freistoß aus 18 Metern schlug rechts ein. Preußen-Keeper Oliver Schnitzler schaute in die Sonne und sah den Ball wohl zu spät. Während die FSV-Spieler noch in Jubellaune waren, klingelte es postwendend auf der anderen Seite. Zunächst scheitert Rufat Dadashov an FSV-Torwart Johannes Brinkies, Seref Özcan stand aber goldrichtig und staubte zum 1:1 ab.

Nun ging es hin und her. Der FSV hatte immer wieder Drangphasen und erarbeitete sich Chancen um Chancen, es fehlte aber der krönende Abschluss. Der war dann Elias Huth in der Nachspielzeit der ersten Hälfte vorbehalten. Zunächst wurde ein Reinhardt- Schuss geklärt, dann war der 22-Jährige auf dem Posten und nickte zum 2:1 für die Westsachsen ein. Ein Tor zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt, wie man in Fußball-Fachkreisen sagt.

Zwickauer Torjubel nach dem 1:o durch Fabio Viteritti (re., 11, Zwickau).
Fabio Viteritti hat gerade mit einem fulminanten Freistoß getroffen. Bildrechte: Picture Point

FSV-Doppelschlag nach der Pause

Die zweite Hälfte begann wie gemalt für die Gastgeber. Nach einem Gegenstoß kam Morris Schröter in der 49. Minute angerauscht und schoss das Spielgerät mit Wucht in den rechten Winkel. Die Mannschaft von Joe Enochs führte mit 3:1 und ließ zwei Minuten später den nächsten Treffer folgen. Nach einer Freistoßflanke von Dauerläufer Viteritti schnappte sich Elias Huth die Kugel und vollendete zum 4:1. "Huth ab" – das zweite Tor des Zwickauer Stürmers.

Jetzt bekamen die Westsachsen Lust auf mehr und brachten die Westfalen mehrfach in Bedrängnis. Den "Adlerträgern" muss man zugutehalten, dass sie nie aufgaben. Nach einer unübersichtlichen Situation im Zwickauer Strafraum kam Heinz Mörschel noch mit dem Bein ran und traf zum 2:4 (81.) für Münster. Höchstens ein kleiner Schönheitsfehler aus Sicht der Zwickauer, die nun Schaulaufen betrieben und ganz sicher den vierten Heimsieg einfuhren.

Davy Frick
Davy Frick mit Übersicht am Ball. Bildrechte: imago images/Picture Point

Das sagten die Trainer:

Sven Hübscher (SC Preußen Münster): "Das Spiel begann so wie es aufhörte, nämlich denkbar schlecht für uns. Gleich der erste Angriff der Zwickauer brachte die Führung nach einem Freistoß. Dann gelang uns der Ausgleich, doch danach fehlte uns der Zugriff aufs Spiel. Es war ärgerlich, dass wir mit einem 1:2 in die Kabine gehen mussten. Die Geschichte der zweiten Halbzeit ist schnell erzählt. Nach dem 1:4 war es nicht mehr möglich, zurückzukommen. Was uns heute gefehlt hat, hat uns Zwickau vorgemacht. Nämlich fair körperbetont Fußball zu spielen."

Joe Enochs (FSV Zwickau): "Wir haben nach dem Pokal-Aus am Mittwoch versucht, unsere Physis reinzubringen. Das Spiel fing super für uns an, dann gab es aber auch Phasen, wo es für uns gefährlich wurde. Je länger die Partie dauerte, umso besser wurde es aber für uns. Mit etwas Glück gehen wir vor der Pause in Führung. Nach dem 4:1 waren wir nicht mehr so konzentriert, deshalb auch das 2:4. Dennoch bin ich stolz auf die Mannschaft."

jmd

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 23. November 2019 | 16:30 Uhr

2 Kommentare

Stephan vor 37 Wochen

Ja, so geht's. Ich hab mir das Spiel im TV angeschaut. Sehr spannend. Beide Mannschaften haben leidenschaftlich gekämpft. Und nun kurz durchschaufen und weiter geht's. Meine Heimmanschaft spielt nun bestimmt in der dritten Generation den gleichen Fußball. Im Endeffekt erfolgreich. Und was den DFB-Pokal betrifft, eine Chance haben wir ja noch. 😉

Fernsehgucker vor 37 Wochen

Glückwunsch für diese Reaktion auf das Mittwochspiel. Ein hoch verdienter Sieg und man hat wieder mal Spielfreude gesehen. Warum es keinen Strafstoss beim Foul an Ronny König gab ist nicht erklärbar. Aber das Ergebnis hat trotzdem gestimmt mit einem Sieg und einem Dreier auf der Habenseite. Nicht gefallen haben die vielen Frustfoul's von Seiten der Münsteraner. Auf diesem Niveau Bitte, Bitte weiter machen.

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